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 | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

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Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Es geht um das Prestige

ThSV Eisenach II empfängt die mit ehemaligen Eisenachern gespickte HSG Werratal • Abschied für Youngster Joel Schwarz und Maximilian Staib

Am 18.10.2015 kassierte der ThSV Eisenach II in einem Punktspiel der Handball-Thüringenliga seine letzte Heimniederlage. Die HSG Werratal entführte mit einem 35:27-Erfolg beide Zähler. Diese lange Ungeschlagen-Serie will der ThSV Eisenach II auch über die  Saison 2016/2017 fortsetzen. Zum letzten Heimspiel kommt allerdings jene HSG Werratal. Am Sonntag, 30.04.2017 gastiert das mit Ex-Eisenachern gespickte Männer-Handballteam aus dem Sportzentrum Breitungen um 16.00 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle. Ein stets brisantes Derby zum Saison-Halali des ThSV Eisenach II in heimischer Umgebung. Es folgt nur noch das Auswärtsspiel am 06.05.2017 beim HSV Ronneburg.

Ex-Eisenacher stellen das Gros des Werrataler Teams
Am Sonntagnachmittag treffen zwei Tabellennachbarn aufeinander, die allerdings derzeit um 9 Pluszähler getrennt sind. Der ThSV Eisenach II schließt mit 29:13 Zählern auf Platz 5 das Spitzenfeld ab, die HSG Werratal führt mit 24:20 Punkten das Mittelfeld an. In einer heiß umkämpften Partie (38 Strafminuten, 2 rote Karten) unterlag die HSG Werratal zuletzt bei Tabellenführer HSV Ronneburg vor 350 Zuschauern mit 21:31. Wie stets, stellten ehemalige Eisenacher den Großteil des Teams. Von den 13 für die HSG Werratal auflaufenden Spielen trugen 7 in der Vergangenheit das Trikot des ThSV Eisenach: Andreas Fehr, Roman Schäfer, Quendrim Alaj, Armend Alaj, Tom Winner, Christian Lämmerhirt und Martin Schneider. Zum 34:27-Sieg über den SV T & C Behringen/Sonneborn steuerten Armend und Qendrim Alaj zusammen 24 Tore bei!

Prekäre Personalsituation verhinderte Eingreifen in den Titelkampf
Die Gründe dafür, warum die HSG Werratal kurz vor dem Saisonende weit vom eigenen Anspruch, um den Titel mitzuspielen, entfernt ist, sind bekannt.  War es zu Saisonbeginn der Fall, dass in einigen Partien nicht alle Spieler ihr Leistungsniveau abrufen konnten, kristallisierte sich im Saisonverlauf eine sehr prekäre Personalsituation heraus. Dies betraf vor allem den Werrataler Rückraum. Während der Saison beendete Adrian Wendlandt seine sportliche Laufbahn, der wurfgewaltige Ex-Eisenacher Michael Frank wechselte aus beruflichen Gründen nach Suhl. Zudem standen Christian Fritschek sowie über einen längeren Zeitraum Nemanja Vukasinovic und Christian Lämmerhirt verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Der Ausfall dieser Rückraumspieler war nicht zu verkraften. Weitere Ausfälle kamen für Trainer Daniel Hellwig hinzu. Um für die kommende Saison für den Titelkampf bereit zu sein, haben sich die Werrataler die beratenden Dienste vom langjährigen Eisenacher Erstligatrainer Hans-Joachim Ursinus gesichert. Gemeinsam mit dem ehemaligen Eisenacher Frank Ihl betreibt der erfahrene Handballfachmann die Firma U&I Transfer Sports Management, hilft Spielern bei der Suche nach einem geeigneten Verein und steht auch Vereinen bei der Spielersuche und mit fachlichem und strukturellem Rat zur Seite. In der Vergangenheit wurden unter anderem Spieler zu Werratals Ligakonkurrenz Mühlhausen und Sonneberg vermittelte. Ein Blick auf die Tabelle der Thüringenliga zeigt, dass dies fruchtete. In der nächsten Saison will die HSG Werratal wieder ganz oben angreifen. Das bestätigte der sportliche Leiter  Kay Gehri in einem Interview:

Es ist das Ziel, wieder um den Titel in der Thüringenliga mitzuspielen. Wenn es uns der Aufstieg gelingt, wollen wir natürlich auch die Herausforderung Mitteldeutsche Oberliga annehmen.

ThSV Eisenach II verabschiedete sich aus dem Titelrennen
Nach ausgesprochen gutem Saisonstart sah sich der ThSV Eisenach II aussichtsreich im Titelrennen. Der Einbau vieler A-Jugendlicher erwies sich als starken Qualitätsgewinn. Doch das forderte seinen Tribut. Ständige Doppelbelastungen vermochten die 17/18-jährigen ThSV-Talente nicht zu verkraften, die – zudem von Verletzungen heimgesucht – in der Jugendbundesliga nicht ausreichend punkteten, um über Platz 6 die direkte Qualifikation für die höchste deutsche Nachwuchs-Spielklasse zu schaffen. Mit Niederlagen beim SV Town & Country Behringen/Sonneborn und  beim SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim verabschiedete sich der ThSV Eisenach II aus dem Titelrennen der Handball-Thüringenliga der Männer. Beste Titelchancen besitzt der HSV Ronneburg, weil der VfB TM Mühlhausen auf den letzten Metern strauchelte. Der HSV Ronneburg, mit dem Ex-Eisenacher Christopher Stölzner, ließ aber schon verlauten, dass er sein Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen werde. Somit dürfte das Rennen um Platz 2 zwischen dem Sonneberger HV, dem VfB TM Mühlhausen und dem HBV Jena noch von besonderer Brisanz sein.

Abschied für ThSV-Youngster
Somit geht es am Sonntag um 16.00 Uhr zwischen dem ThSV Eisenach II und der HSG Werratal um das Prestige in diesem Nachbarschaftsderby. Die knappe Hinspielniederlage wurmt die Gastgeber noch immer.

Wir werden eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten, erklärt ThSV-Coach Benjamin Riemann.

Das Torhütergespann werden Sebastian Brand und Lars Kremmer bilden. Mit den Routiniers Philipp Emmelmann und Sascha Kleint stehen zwei Spieler im Eisenacher Kader, die auch schon für die HSG Werratal am Ball waren. Für die jungen Joel Schwarz und Maximilian Staib wird es das letzte Spiel im Trikot des ThSV Eisenach in der Werner-Aßmann-Halle sein. Aus beruflichen und sportlichen Gründen sagen beide Tschüß.

Foto: Wie beim Hinspiel wird es zum Duell der Spielmacher Qendrim Alaj und Philipp Emmelmann (re.) kommen.

Andrea T. | | Quelle:

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