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 | Bildquelle: ThSV Eisenach

Beschreibung:
Bildquelle: ThSV Eisenach

Nachgefragt bei Karsten Wöhler – Geschäftsführer und Sportlicher Leiter der Marketing GmbH des ThSV Eisenach.

Junge Mannschaft soll Chance resolut beim Schopfe packen
In vier Wochen startet der ThSV Eisenach – mit einem gegenüber der Vorsaison völlig umgekrempelten Team –  als Wiederaufsteiger in die Punktspielsaison der DKB Handball-Bundesliga. Trainer Velimir Petkovic steht mit seinen Schützlingen in der Saisonvorbereitung, er muss binnen kurzer Zeit ein homogenes erfolgreiches Team formen. Für den Trainer-Haudegen vielleicht die schwerste Aufgabe seiner Kariere. Anlässlich des 60-jährigen Vereinsjubiläums des HV Ilmenau trifft der ThSV Eisenach am Samstag, 25.07.2015 um 19.00 Uhr in der Ilm-Halle in Ilmenau (Richard-Bock-Straße 10)  in einem Testspiel auf Drittligist HSC Bad Neustadt. (Vorspiel um 16.00 Uhr: HV Ilmenau – HSC Bad Neustadt II). Der Eintrittspreis beträgt 10,00 € (Erwachsene) und 5,00 € (Kinder). Als Teil der Vorbereitung gehört der ThSV Eisenach vom 29.07. bis 02.08.2015 zum Teilnehmerfeld des diesjährigen Sparkassencups im Handball in Hessen und Thüringen. Die Vorrunden-Gruppe 2, mit dem EHV Aue, dem HSC Coburg, Lok Chelyabinsk und dem ThSV Eisenach, trägt ihre Begegnungen vom Mittwoch, 29. bis Freitag, 30.07.2015 in der Hörselberghalle in Wutha-Farnroda (Wartburgkreis) aus. Anwurf an allen drei Tagen ist jeweils um 18.00 und um 20.00 Uhr. Gemeinsam mit Karsten Wöhler, dem Geschäftsführer und Sportlichen Leiter der Marketing GmbH des ThSV Eisenach, warfen wir schon einmal einen Blick in Richtung der gewaltigen Aufgabe  im deutschen Handballoberhaus:

 

Die Zielstellung für jeden Aufsteiger heißt zumeist Klassenerhalt. Auch für den ThSV Eisenach?

Natürlich. Für jeden Aufsteiger kann das Ziel nur Klassenerhalt lauten; sind die Aufsteiger – wie die letzten Jahre – fast ausnahmslos wieder abgestiegen. Wir stehen vor einer gewaltigen Herausforderung!

 

Mit einer eingespielten Mannschaft ist der ThSV Eisenach nach dem Aufstieg 2013 sofort wieder abgestiegen. Mit einer nach der Aufstiegssaison 2014/2015 personell umgekrempelten Mannschaft soll es nicht bei einem einjährigen Intermezzo bleiben. Was macht Sie zuversichtlich?

Wir haben im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten gute Spieler verpflichtet, die jetzt zu einem Team zuwachsen müssen. Spieler wie Bjarki Elisson, Dener Jaanimaa oder auch Rene Villadsen hätten wir gern behalten, doch wenn Top-Vereine, wie die Füchse Berlin, der HSV Handball oder auch die MT Melsungen rufen, können wir nicht mithalten. Langjährige Leistungsträger stehen nicht mehr im Aufgebot, weil eine neue Spielphilosophie personelle Änderungen erfordert. Zudem haben wir unseren Kader verjüngt. Eine junge Mannschaft hat die Chance, sich zu entwickeln. Ein junges Team mit neuen Impulsen wird eine Einheit werden. Dirk Holzner, Jan Redwitz, Azat Valullin, Tomas Urban, Bogdan Criciotoui und auch Marcel Schliedermann sind noch junge Spieler. Gemeinsam werden wir alles geben, das Bestmögliche zu erreichen. Am Ende der Saison wird abgerechnet.

 

Wen sehen Sie voraussichtlich als die Leistungsträger?

Wir haben einen ausgeglichenen Kader mit gesundem Konkurrenzkampf. Die Trainingsleistung und die Tagesform entscheiden, wer in der Startformation steht. Natürlich bauen wir auf unsere Torhüter Jan Steffen Redwitz und Svetislav Verkic. Mit seiner Routine und Erfahrung im Europapokal soll uns Svetislav Verkic besonders helfen. Ein Rückschlag, die Verletzung von Linkshänder Patrik Hruscak, der drei Monate pausieren muss.

 

Die Möglichkeit von „echten Heimspielen“ durch den Einbau einer provisorischen Zusatztribüne koste Ihnen 140.000 €. Wie verdauen Sie das?

Unser gesamter Verein, das gesamte Umfeld, Sponsoren und Fans sind über diese von der HBL akzeptierte Lösung erleichtert. Über drei Säulen versuchen wir die zusätzlichen Kosten zu kompensieren. Wir werden den Einzelticketpreis in allen Preis-Kategorien um 1,00 € erhöhen. Statt 3 Topspielen werden wir 8 Topspiele mit einem weiteren Aufschlag von 2,00 € für jede Kategorie ansetzen. Das betrifft neben den Derbys gegen Melsungen, Magdeburg, Füchse Berlin und Leipzig sowie die Begegnungen gegen die drei Topteams THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt und die Rhein-Neckar-Löwen auch das „Weihnachtsspiel“ gegen den Bergischen HC. Ich denke, das werden unsere Fans akzeptieren, müssen sie doch durch diese Lösung nicht 1 ½ Stunden zu einem Heimspiel in ein anderes Bundesland fahren. Wir haben den Erstligahandball in die Region zurückgeholt. Wir setzen auf zusätzliches Sponsoring bestehender Partner, hoffen den einen oder anderen neuen Partner aus unserer Region neu zugewinnen!

 

Wie wertvoll ist die Atmosphäre der Werner-Aßmann-Halle?

Mit der Kapazität von nunmehr fast 3.300 Zuschauern wird jedes Heimspiel ein Handballfest. Nach den 60 Handball-Minuten laden wir zu den beliebten After-Game-Partys, einem Mix aus Musik und Information – ins Foyer ein. Wir freuen uns auf die erste Liga. Mit unseren Fans als 8. Mann, unserer ganz besonderen Heimspielatmosphäre, wollen wir gegen sehr starke Kontrahenten mithalten, die eine oder andere Überraschung schaffen.

Gespräch: Th. Levknecht

 

Steffen E. | | Quelle:

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