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Patrik Hruscak (li.) spielt jetzt für Elbflorenz Dresden. Vor zwei Jahren stand er noch mit Eisenachs Tomas Urban (re.) in den Reihen der Wartburgstädter. Patrik Hruscak trifft heute im Sparkassencup mit den Sachsen auf seinen Ex-Verein. | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung: Patrik Hruscak (li.) spielt jetzt für Elbflorenz Dresden. Vor zwei Jahren stand er noch mit Eisenachs Tomas Urban (re.) in den Reihen der Wartburgstädter. Patrik Hruscak trifft heute im Sparkassencup mit den Sachsen auf seinen Ex-Verein.
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Handball-Sparkassencup-Vorrunde: In der Abwehr nahezu durchgängig stabil

Doch im Angriff klemmte die Säge – ThSV Eisenach unterliegt dem ASV Hamm-Westfalen mit 21:24 (10:11)
Eine ganz starke Viertelstunde, in Abwehr und Angriff, reichten dem ThSV Eisenach nicht zum Sieg im Auftaktspiel des Handball-Sparkassencups 2017. In einem Zweitbundesligaduell unterlagen die Wartburgstädter vor knapp 500 Zuschauern dem ASV Hamm-Westfalen mit 21:24 (10:11). In ihrer stärksten Phase verwandelten die Wartburgstädter einen 11:12-Rückstand (35.) in eine 16:12-Führung (47.). Adrian Wöhler (mit 6 Treffern erfolgreichster Werfer der Partie insgesamt) markierte den spektakulärsten Treffer, als er einen Steilpass von Keeper Jan-Steffen Redwitz unter Bedrängnis aufnahm und per Rückhandwurf zum 17:14 (50.) einnetzte. In der Schlussphase ließen die Eisenacher zu viele Torchancen aus, ermutigten den ASV Hamm-Westfalen zu einem famosen Schlussspurt. Nach dem 20:20 (56.) versenkten die Gäste kaltblütig zum 21:24 (60.). Da war auch der gute Jan-Steffen Redwitz im Eisenacher Kasten (parierte 16 Bälle) machtlos.

Wir wiesen durchgängig eine gute Abwehrleistung auf. Doch es haperte in der Offensive an der Effektivität im Torwurf. Daran müssen wir arbeiten, bilanzierte ThSV-Coach Christoph Jauernik.

Ausgesprochen positiv bewertete er die Phase nach dem Seitenwechsel, als sein Team über 10 Minuten keinen Gegentreffer zuließ, einen 1-Tore-Rückstand in einen 4-Tore-Vorsprung umwandelte.

Wir ließen dann einfach zu viele freie Bälle weg, merkte Christoph Jauernik an.

Das hatte freilich auch damit zu tun, dass Gästekeeper Felix Storbeck (parierte insgesamt 15 Bälle) insbesondere bei Würfen von Rechtsaußen stets richtig stand. Das Ansteigen der Eisenacher Fehlerquote ermutigte den ASV Hamm-Westfalen zur Aufholjagd.

Wir waren dann nicht mehr in der Lage, den Lauf der Gäste zu stoppen, konstatierte Christoph Jauernik, der die Partie nutzte, um allen Spielern längere Einsatzzeiten einzuräumen.

Aus dem 17:14 (49.) wurde ein 19:20 (55.). Neuzugang Marcel Popa glich nochmals zum 20:20 aus (56.), doch erneut wurden die Eisenacher Würfe eine Beute von Schlussmann Felix Storbeck. Eine Deckungsumstellung beim Stand von 20:22 (58.) brachte den Anschlusstreffer von Matthias Gerlich zum 21:22 (59.), doch in den beiden Schlussminuten versenkten der agile Routinier Fannar Thor Fridgeirsson und Lucas Böhme zum 21:24. Der von Absteiger HC Empor Rostock zum ASV Hamm-Westfalen gewechselte Toptorjäger der Vorsaison in der 2. Liga kam überwiegend nur zu Siebenmetern auf das Parkett.

