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 | Bildquelle: Th. Levknecht

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Bildquelle: Th. Levknecht

Geht da noch was?

ThSV Eisenach empfängt Tabellen-Zweiten DJK Rimpar Wölfe – Nachgefragt bei Velimir Petkovic, dem  Coach der Wartburgstädter

Wollen wir noch Ansprüche anmelden, müssen wir – egal in welcher Formation – die DJK Rimpar Wölfe bezwingen!

In der 2. Handballbundeliga der Männer empfängt der ThSV Eisenach am Samstag, 28.02.2015 um 19.30 Uhr das Überraschungsteam der Liga, die auf Tabellenplatz 2 rangierenden DJK Rimpar Wölfe. Bei noch ausstehenden 14 Punktspielen und 5 Zählern Rückstand auf den begehrten 3. Tabellenplatz sieht der ThSV Eisenach noch durchaus Chancen für sich. Grundvoraussetzung: ein Doppelpunktgewinn am Samstag gegen einen direkten Mitkonkurrenten! Doch die Eisenacher haben zahlreiche Verletzungsausfälle zu beklagen.
Im Vorfeld der Partie sprachen wir mit Velimir Petkovic, dem Coach des ThSV Eisenach:

Ihre Mannschaft verbuchte zuletzt 17:3 Punkte, 14:0 vor und 3:3 nach der Punktspielpause. Wie bewerten Sie das?
In der Gesamtheit sind 17:3 Punkte positiv zu bewerten, doch nach 14:0-Zählern konnten wir nach der WM-Pause unseren Lauf nicht fortsetzen. Jeder weiß, wie wichtig ein solcher Lauf ist, der Selbstvertrauen bringt. Der Start ins neue Kalenderjahr in Essen, nicht sauber gestaltet von allen Seiten, war nicht gut. Wir müssen lernen, noch besser zu spielen, wenn es bei den Spielverlauf beeinflussenden Faktoren nicht korrekt zugeht. Die Tabelle zeigt, wir haben zuletzt drei Punkte verloren. Die Punkteteilung in Großwallstadt wäre wohl als positiv zu bewerten, hätten wir bei TuSEM Essen gewonnen. Was dieser Punkt aus Aschaffenburg wert ist, werden wir am Ende der Saison sehen. Unser Ziel ist es, jedes Spiel zu gewinnen, doppelt zu punkten. Die letzten Spiele haben es bereits gezeigt, die unmittelbaren Konkurrenten patzen. Wir dürfen nicht so oft patzen!

Ging etwas während der Punktspielpause verloren?
Nach der Punktspielpause konnten wir, ich erwähnte es bereits, unseren guten Lauf nicht fortsetzen. Diese Pause war, nach dem strapaziösen und erfolgreichen Mammutprogramm im Dezember, für die Spieler sehr wichtig. Ich hatte gehofft, nach der erfolgreichen Partie in Nordhorn mit einer guten Vorbereitung die Erfolgsserie fortsetzen zu können. Die Vorbereitungsphase wurde allerdings von verschiedenen Krankheiten, wie bei Bjarki Elisson und Girts Lilienfelds, negativ beeinflusst. Wir sind dann nicht gut gestartet. Es folgten drei Partien, in denen wir normalerweise nicht solche Punkteverluste erleiden dürfen. Doch wir werden nicht zaudern. Wir werden angreifen. Volle Konzentration gilt der Partie gegen die DJK Rimpar Wölfe!

Wo legten Sie zuletzt den Schwerpunkt im Training?
Der Schwerpunkt meiner Trainingsarbeit liegt stets darin, meine Mannschaft in allen Richtungen zu entwickeln, in Abwehr und Angriff zu verbessern. Es steht jeweils die gezielte Vorbereitung auf den nächsten Punktspielkontrahenten an. Das war auch zuletzt so. Wie können wir die DJK Rimpar Wölfe besiegen? Das muss rein in die Köpfe meiner Spieler!

Wie Sehen Sie die Entwicklung im Vorderfeld der Tabelle?
Erwartungsgemäß wird es viele Überraschungen geben. Nicht alle Spieler erreichen wieder das Niveau vom Ende des vorigen Kalenderjahres. Die Resultate der ersten Spieltage nach der Punktspielpause zeigen das. Ich will meine Mannschaft so positiv entwickeln, dass wir möglichst keine Punkte mehr verlieren.

Mit DJK Rimpar Wölfe gastiert die Überraschungsmannschaft der Saison, die sich entgegen mancher Voraussagen weiter im Spitzentrio der Liga behauptet. Wie stufen Sie die jungen Handballer aus dem Raum Würzburg ein?
Die DJK Rimpar Wölfe sind zweifellos die positive Überraschung der Saison in der 2. Handballbundesliga! Sie verfügen nicht über überdurchschnittliche Einzelakteure, doch sie präsentieren sich stets kompakt, kämpfen zusammen. Im Angriff spielen sie geduldig bis zur besten Wurfchance. Obwohl mit körperlich kleinen Leuten entwickeln sie in der Abwehr viel Druck auf den angreifenden Kontrahenten. Das bereitet vielen Mannschaften der Liga erhebliche Probleme. Um Punkte haben wir das Hinspiel (in Würzburg) verloren, im DHB-Pokal konnten wir (in der kleinen Halle in Rimpar) gewinnen. Die DJK Rimpar Wölfe steht völlig zu Recht im Spitzenfeld. Sie beweisen von Woche zu Woche, wie wichtig Teamgeist, Kampfgeist und Zusammenhalt sind, zu welchen Erfolgen sie führen können!

Wie sieht es personell für den Samstagabend aus?
Girts Lilienfelds zog sich im Auswärtsspiel beim TV Großwallstadt eine Außenbandverletzung zu, wird ein bis zwei Monate pausieren müssen. Unser Kapitän Benjamin Trauvetter laboriert an alten Knieproblemen, kämpft um die Rückkehr, muss jedoch eine Pause mit speziellem Reha-Programm einlegen. Bei Hannes Jon Jonsson wurde nach der Großwallstadt-Partie bei einer Untersuchung im Erfurter Sportzentrum eine Knieverletzung diagnostiziert, die am Dienstag eine Operation unumgänglich machte. Er steht uns bis zu acht Wochen nicht zur Verfügung. Jan Forstbauer war mit seinem Stammverein, der MT Melsungen, in Kroatien und kehrte krank zurück, konnte die Woche auch nicht trainieren. Tomas Sklenak steht wieder im Aufgebot, auch Marcel Schliedermann. Ich sehe keinen Grund zum Jammern! Egal in welcher Formation, wollen wir noch Ansprüche anmelden, müssen wir die Partie gegen die DJK Rimpar Wölfe erfolgreich gestalten!
Foto: Gemeinsam sind wir stark – die Devise der Eisenacher für den Samstag. Der ThSV Eisenach hofft auch auf eine lautstarke Kulisse im Rücken!

Andrea T. | | Quelle:

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