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Handball-Thüringenliga Männer: ThSV II bezwingt HBV Jena

Kleiner Mann ganz groß

Maximilian Jäschke wirft ThSV Eisenach II zum 31:26 (12:13)-Sieg über den HBV Jena
Abwehrarbeit im zweiten Abschnitt war die Grundlage

Der ThSV Eisenach II hat einen weiteren Schritt zum Klassenerhalt vollzogen! Die Schützlinge von Benjamin Riemann bezwangen in einem gutklassigen Thüringenligaspiel durch eine Steigerung im zweiten Abschnitt den Tabellen-Vierten HBV Jena mit 31:26 (12:13). Einen 10:13-Rückstand (28.) verwandelte der ThSV Eisenach II in eine 22:17-Führung (48.). Eine kompakte Deckung mit Tim Hohmann als Abwehrchef, dahinter mit Christian Trabert ein starker Keeper und erfolgreich abgeschlossene Tempogegenstöße lautete die Erfolgsformel für die zweiten 30 Minuten. Kleiner Mann ganz groß: Der kleine Rechtsaußen Maximilian Jäschke überzeugte als Tempogegenstoßspezialist, versenkte gleich 10 Bälle und trug maßgeblich zum Doppelpunktgewinn seines Teams bei. „Gegen die offensive Abwehr der Gäste hatten wir im Positionsangriff in der gesamten Partie Probleme. Insbesondere vor der Pause fanden wir zu wenige Lösungen, boten Standhandball, nutzten Torchancen nicht konsequent genug“, monierte Benjamin Riemann, der von Christoph Jauernik beim Coaching unterstützt wurde. Mit Lars Fichtner, Christopher Koch und Markus Collatz hatte das Trainergespann Riemann/Jauernik dann auch die „richtige“ Rückraumbesetzung gefunden, ließ sich durch die „Großzügigkeit“ der Spielleiter Hauke/Lindig bei Zeitstrafen gegen den ThSV Eisenach II nicht aus der Erfolgsspur werfen. Lars Fichtner überzeugte erneut in der Rolle des Spielgestalters. „Auch wenn uns fünf Stammkräfte fehlten, wir waren nach Eisenach gekommen, um zu gewinnen. Der Einbau der A-Jugendlichen bedeutete für den ThSV Eisenach II eine klare Verstärkung. Der Sieg geht über die Distanz in Ordnung“, bilanzierte der aus Eisenach stammende Steffen Schreiber, Coach des HBV Jena. Sein Sohn Cedric Schreiber gehörte zu den Aktivposten in seinen Reihen. Vater Peter Schreiber, viele Jahre Konsum-Verkaufstellenleiter in Eisenach und begeisterter Handballanhänger, verfolgte gemeinsam mit seiner Frau die Partie als Zuschauer in der Jahnsporthalle. „Auch wenn wir den einen oder anderen Punkt mehr hätten holen können, sind wir mit dem Saisonverlauf zufrieden“, fügte Steffen Schreiber an.

Zu wenig Lösungen gegen offensive Abwehr des HBV Jena
Mit zwei von Philipp Urbach erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstößen zum 3:1 (4.) startete der ThSV Eisenach II zwar bestens, doch dann stotterte der Motor doch erheblich. Die offensiv ausgerichtete Abwehr der Gäste schmeckte dem ThSV Eisenach II überhaupt nicht. Dieser lief sich immer wieder in der Deckung der Gäste fest. Diese praktizierten zunächst erfolgreich einen Angriffs- und Deckungswechsel, verzeichneten durch Swen Gottschalk und Cedric Schreiber ein Plus in punkto Torgefahr aus dem Rückraum. Das Duo versenkte auch zum 4:6 (11.). Die Gäste nutzten eine doppelte Überzahl zum 5:9 (14.). Mit personellen Wechseln versuchte das ThSV-Trainergespann Einfluss zu nehmen. Tim Voigt kam an die Kreismitte, Tim Hohmann rückte für Routinier Steven Wagner auf die Linksaußenposition, Maximilian Jäschke kam auf Rechtsaußen und Christopher Koch im Rückraum. Tim Voigt nahm seine „Stammrolle“ als vorgezogene Deckungsspitze und an der Kreismitte ein. Die Dominanz des HBV Jena blieb. Christopher Koch jagte einen Strafwurf weit am Gästekasten vorbei (18.). Markus Collatz machte es wenige Sekunden später besser, verwandelte von der Siebenmeterlinie zum 8:10 (19.). ThSV-Keeper Marcus Römer blieb im Siebenmeterduell Sieger gegen Andre Kellermann (22.). Ein Ball des eingewechselten Marco Röll zappelte zum 10:11-Anschlußtreffer im Kasten der Gäste (25.). Der zweite Versuch des jungen Rückraumspielers verfehlte das Ziel allerdings weit. Die Gäste trafen durch Swen Gottschalk zum 10:13 (28.). Maximilian Jäschke bediente Tim Voigt am Kreis, der zum 11:13 vollendete, und schloss einen Gegenstoß zum 12:13-Halbzeitstand ab.

