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 | Bildquelle: © Fotostudio Gräbedünkel / ThSV Eisenach

Beschreibung:
Bildquelle: © Fotostudio Gräbedünkel / ThSV Eisenach

Kein Lautsprecher

Heimkehrer Sebastian Brand verkörpert eher den Torhüter der leiseren Töne

Sebastian Brand (Mitte Juli 1997 in Eisenach geboren) kam im Grundschulalter zum ThSV Eisenach. Sportliche Betätigung im Team, das war frühzeitig sein Ding.

Bei den Minis wurde ich auf Außen eingesetzt, in der D-Jugend wechselte ich ins Tor, erinnert sich der gerade das 19. Lebensjahr vollendende mit 1,97 Meter eine nahezu ideale Torwartgröße vorweisende Rückkehrer.

Heimkehrer mit 19 Jahren? Sebastian Brand spielte bis zur C-Jugend beim ThSV Eisenach, wurde in dieser Altersklasse unter Trainer Alexander Koke (heute Spielertrainer bei Drittligist Bayer Dormagen) Thüringenmeister. Im ersten B-Jugend-Jahr wechselte er ins Nachwuchs-Leistungszentrum der Füchse Berlin. Nun schloss er sich wieder seinem Heimatverein an, bildet mit Stanislaw Gorobtschuk und Jan-Steffen Redwitz des Torhüterteam des Zweitbundesligisten von der Wartburg, sieht sein aktuelles Haupteinsatzfeld in der Thüringenliga-Mannschaft. Seine Leistung hat nicht unerheblichen Anteil, dass der ThSV Eisenach II mit 4 Siegen in 4 Spielen in die Punktspielsaison gestartet ist, mit blütenweißer Bilanz in der Tabelle ganz oben steht.

„Bei einer Anfrage von den Füchsen Berlin sagt man Ja!“
Was bewog ihn als 14-Jähriger zum Wechsel zu den Füchsen Berlin?

Ich bin bei Auswahlkursen von Verantwortlichen der Füchse Berlin angesprochen worden. Da sagt man nicht Nein! Sportlich und schulisch hat unter den hervorragenden Voraussetzungen in Berlin alles gepasst. Untergebracht war ich in einem Allgemeinen Sportinternat, mit leistungsfördernder Betreuung und Reglement rund um die Uhr,  erklärt Sebastian Brand.

Um Handball und Schule unter einen Hut zu bekommen, wurde die Oberstufe (11./12. Klasse) auf drei Jahre gestreckt. Der Tagesablauf war genau geregelt. Von 7.45 bis 9.00 Uhr Training (3-mal in der Woche), anschließend ab 9.50 Uhr Schule. Inbegriffen waren zugleich 4 abendliche Trainingseinheiten. Internat, Schule, Trainingsstätte und die Mensa zur ganztägigen Versorgung mit Speisen und Getränken waren konzentriert im Sportforum. Das ist Nachwuchsförderung auf höchstem Niveau. Im Sommer 2016 hat Sebastian Brand sein Abitur abgelegt, allgemeiner Art sowie sportspezifischer Ausrichtung. Was bleibt bei Sebastian Brand aus den „Berliner Jahren“ haften?

Die Füchse Berlin sind ein bis in die Nachwuchs-Abteilung top organisierter Klub. Eine anstrengende, aber sehr gute Nachwuchsförderung, vermerkt der junge Keeper.

In den Nachwuchs-Reihen des Klubs um Macher Bob Hanning wurde er Deutscher Vizemeister und Schul-Weltmeister.

Die sportliche Perspektive sprach für den Heimatverein
Einer Anfrage vom ThSV Eisenach folgte ein Probetraining.

Die mögliche Rückkehr in meine Heimatstadt, zu meinem Heimatverein, hatte nicht unwesentlichen Anteil an meiner Entscheidung. Aus sportlicher Perspektive war der Wechsel zum ThSV Eisenach der richtige Schritt, ist sich Sebastian Brand sicher.

Als „junger Hirsch“ ist er, das weiß er auch, der Lernende im Torhüterteam. Er ist nicht der Lautsprecher-Typ, eher für die leisen Töne, geht nach gelungenen Paraden aber auch emotional aus sich heraus.

Über gute Leistungen möchte ich mich für Einsatzzeiten im Bundesligateam empfehlen. Mit 19 Lenzen habe ich jedoch Geduld, vermerkt Sebastian Brand.

Er soll Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln, sich im Spielbetrieb weiter entwickeln. Das sieht er als ausgesprochen positiv für sich. Neben den Trainingseinheiten im Zweitbundesliga-Team nimmt er dienstags und donnerstags am abendlichen Training der zweiten Mannschaft unter Coach Benjamin Riemann teil. Dieser gehörte schon vor Jahren als C-Jugend-Trainer zu den Förderern des Torhüters. Wieder das Trikot des ThSV Eisenach zu tragen, das erfüllt ihn mit Stolz. Im Kader, einer Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, fühlt er sich ausgesprochen wohl.

„Ich kann den Neuerungen im Regelwerk nicht viel abgewinnen.“
Das veränderte Regelwerk fordert den Torhüter beim Einsatz des siebenten Feldspielers zu Sprinteinlagen.

Dieses neue taktische Mittel haben wir auch im Training der 2. Mannschaft schon behandelt. Es stellt auch die Schiedsrichter sowie Zeitnehmer und Sekretär vor erhöhte Anforderungen. Ich kann den Neuerungen nicht viel abgewinnen, schildert Sebastian Brand seine Sicht.

Seine Konzentration gilt freilich voll dem ThSV Eisenach, als Torhüter im Trainings- und Wettkampfbetrieb sowie als FSJler auf vielen Vereinsebenen. Ein Eisenacher ist zurück! Davon profitieren der ThSV Eisenach – und Sebastian Brand.

Andrea T. | | Quelle:

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