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 | Bildquelle: Th. Levknecht

Beschreibung:
Bildquelle: Th. Levknecht

Freudige Gesichter unter der Wartburg

ThSV Eisenach trägt nach Bau einer Zusatztribüne seine Erstliga-Heimspiele in der Werner-Aßmann-Halle aus / Oberbürgermeisterin Katja Wolf und ThSV-Präsident Gero Schäfer zeigen sich erleichtert

Im Eisenacher Sportzentrum Katzenaue lachte die Sonne. Gut gelaunte Gesichter gab es auch bei Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf, dem Präsidenten des ThSV Eisenach Gero Schäfer, seinem Vize Jörn Riedenklau  und ThSV-Manager Karsten Wöhler in der zum Sportkomplex gehörenden Werner-Aßmann-Halle.  Die Stadt Eisenach, als Eigentümer der Werner-Aßmann-Halle,  und der ThSV Eisenach präsentierten eine Übergangslösung, damit der Handball-Erstbundesligaaufsteiger in der kommenden Saison seine Heimspiele in der Werner-Aßmann-Halle austragen kann. Nach der Entscheidung des Schiedsgerichts der Handball-Bundesliga e.V., in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle im derzeitigen Zustand keine Erstbundesligaspiele zuzulassen, wurde intensiv an einer Lösung gearbeitet – und diese auch gefunden. An der zweiten Längsseite wird, in Abstimmung mit den Verantwortlichen der HBL, eine sieben Reihen umfassende Zuschauertribüne für 255 Personen errichtet. Diese wird im Bereich der jetzigen Gymnastikhalle entstehen.

Den  dort ihrer sportlichen Betätigung nachgehenden Sportler (Tischtennis, Gymnastik, Turnen), haben wir andere Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten angeboten,

betonte Katja Wolf. Ein Miteinander aller Sportvereine sei ihr ganz wichtig. ThSV-Präsident Gero Schäfer erläuterte das Prozedere, mit der Einbindung des ortsansässigen Architekturbüros Backofen/Seidenzahl bis zum „grünen Licht“ durch die HBL-Verantwortlichen. Es werde keine „Lex ThSV“ geben, betonten Katja Wolf und der städtische Bauamtsleiter Arno Minas. Alle gesetzlichen Vorgaben würden strikt eingehalten. Er verwies auf „Außenfluchttreppen und eine entsprechende Brandschutzanlage“. Erste Arbeiten könnten Ende dieser Woche beginnen. Die Zeit drängt. Zum Saisonauftakt in der Eliteliga empfängt der ThSV Eisenach am 22.08.2015 den TuS Nettelstedt-Lübbecke.

Die vollständigen Kosten, in nicht unerheblicher Größenordnung,  muss der ThSV Eisenach übernehmen. Auf diesen Fakt wies auch die Eisenacher Oberbürgermeisterin hin. Die Stadtkasse ist völlig leer.

ThSV-Manager Karsten Wöhler hofft nun auf einen Dauerkarten-Run

Heimspiele in Eisenach sind für uns existenziell wichtig, sportlich und finanziell,

betonte ThSV-Manager Karsten Wöhler. „Auswärtige Heimspiele“ hätten Einnahmeverluste und erhöhte Ausgaben bedeutet. Die Baumaßnahmen für die Zusatztribüne bedeuten für den ThSV Eisenach allerdings auch zusätzliche Ausgaben.

Wir hoffen, Sponsoren und Fans honorieren und schätzen diese Lösung. Wir haben Erstligahandball in der Region. Ich hoffe auf einen Rekord an Dauerkarten,

erklärte Karsten Wöhler. Der ThSV Eisenach bietet aktuell Sonderrabatte an. Der genaue Heimspielplan steht nach der HBL-Mitgliederversammlung am Wochenende fest, wird Anfang der nächsten Woche bekanntgegeben.

