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 | Bildquelle: © Fotostudio Gräbedünkel  / ThSV Eisenach

Beschreibung:
Bildquelle: © Fotostudio Gräbedünkel / ThSV Eisenach

Famose Angriffseffektivität

Von 51 Würfen zappeln 36 im Netz: ThSV Eisenach feiert mit 36:30 (17:13) über den ASV Hamm-Westfalen 6. Heimsieg im 6. Heimspiel

Unsere Mannschaft hat ganz viel Charakter gezeigt. Großer Dank an unsere Fans, als es brenzlig wurde, verpassten sie uns einen ganz wichtigen Schub. Großes Lob an die kleine Zahl meiner Mitspieler, die alles aus sich heraus geholt haben, resümierte ein geschlauchter aber überglücklicher Marcel Schliedermann, der immer wieder beherzt in den Zweikampf ging, selbst 7 Treffer markierte.

Der durch akute Personalprobleme (gleich 5 Spieler fehlten) gehandicapte ThSV Eisenach feierte mit nur 8 eingesetzten Feldspielern einen 36:30 (17:13)-Erfolg über den ASV Hamm-Westfalen. Der 6. Heimsieg im 6. Heimspiel! Famos die Angriffseffektivität der Wartburgstädter: Von 51 Würfen zappelten 36 im Netz, was einer Wurfeffektivität von 71 Prozent entspricht! Tomas Urban verwandelte alle 7 seinen Farben zugesprochenen Strafwürfe. Eine „Bank“ in Abwehr und Angriff, Routinier Duje Miljak. Ganz stark in Abwehr und Angriff Marcel Niemeyer.

Er machte sein bestes Spiel im Eisenacher Trikot, lobte Christoph Jauernik den im Sommer vom TBV Lemgo gekommenen Kreisspieler.

Beeindruckend, wie sich dieser in der 54. Minute gleich von mehreren Gegenspielern nicht stoppen ließ, das Leder zum 31:28 unter den Balken hämmerte. „Nach einer in Angriff und Abwehr guten ersten Halbzeit lief es im zweiten Abschnitt doch etwas schleppend. Die Gäste glichen ja auch zum 27:27 aus. Mit unserer Abwehrumstellung zwangen wir den ASV Hamm-Westfalen  zu Fehlern, uns gelangen die letztendlich entscheidenden Treffer“, bilanzierte Marcel Niemeyer.

© Fotostudio Gräbedünkel  / ThSV Eisenach

Foto: © Fotostudio Gräbedünkel / ThSV Eisenach

Foto 2: Eisenachs Kraftpaket: Marcel Niemeyer, holte 4 Siebenmeter heraus, markierte selbst 4 Treffer und ließ sich auch  in der Abwehr nur selten überwinden.

Des Trainers erfolgreicher Schachzug
„Nach mehreren vergeblichen Anläufen gelang uns beim 27:27 der Gleichstand“, konstatierte Niels Pfannenschmidt, der Trainer des ASV Hamm-Westfalen, im Vorjahr vom Erstligisten TBV Lemgo gekommen. Mancher im Eisenacher Lager befürchtete, aufgrund der nur wenigen personellen Alternativen und die damit verbundene Kraftfrage könnte das Pendel zugunsten der Gäste ausschlagen. Doch Eisenachs jungem Coach Christoph Jauernik gelang der entscheidende Schachzug. Er stellte auf eine 5:1-Abwehrvariante um, mit Daniel Luther auf vorgezogener Position. „Unser Kapitän setzte nun entscheidende Impulse“, wollte Christoph Jauernik unbedingt zur Rolle von Daniel Luther vermerkt wissen. Unter Druck patzten die Gäste. „Christoph Neuhold ließ zwei klare Chancen aus, die Eisenacher schlossen die Gegenstöße kaltblütig ab“, erklärte ASV-Trainer Niels Pfannenschmidt. Zwei des nach langer Verletzungspause noch um alte Form ringenden und nur etappenweise auf dem Parkett stehenden Olafur Bjarki Ragnarsson und ein von Tomas Urban nach Regelwidrigkeit an Marcel Schliedermann verwandelter Siebenmeter zum 30:27 (53.) brachten die Gastgeber in die Erfolgsspur. Nach dem Treffer des absoluten Willens von Marcel Niemeyer verhinderte ThSV-Keeper Stanislaw Gorobtschuk per Fußabwehr einen Gästetreffer, im Gegenzug landete ein Duje-Miljak-Ball zum 32:28 im Netz (55.). „Meine Spieler ließen die Köpfe hängen“, befand Niels Pfannenschmidt. Eisenachs Adrian Wöhler stibitzte sich das Leder aus den Gästereihen und vollendete zum 33:28 (56.). Die Punktvergabe war geklärt, der Eisenacher Mannschaft gelangen noch drei sehenswerte Treffer – sehr zur Freude ihres über 1.800-köpfigen Anhanges – zum 36:30-Endstand. „Der 6-Tore-Sieg wird dem Spielverlauf nicht gerecht“, gab Eisenachs Trainer Christoph Jauernik freimütig zu.