Mehr Angriffsdruck mit Marcel Popa
Die Eisenacher benötigten eine Portion Anlaufzeit. Mit Matthias Gerlich, Ibai Meoki Etxebeste und Alexander Saul im Rückraum (in der Abwehr von Duje Miljak abgelöst), Adrian Wöhler auf Links- und Tomas Urban auf Rechtsaußen und Marcel Niemeyer am Kreis lief es im Vorwärtsgang nicht rund, operierten die Gäste wesentlich kombinationssicherer. ThSV-Keeper Jan-Steffen Redwitz verhinderte einen größeren Rückstand, wie das 3:6 (13.) und 5:7 (18.). Der eingewechselte Marcel Popa brachte neuen Schwung. Der 19-Jährige war sofort auf Betriebstemperatur, scheute keinen Zweikampf, bewies gutes Augen bei den Anspielen zum Kreis. Justin Mürköster profitierte beim 7:7 per sehenswerten Rückhandwurf (18.) und Marcel Niemeyer beim 8:8 (22.) davon. Ibai Meoki Extebeste versenkte einen Abpraller zur 9:8-Führung der Eisenacher. Den Eisenachern fehlten im Umschaltspiel Paßgenauigkeit und das richtige Timing. Beides wird sicher einer der Trainingsschwerpunkte in der nächsten Zeit sein.

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Foto: Marcel Popa beim Torwurf gegen den ASV Hamm-Westfalen.

ThSV Eisenach lässt sich das Ruder noch entreißen
Dem Charakter des Turniers entsprechend, wechselte ThSV-Coach Christoph Jauernik mehrfach durch. Jonas Richardt kam im rechten Rückraum, Willy Weyhrauch auf Rechtsaußen. Es folge die stärkste Phase der Eisenacher, eingeleitet mit dem ICE-Treffer von Adrian Wöhler über Linksaußen. Die Gäste, obwohl in Überzahl, produzierten ein Stürmerfoul. Eine Fackel von Ibai Meoki Etxebeste zappelte zum 13:12 im Netz. Jonas Richardt erhöhte auf 14:12 (41.). Obwohl erneut in Überzahl, der ASV Hamm-Westfalen hatte den Faden verloren. ThSV-Keeper Jan-Steffen Redwitz blieb im Siebenmeterduell erfolgreich (43.). Justin Mürköster löste inzwischen Ibai Meoki Etxebeste für Abwehraufgaben ab, Hannes Iffert ebenso für Matthias Gerlich. Nach Regelwidrigkeit an Alexander Saul verwandelte Tomas Urban den fälligen Siebenmeter zum 16:12 (46.). Doch nach dem 17:14 (49.) verlor der ThSV Eisenach die Kontrolle. Marcel Popa vermochte nicht die Akzente wie im ersten Abschnitt zu setzen. Willy Weyhrauch blieb ohne Fortune. Julian Krieg netzte in Serie für den ASV Hamm-Westfalen ein, der die Partie noch vollends drehte.

Statistik
ThSV Eisenach: Redwitz, Brand, Kremmer; Iffert, Wöhler (6), Meoki (3), Gerlich (1), Miljak, Urban (2/1), Richard (1), Popa (2), Mürköster (1), Niemeyer (2), Weyhrauch (2)
ASV Hamm-Westfalen: Storbeck, Lorges; Blohme (4), Huesmann (3/2), Brosch (2), Fuchs (3), Fridgeirsson (2), Krieg (4), Gudat, Voss-Fels, Papadopolous (3/3), Saalmann, Possehl, Neuhold (3)
Siebenmeter: ThSV Eisenach 1/1 – ASV Hamm-Westfalen 6/5
Zeitstrafen: ThSV Eisenach 3 x 2 Min. – ASV Hamm-Westfalen 4 x 2 Min.
Schiedsrichter: Fabian Friedel/ Rick Hermann
Zuschauer: 500

Andrea T. | | Quelle:

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