Im Statement aus dem Eisenacher Rathaus heißt es:
 „Mit großer Freude vernehme ich, dass der ThSV die kommende Saison doch noch zu Hause spielen kann. Stadt und Verein haben gemeinsam für eine gute Lösung gekämpft. Das ist jetzt von Erfolg gekrönt“, erklärt die Eisenacher Oberbürgermeisterin Katja Wolf. Die Ausnahmegenehmigung für die Saison 2015/2016 wird unter der Voraussetzung erteilt, dass weitere Plätze auch auf der zweiten Längsseite des Spielfeldes entstehen. Die Werner-Aßmann-Halle in Eisenach verfügt nur auf einer Längsseite über entsprechende Fanplätze. Durch Baumaßnahmen könnten für eine Übergangszeit zwei nicht tragende Wände in der Halle durchgebrochen werden, in der weitere Zuschauer einen Platz finden können. „Die Kosten für die Baumaßnahmen trägt vollständig der ThsV“, betont die Oberbürgermeisterin. Infolge der Umbauten werde jedoch der Gymnastikraum nicht mehr für die Sportvereine zur Verfügung stehen. Allen Vereinen werde kurzfristig ein Ausweichquartier angeboten. Der Umzug der Sportvereine wäre jedoch spätestens im Frühjahr 2016 wegen des großen Umbaus der Halle ohnehin erforderlich geworden.

Vorrunde Sparkassencup wahrscheinlich nicht in Eisenach
Aufgrund der Baumaßnahmen an der Zusatztribüne wird die Vorrundengruppe 2 des diesjährigen Sparkassencups im Handball vom 29. bis 31.07.2015 wahrscheinlich nicht in Eisenach stattfinden. Als mögliche Alternative ist Bad Salzungen, die Kreisstadt des Wartburgkreises, im Gespräch. Die dortige Werner-Seelenbinder-Halle bietet beste Voraussetzungen. Doch das entscheiden die Veranstalter der 19. Auflage dieses Handball-Events in Hessen und Thüringen.

1. DHB-Pokal-Hauptrunde findet in Eisenach statt
Der neu strukturierte DHB-Pokal startet mit 64 Mannschaften in 16 bundesweiten Final-Four-Turnieren am 15./16.August 2015.  Als einer der Ausrichter wurde der ThSV Eisenach ausgelost.  Die Pokalbegegnungen werden aller Voraussicht nach – trotz der Umbaumaßnahmen für eine zusätzliche provisorische Tribüne –  in der Werner-Aßmann-Halle stattfinden. Hier treffen   in der 1. DHB-Pokal-Hauptrunde  der hessische Erstligist MT Melsungen, Zweitbundesliga-Absteiger TV Großwallstadt, Drittligist Turn- und Sängerbund (TSB) Heilbronn-Horkheim (auf Platz 6 die vergangene Drittligasaison abgeschlossen) und der ThSV Eisenach aufeinander. Am Samstag, 15.08.2015 stehen sich zunächst der TSB Heilbronn-Horkheim und der TV Großwallstadt sowie – wahrscheinlich in einem vorweggenommen Endspiel dieser Vorrundengruppe der ThSV Eisenach und MT Melsungen gegenüber. Die Sieger aus beiden Partien ermitteln dann am Sonntag jenes Team, das in die 2. DHB-Pokal-Hauptrunde einzieht. Bereits vor dem Punktspielstart ein Handball-Schmankerl für die Handballfans!

Foto: Nicolai Hansen, der sich hier am Kreis behauptet, kann mit seinen Teamkollegen des ThSV Eisenach auf das heimische Flair in der DKB Handball-Bunjdesliga bauen

Andrea T. | | Quelle:

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  • Isenächer

    Eine gute Nachricht für Eisenach und den ThSV. Daneben die weitere gute Nachricht: Das Abenteuer Profiliga inkl. Hallenbau wird richtigerweise nicht aus dem klammen Stadtsäckel, welches vor allem durch Gebühren, Entgelte und Steuern der Eisenacher gespeist wird, finanziert. Also Glückwunsch, alles richtig gemacht.

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