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 | Bildquelle: Fotostudio Gräbedünkel

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Bildquelle: Fotostudio Gräbedünkel

Ich will länger in der 1. Liga spielen, deshalb bin ich zum ThSV Eisenach gekommen!

Neuzugang Olafur Bjarki Ragnarsson besetzt die Schaltzentrale beim Aufsteiger

Am Samstag, 26.09.2015 erwartet der ThSV Eisenach in der DKB Handball-Bundesliga einen wahrscheinlich direkten Mitkonkurrenten um den Kassenerhalt, das Team von HBW Balingen-Weilstetten (Anwurf um 19.00 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle). Neuzugang Olafur Bjarki Ragnarsson, zu Wochenmitte von einer Grippe heimgesucht, daher nicht am Trainingsbetrieb teilnehmend, will am Samstag aber dabei sein. Er weiß, das ist für den THSV Eisenach ein ganz wichtiges Spiel!

Ich habe mit meinen Landsleuten Bjarki Elisson und Hannes Jon Jonsson gesprochen, sie haben mir ein Engagement beim ThSV Eisenach empfohlen,

beginnt Olafur Bjarki Ragnarsson seine Schilderung der Beweggründe für einen Wechsel in die Wartburgstadt. Er ist kein Lautsprechertyp, eher ein Mann der leisen Töne. Gegen den Rufnamen „Ole“ hat er nichts einzuwenden, wird er seit Jahren so gerufen. Olafur Bjarki Ragnarsson soll beim Aufsteiger die so wichtige Rolle des Spielgestalters übernehmen. Er wurde am 12. Juli 1988 in Islands Hauptstadt Reykavik geboren. Ab dem 5. Lebensjahr betrieb er Mannschaftssport, Fuß- und Handball.

Mit 11 Jahren habe ich mich dann ausschließlich für Handball entschieden,

berichtet Ole Ragnarsson. Bis zum Jahr 2012 spielte er bei HK Kopavogur, wurde isländischer Meister. In Island wurde der Neuzugang  des ThSV Eisenach in den Jahren 2011 und 2012 zum Spieler der Saison gewählt, nahm 2012 mit der Nationalmannschaft seiner Heimat an der Europameisterschaft in Serbien sowie an den Olympischen Spielen in London teil. Inzwischen stehen 35 Länderspiele auf seinem Konto. Zur Saison 2012/2013 wechselte der 1,86 Meter große Rückraumspieler nach Deutschland, in die 2. Handballbundesliga, zum TV Emsdetten, mit dem er 2013 in die 1.Liga aufstieg. Am Ende der Saison mussten der TV Emsdetten und der ThSV Eisenach das deutsche Handball-Oberhaus wieder verlassen. Seit dem 01.07.2015 trägt er das Trikot des ThSV Eisenach.

Wir sprachen mit Olafur Bjarki Ragnarsson:
Wie sind Sie zu Ihrer  Position im Rückraum Mitte gekommen?
Im Kinder- und Jugendalter habe ich fast alle Positionen gespielt, aber schon da vornehmlich auf Rückraum Mitte. Diese Position liegt mir.

Was bewog Sie im Jahr 2012 zu einem Wechsel nach Deutschland und speziell zum TV Emsdetten?
Der Handball spielt in Deutschland eine große Rolle. Die weltbesten Spieler sind Deutschland  anzutreffen. Ich wollte mich weiter entwickeln, mit dem Ziel 1. Handballbundesliga. Mein Spielerberater hat dann alles geregelt für einen Wechsel zum TV Emsdetten, einem aufstrebenden Zweitbundesligisten. Das war gut für mich. Mit dem TV Emsdetten spielte ich in der 1. Handballbundesliga; aber nur ein Jahr. Ich möchte länger in der 1. Handballbundesliga spielen und bin deshalb im Sommer zum ThSV Eisenach gekommen.

Vor zwei Jahren wollte der ThSV Eisenach Sie bereits verpflichten. Der Wechsel vom TV Emsdetten ins Thüringische kam aber nicht Zustande. Woran lag das seinerzeit?
Ich stand beim TV Emsdetten unter Vertrag, war zudem verletzt (Kreuzbandriss). Da wechselt man nicht!

Im Sommer dieses Jahres kam der Wechsel aber zustande…?
Mein Vertrag beim TV Emsdetten lief mit Ende der Saison 2014/2015 aus. Ich wollte mich verändern, ich wollte in die 1. Handballbundesliga. Ich habe mit meinen Landsleuten Bjarki Elisson und Hannes Jon Jonsson gesprochen, sie haben mir ein Engagement beim ThSV Eisenach empfohlen. Ich will länger in der 1. Liga spielen, deshalb bin ich zum ThSV Eisenach gekommen.

Sie kamen aus der Vorsaison verletzt zum ThSV Eisenach, konnten dadurch die Vorbereitung  nicht komplett mitmachen. Ein Handicap?
Es ist richtig, ich war wohl nur bei einem Testspiel dabei. Ich habe viel mit dem Physiotherapeuten gearbeitet, haben die Teilnahme am Mannschafstraining ganz dosiert erhöht. Inzwischen läuft es besser. Bei 100% Leistungsvermögen bin ich allerdings noch nicht. Ich werde weiter ganz hart arbeiten, damit meine Formkurve nach oben zeigt und der ThSV Eisenach als Mannschaft punktet.

Da sind wir beim Thema. Was muss im Spiel des ThSV Eisenach unbedingt verbessert werden?
Wir sind ein Underdog der Liga. Daran gibt es nichts zu deuteln. Wir müssen noch härter, noch intensiver wie andere Mannschaften arbeiten, um zu punkten, um so zu punkten, damit wir die Klasse halten. Dazu müssen wir in Abwehr und Angriff zulegen. Momentan wohl vor allem in der Abwehr, im Angriff haben wir uns schon etwas verbessert. Abwehrarbeit ist doppelt wichtig. Auch, um über Ballgewinne zu den sogenannten leichten Tore über den Gegenstoß zu kommen.

Sie haben in Eisenach eine Wohnung unterhalb des Burschenschaftsdenkmals bezogen, nicht weitab vom Stadtzentrum. Wie sind Sie zufrieden?
Eine Super-Wohngegend. Ich fühle mich da wohl. Etwas mehr Sonne könnte es schon sein. Das Zentrum ist fußläufig erreichbar. Die nahe Umgebung lädt regelrecht zu Fahrradfahrten ein. Das nutze ich.

Wie sieht es im Privatleben aus? Was macht die Liebe?
Meine noch in Island lebende Freundin kommt mich Mitte Oktober erstmals besuchen. Klar, darauf freue ich mich. Sie wohnte auch während meines Engagements beim TV Emsdetten in Island. Sie ist dort beruflich stark verwurzelt. Da will ein Wechsel schon genau überlegt sein. Sie kommt im Urlaub zu mir und ich hoffe, ihr Arbeitgeber ermöglicht auch die eine oder andere Freistellung, damit sie in Eisenach sein kann!

P. Gebhardt

Foto: P. Gebhardt

Andrea T. | | Quelle:

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