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Im Gespräch: Krisztian Szep-Kis ThSV Eisenach

Der ThSV Eisenach befindet sich im Stimmungshoch. Handball-Eisenach feierte am Samstag einen 33:27 (17:11)-Erfolg über den TV Hüttenberg, holte zuletzt 11:1 Punkte. Keinen unwesentlichen Anteil an dieser Erfolgsserie hat Routinier Krisztian Szep-Kis, der inmitten einer jungen Mannschaft noch einmal regelrecht aufblüht. Wie ein «junger Hirsch» spazierte er durch die Abwehr der Hessen, glänzte als Zuspieler, markierte aber auch selbst sechs Treffer und wurde von den über 1600 Zuschauern lautstark gefeiert.
Thomas Levknecht sprach mit dem 36-jährigen Linkshänder, im Sommer vorigen Jahres quasi reaktiviert und ins Zweitbundesligaaufgebot des ThSV Eisenach zurückgekehrt:

Der ThSV Eisenach hat einen fabelhaften Lauf, was 11:1 Punkte in Folge belegen. Was macht die aktuelle Stärke der Mannschaft aus?
Krisztian Szep-Kis: Mit Trainer Maik Handschke kam ein neues System, eine neue Qualität. Wir sind überzeugt von diesem System, setzten dieses immer besser auf dem Parkett um. Der Trainer erklärt jedem einzelnen konkret dessen Aufgaben. Wir üben das im Training. Unterläuft ein Fehler, erklärt es Maik Handschke noch einmal. Wichtig in dieser Philosophie, nicht der persönliche Torerfolg ist vordergründig, sondern das Miteinander, das Einbeziehen, das Bedienen des Nebenmannes. Darauf legt Maik Handschke ganz großen Wert. Wir versuchen, diese Philosophie mit Leben zu erfüllen. .

… und Krisztian Szep-Kis scheint seinen fünften Handballfrühling zu erleben?
Krisztian Szep-Kis: Ich fühle mich als gestandener Spieler ausgesprochen wohl in dieser Truppe. Wir sind eine echte Mannschaft. Das Betriebsklima ist bestens. Es macht einfach riesigen Spaß, in und mit dieser Mannschaft Handball zu spielen, mich mit meiner Erfahrung einzubringen. Kann ich trainieren, kann ich auch mein Leistungsvermögen abrufen. Auch, das bekenne ich, es im gereifteren Alter schon mal etwas schwerer fällt.

Wünschten Sie sich da nicht noch mal zehn Jahre jünger zu sein?
Krisztian Szep-Kis: Na klar, das wäre schon nicht übel, noch mal 26 zu sein. Aber ich fühle mich auch mit 36 ausgesprochen gut. Über 18 erfolgreiche Profi-Handballjahre liegen hinter mir. Das war eine tolle Zeit, die ich erleben durfte. Nun ist aber wohl der Punkt gekommen, den Staffelstab an die junge Generation zu übergeben.

Sie kommen aber mit dem «jungen Gemüse» an Ihrer Seite ganz gut zurecht?
Krisztian Szep-Kis: Ich bin eigentlich ein Typ, der mit jungen und älteren Spielern klar kommt. Ich habe kein Problem mit jungen Spielern, und ich glaube, unsere jungen Spieler haben auch kein Problem mit mir Alten.

Noch stehen vier Spieltage bis zum Saison-Halali aus. Was geht da noch für den ThSV Eisenach?
Krisztian Szep-Kis: Wir befinden uns in einer Erfolgsspur. Die Weiterfahrt auf diesem Weg ist jedoch kein Automatismus, kein Selbstläufer. Passt man nicht auf, findet man sich plötzlich auf einem holprigen Nebenpfad wieder. Erfolg muss jede Woche neu erarbeitet, neu erkämpft werden. Gelingt uns das als Team, als Mannschaft, können wir den derzeitigen einstelligen Tabellenplatz stabilisieren und vielleicht sogar noch ein wenig in der Tabelle nach oben klettern. Eine gute Platzierung zum Saisonende wäre sicherlich auch eine gute Grundlage für die Saison 09/10.

Ist am 23. Mai mit dem Auswärtsspiel des ThSV Eisenach beim HSC Coburg für «Szepi» wirklich Schluss mit dem Handball?
Krisztian Szep-Kis: Ja. Ich glaube schon. Ich werde im August 37, muss auf meine Gesundheit achten, in meinen Körper hineinhorchen. Ich wurde beispielsweise an beiden Knien operiert. Geistig bin ich freilich fit, doch der Körper meldet sich nach anstrengenden Trainingseinheiten, nach Punktspielen unüberhörbar, sagt Stopp. Deshalb wird Ende Mai Schluss sein.

Rainer Beichler |

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