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Handball: Entscheidung unmittelbar nach der Pause – Landesmeistertitel

Im männlichen Handballnachwuchsbereich räumt der ThSV Eisenach die Titel ab. Am Sonntagnachmittag holte sich die B-Jugend durch einen 25:20 (13:10) Erfolg über die Altersgefährten des SSV Saalfeld die Meisterkrone. Das Hinspiel endete 22:22 Unentschieden.

Vor knapp 250 Zuschauern, darunter eine stimmgewaltige Anhängerschar aus Saalfeld, ließen die favorisierten Gastgeber von Beginn nichts anbrennen, gestattete den Gästen kein einziges Mal den Gleichstand. Saalfeld nahm von der ersten Sekunde an ThSV-Toptorjäger Philipp Seitle in Manndeckung. Beim Hinspiel bereitete dies den Eisenachern noch Schwierigkeiten, bei der Neuauflage nicht. Im Gegenteil! Philipp Seitle entzog sich gekonnt durch Ausweichen an den Kreis dieser Sonderbewachung, schuf Freiräume für seine Teamgefährten. Als Torschützen sprangen andere in die Bresche, allen voran Daniel Wernicke. Der 16-jährige führte glänzend Regie und schwang sich mit 7 Treffern zum besten Torschützen der Eisenacher auf.

Daniel Wernicke leitete auch mit zwei blitzsauberen Treffern zum 2:0 (3.Min.) die Partie ein. Die Eisenacher absolvierten fast die gesamten 50 Spielminuten mit ihrem Stammaufgebot Schwurack und Peterson im Tor sowie den Feldspielern Trautvetter, Riehn, Seitle, Richardt, Böttger, Wernicke und Kleint. Bis zum 6:5 (10.) vermochten die Saalfelder Tuchfühlung zu halten. Zwei resolut vorgetragene Tempogegenstöße durch Benjamin Trautvetter und Steve Böttger brachten das 8:5 (11.). ThSV-Keeper Stefan Schwurack ließ sich auch durch einen schmerzhaften Kopftreffer nicht am Weiterspielen hindern. Bei weiteren Kontern fehlte jedoch die Präzision. Saalfeld konnte durch seinen wurfgewaltigen Martin Arnold (7 Tore) auf 9:8 (18.) verkürzen. Als sich Eisenachs Sascha Kleint etwas mehr um Saalfelds Torschützen vom Dienst kümmerte, stotterte deren Angriffsmotor mächtig. Kurios zudem: Wichtige Treffer markierte der ThSV Eisenach in Unterzahl, so wie das 11:8 durch Benjamin Trautvetter von Linksaußen. Die ThSVler wucherten mit ihrer individuellen und spieltechnischen Klasse.

Zwischenspurt macht alles klar
Unmittelbar nach Wiederanpfiff der Schiedsrichter Kowald/Düwel (Bad Salzungen) suchte der ThSV Eisenach die Vorentscheidung. Kombinationssicher, präzise und druckvoll überrannten die Eisenacher die Gäste zum 18:11 Zwischenstand (34.). Steve Böttger steuerte einen «Billiard»-Treffer bei. Der ab der 19. Minute den ThSV-Kasten hütende Sven Peterson ließ sich von Sprechchören aus dem Saalfelder Block nicht beirren, gab mit einer sportlich feinen Leistung die richtige Antwort. Die Eisenacher spielten leicht und locker ihr Pensum herunter, auch wenn auf Gästeseite nun Jörg Schmeißer (7 Treffer) auftaute. Saalfeld musste, um noch etwas bewegen zu können, die Angriffe schnell abschließen. Das kam den Wartburgstädtern freilich entgegen. Daniel Wernicke schraubte das Torepolster auf 24:18 (22.).

Schiri Kowald bringt zusätzlich Farbe in die PartieThSV-Schlussmann Sven Peterson parierte im großen Stil einen Siebenmeter von Saalfelds Martin Arnold, geriet danach mit dem Werfer, der ihn durch einen Körperattacke auf das Parkett beförderte, aneinander. Schiedsrichter Klaus Kowald zückte für Saalfelds Sünder sofort den roten Karton und – zur allgemeinen Verwunderung- auch für den Eisenacher Torhüter (47.). Einfluss auf den Ausgang dieser Begegnung hatte dies freilich nicht. Die Schützlinge des Übungsleiterduos Peter Hattenbach/Matthias Allonge waren bereits in Siegeslaune, gestatteten den Gästen nach Philipp Seitles 6. Treffer zum 25:18 (48.) noch etwas Ergebniskosmetik zum 25:20 Schlussresultat.

Sektdusche für Matze Allonge
Die überschäumende Freude der ThSV-Jungen bekam Matthias Allonge besonders zu spüren. Der einstige Bundesligaleitwolf konnte sich trotz einer Sprinteinlage durch die Halle nicht einer Sektdusche entziehen…..

STATISTIK:
Eisenach: Schwurack, Peterson; Trautvetter, Riehn, Seitle (6/3), Richardt (2), Böttger (4), wernicke (7), Kleint (2), Eckl
Saalfeld: Gotzinger, Schröder; Arnold (7/2), Heeger, Müller (4), Schmeißer (7), Fazius, Kempe, Ellmer (1), Schmidt (1), Hinz
Zeitstrafen: Eisenach 9×2 Min. (Rote Karte Peterson, 47.); Saalfeld 6×2 Min. (Rote Karte Arnold, 47.)
Siebenmeter: Eisenach 4/3; Saalfeld 4/2
Schiedsrichter: Kowald/Düwel (Bad Salzungen)
Zuschauer: 230

Rainer Beichler | | Quelle:

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