Abwehrarbeit Ausgangspunkt für Tempogegenstöße
Mit Nils Hemleb auf Linksaußen und Christian Trabert im Tor startete der ThSV Eisenach II in die zweite Halbzeit. Lars Fichtner erhöhte als Spielgestalter das Tempo. Nun bekamen die Gäste erhebliche Probleme. Doch noch regierte Überhast beim Gastgeber. Eine Steilvorlage war für Maximilian Jäschke nicht zu erreichen. Doch es wurde zunehmend besser. Lars Fichtner bediente den von Außen zur Kreismitte eingelaufenen Maximilian Jäschke, der zum 15:14 einnetzte (37.). Die Gäste glichen per Strafwurf zum 16:16 aus (39.). Eine leidenschaftlich fightende Abwehr, die eigenen Nahtstellen im Miteinander schließend, sorgte für das Übergewicht der Hausherren. Mit zwei schnörkellos über die linke Seite abgeschlossenen Gegenstößen zum 18:16 (41.) läutete Nils Hemleb die Richtungsänderung ein. Was durch die Abwehr kam, wurde eine Beute von Schlussmann Christian Trabert, der den Gästen mit 12 in der zweiten Halbzeit abgewehrten Bällen den Zahn zog. Im Angriff traute sich nun auch Markus Collatz mehr zu, zog platziert zum 21:17 ab (47.). Nils Hemleb stibitzte sich das Leder und vollendete selbst zum 22:17 (48.). Christopher Koch kassierte wegen Reklamierens auf der Bank eine Zeitstrafe. Kapital aus ihrer zweiminütigen Überzahl konnten die Gäste nicht ziehen. Im Gegenteil! Maximilian Jäschke, der kleine pfeilschnelle Linkshänder auf Rechtsaußen, schloss in Unterzahl zum 23:19 ab (50.). Christopher Koch, auf das Parkett zurück, setzte Tim Voigt in Szene, der das Leder zum 25:20 einnetzte (53.). Auch eine Auszeit der Gäste vermochte den Spielverlauf nicht mehr zu ändern. Kurios der Treffer zum 27:20 (55.): Jenas sonst so starker Torhüter Felix Krause veränderte die Richtung eines Jäschke-Balles so, dass er im Tor landete. Mit leichtfüssigen aber zugleich unwiderstehlichen Solis vollendete Lars Fichtner in Unterzahl seines Teams zum 29:23 und 30:23 (58. Min.).Der wichtige Doppelpunktgewinn war in trockenen Tüchern.

Etwas Luft im Abstiegskampf verschafft
„Nun erst einmal Durchatmen. In drei Wochen sind wir erst wieder gefordert“, blickt Benjamin Riemann in die nahe Zukunft. Am 18.04.2015 gastiert der ThSV Eisenach II beim VfB TM Mühlhausen und erwartet eine Woche darauf, am 25.04.2015, die rustikal zu Werke gehende HG Go Go Hornets II, die am Wochenende überraschend beim SV Aufbau Altenburg 29:30 unterlagen. Den drohenden Abstieg können die das Tabellenende zierenden Skatstädter dennoch wohl kaum verhindern. Der ThSV Eisenach II hat nach Minuspunkten einen Vorteil von 3 Zählern auf den ersten Nichtabstiegsplatz, derzeit vom Nordhäuser SV belegt.

Statistik

ThSV Eisenach II: Römer, Trabert; Hemleb (3), Collatz (5/2), Röll (1), Felsberg, Urbach (2), Jäschke (10), Hempel, Hohmann (1), Voigt (3), Fichtner (5), Wagner, Koch (1)

HBV Jena: Krause, Schabram; Lothspeich; Gottschalk (4), Kellermann (4/3), Kwail (2), Nowak (3), Stanek (3), C. Schreiber (4), Le (4), Huffziger (2), Rang

Zeitstrafen: ThSV Eisenach II 7 x 2 Min.
HBV Jena 1 x 2 Min., Rot für Le nach grobem Foulspiel (59.)

Siebenmeter: ThSV Eisenach II 3/2
HBV Jena 3/2

Schiedsrichter: Hauke/Lindig

Zuschauer: 65

Th. Levknecht

Th. Levknecht

Foto: Th. Levknecht

Th. Levknecht

Foto: Th. Levknecht

Lisa H.  | Quelle:

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