Und auch das sei vermerkt: Die kleine Gruppe der mitgereisten Fans des ASV Hamm-Westfalen unterstützte ihr Team lautstark über 60 Minuten! Das Gästeteam bedankte sich hernach bei ihren Fans teilweise mit Handschlag.

ThSV Eisenach mit mehr Mut beim Gegenstoß
Beibehalten der Abwehrstabilität, aber mehr Mut beim Gegenstoß, das hatten sich die Eisenacher vorgenommen. Vor allem im ersten Abschnitt setzten sie das bestens um. Schnelles Umschaltspiel, die Wartburgstädter enteilten vom 4:4 (9.) auf 8:4 (14.). Tomas Urban vollendete nach einer Steilvorlage von Keeper Stanislaw Gorobtschuk, der kurz darauf einen Siebenmeter parierte (16.), aber insgesamt glücklos agierte und seinen Platz für Jan-Steffen Redwitz räumte. Der war sofort zur Stelle, parierte und sendete klare Signale an seine Vorderleute. Marcel Schliedermann bediente den sprintenden Adrian Wöhler, der zum 11:7 einnetzte (23.). Im Nachwurf drückte Marcel Niemeyer das Leder zum 16:11 in die Maschen (28.). Sehenswert der Treffer zum 17:12, als Marcel Schliedermann in Unterzahl den von Rechtsaußen zur Kreismitte einlaufenden Tomas Urban bediente (30.).

© Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Foto 3: Vollstreckte alle 7 dem ThSV Eisenach zu erkannten Strafwürfe: Tomas Urban.

ThSV Eisenach wankte – fiel aber nicht
Tempoforcierung hieß die Devise der Gäste, auf Kräfteabfall der Hausherren hoffend. Dennis Doden, ins Gehäuse des ASV Hamm-Westfalen gekommen, motivierte sein Team mit gehaltenen Bällen. Doch noch hatten die Hausherren die richtige Antwort, auch nach dem Anschlusstreffer des gerade vom TBV Lemgo gekommenen Max Höning (19:18, 37.). Marcel Schliedermann und Tomas Urban trafen zum 22:19 (41.). Aus der Fernwurfzone netzte immer wieder Christoph Neuhold für die Gäste ein. Christoph Jauernik sah sich zu einem erneuten Torhüterwechsel veranlasst, Stanislaw Gorobtschuk kehrte zurück. Eine Miljak-Fackel schlug zum 25:23 ein (46.). Doch Eisenachs Abwehr bekam nur noch selten Zugriff. Beim 27:27 (50.) hofften die Gäste. Der ThSV Eisenach wankte, fiel aber nicht. Sein Trainer griff mit Erfolg in die Taktikkiste, seine Schützlinge setzten es unter „Einsatz der letzten Körner“ bravourös um…

Statistik
ThSV Eisenach: Gorobtschuk (1.-18./ 44.- 60. – 7 Paraden /15 Gegentore), Redwitz (18.-44./ 6 Paraden – 15 Gegentore); Iffert (1), Wöhler (5), Luther, Ragnarsson (3), Miljak (5), Schliedermann (7), Urban (11/7), Heinemann, Seifert, Niemeyer (4)
ASV Hamm-Westfalen: Storbeck (1.-30. und bei 1 Siebenmeter – 6 Paraden/ 18 Gegentore), Doden (31.-60. – 6 Paraden/ 18 Gegentore); Blohme, Huesmann (1), Brosch (1), Fuchs (1), Eggert, Macke (4), Rittenbach (4), Gudat (1), Höning (4), Possehl (4), Neuhold (9/3)
Siebenmeter: ThSV Eisenach: 7/7 (Urban verwandelt 4 x gegen Storbeck und 3 x gegen Doden) / ASV Hamm-Westfalen: 4/3 (Neuhold verwandelt 2 x gegen Gorobtschuk u. 1 x gegen Redwitz, Ritterbach scheitert 1 x an Gorobtschuk)
Zeitstrafen: ThSV Eisenach: 3 x 2 Min. (Wöhler 2 x 2 Min., Niemeyer 2 Min.) / ASV Hamm-Westfalen: 2 x 2 Min. (Huesmann u. Brosch je 2 Min.)
Schiedsrichter: Dinges/Kirsch
Zuschauer: 1.804
Beste Spieler: ThSV Eisenach: Niemeyer, Miljak, Schliedermann, Urban / ASV Hamm-Westfalen: Neuhold, Possehl
Spielfilm: 4:4 (9.), 8:4 (14.), 9:7 (18.), 16:11 (28.), 17:13 (30.), 19:18 (37.), 25:23 (46.), 27:27 (50.), 30:27 (53.), 33:28 (56.), 36:30 (60.)

Titelbild: Beeindruckte mit Zweikampfstärke – Marcel Schliedermann.

Andrea T. | | Quelle:

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