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Hart bedrängt setzt sich Eisenachs Kreisspieler Pascal Küstner durch | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung: Hart bedrängt setzt sich Eisenachs Kreisspieler Pascal Küstner durch
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Heimserie gerissen – Tabellenführung futsch

ThSV Eisenach II unterliegt der  der SG Suhl/Goldlauter 31:34 (16:19)

Am 18.10.2015 kassierte der ThSV Eisenach II mit einem 27:35 gegen die HSG Werratal die letzte Heimniederlage. Nach über zwei Jahren ist dieser Serie gerissen. In einem denkwürdigen Handballspiel kassierten die Schützlinge von Arne Kühr einen 31:34 (16:19)-Niederlage gegen die SG Suhl/Goldlauter, begleitet von „kreativer Regelauslegung“ der Referees Carsten Klich und Lutz Pfefferkorn. Mit dieser Niederlage musste der ThSV Eisenach II (nun 16:4 Punkte) die Tabellenführung an den HBV Jena abgeben (16:4) Zähler. Punktgleich mit dem ThSV Eisenach II belegt der VfB TM Mühlhausen den dritten Tabellenplatz.

Ex-Eisenacher Michael Frank mit 11 Treffern
Spieler Trainer und Funktionäre der SG Suhl/Goldlauter machten sich nach der Partie bestens gelaunt auf dem Weg zur Weihnachtsfeier.

Wir haben unser Leistungsvermögen fast optimal abgerufen, ausgenommen eine Schwächephase, in der die Partie hätte kippen können. Letztendlich haben wir uns das Glück erarbeitet, resümierte Daniel Hellwig, der Coach der Gäste.

Im Ex-Eisenacher Michael Frank hatte er den „Mann für die einfachen Tore“ (insgesamt 11 Treffer): Die mit körperlicher Präsenz wuchernden Südthüringer, mit 8 ausländischen Spielern im Kader, hatten in Daniel Szenteski ihren Kopf.

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach • Der Ex-Eisenacher Michael Frank, hier im Siebenmeterduell mit ThSV-Keeper John Martin, war mit 11 Treffern für die SG Suhl/Goldlauter erfolgreich.

ThSC-Coach Arne Kühr sauer auf „hobbymäßige Einstellung“
„Wir treten nicht als Team auf“, fand Sascha Kleint, der ehemalige Suhler und jetziger Kapitän des ThSV Eisenach II, kritische Worte. In die gleiche Kerbe schlug Trainer Arne Kühr.  Eine „hobbymäßige Einstellung“ einiger Spieler lag im schwer im Magen.

Alle aufgebotenen Spieler müssen brennen, müssen gallig sein. Nur wenige haben das umgesetzt, was wir erwarten, unterstrich Arne Kühr, der seinen Co-Trainer Benjamin Trautvetter verletzungsbedingt nicht aufbieten konnte.

Pascal Küstner zerriss sich regelrecht am Kreis. In den letzten beiden (verlorenen Spielen) kassierte der ThSV Eisenach II zusammen 69 Gegentore.

Wir erzielten selbst jeweils über 30 Tore; das muss eigentlich reichen, um zu gewinnen, konstatiere Arne Kühr.

Durch die fehlende Abwehrstabilität sahen auch die Torhüter nicht besonders gut aus. Mit jeweils 13 parierten Bällen ging das Torhüterduell am Samstag unentschieden aus.

Streckhardt-Treffer halten ThSV Eisenach II in Schlagweite
Nur beim 3:2, nach einer Lämmerhirt-Fackel (4.), lag der ThSV Eisenach II in Führung. In der Besetzung Tom Kreutzer auf Links- und Luca Baur auf Rechtsaußen, Christian Lämmerhirt, Qendrim Qalaj und Markus Collatz im Rückraum, Pascal Küstner am Kreis und Marius Noack im Tor kam der ThSV II nicht richtig in Fahrt.  Die Gäste nutzten die sich ihnen bietenden Torgelegenheit resolut zum 4:9 (Michael Frank, 12. Min.). Auch mit personellen Wechseln, Noah Streckhardt und Armend Alaj kamen im Rückraum, konnte die kantige 6:0-Abwehr der Gäste nicht entscheidend ausgehebelt werden.

Wir vermochten zudem die Anspiele zum Kreis nicht zu unterbinden. Die individuelle Klasse auf der Gegenseite kam zum Tragen, analysierte Arne Kühr.

Mit dem (erfolgreichen) Wurfrepertoire von Noah Streckhardt blieb der  ThSV Eisenach II auf Schlagdistanz (13:15, 26.).

Der Anschluss- oder Ausgleichstreffer fiel nicht
Mit vier Fehlern startete der ThSV Eisenach II in den zweiten Abschnitt. Und sah sich rasch mit 17:22 hinten (35.). Markus Collatz und Pascal Küstner waren die Initiatoren der Eisenacher Aufholjagd zum 20:22 (40.). Für die Gäste antwortete immer wieder Michael Frank, hielt seine Farben auf Kurs, zudem wusste Keeper Tizian Bittermann wichtige Bälle zu parieren. Mit der Einwechslung von Tim Voigt erhöhte sich die Schlagzahl auf Eisenacher Seite. Im Nachsetzen lochte er zum 23:24-Anschlußtreffer ein (47.). Kurz darauf schickten die Spielleiter Pascal Küstner zum zweiten Mal vom Parkett. Der ThSV Eisenach II blieb auf Tuchfühlung (26:28,51, 29:31, 55.), schaffte aber nicht mehr den Anschlusstreffer. Die Gäste tanzten auf dem Parkett der Werner-Aßmann-Halle.

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach • Auf Torhüter Lars Kremmer ( 2. v.l.) muss der ThSV Eisenach krankheitsbedingt länger verzichten. Er weilte am Samstag als Zuschauer in der Werner-Aßmann-Halle.

Statistik
ThSV Eisenach II: Noack, Martin; Küstner (4), Urbach, Lämmerhirt (4), Emmelmann, Kleint (1), Voigt (2), A. Alaj (2), Kreutzer, Collatz (9/5), Baur (2), Streckhardt (7)
SG Suhl/Goldlauter: Wetzl, Bittermann (1); Kamadoun (2), Pamer (2), Soos (3), Frank (12/6), R. Gerstenberg (1), M. Gerstenberg, Panic (3), Rivnyck (5), Galli (2), Triebel, Thieme, Szenteszki (3)
Zeitstrafen: ThSV Eisenach II 6 x 2 Min. – HSG Suhl/Goldlauter 5 x 2 Min.
Siebenmeter: ThSV Eisenach II 6/5 – SG Suhl Goldlauter 6/6
Schiedsrichter: Klich/Pfefferkorn
Zuschauer: 159

Andrea T. | | Quelle:

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