Eisenach Online

Werbung
Kreisspieler Justin Mürköster lief noch bis zum Sommer für den TuSEM auf | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung: Kreisspieler Justin Mürköster lief noch bis zum Sommer für den TuSEM auf
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

„Nachlegen“ im Ruhrpott?

ThSV Eisenach gastiert beim im Leistungs- und Stimmungshoch befindlichen TuSEM Essen/ Wartburgstädter haben alles an Deck

Sie hatten es schon fast vergessen, wie sich ein Heimsieg anfühlt.

Für unsere im Sommer neu hinzugekommenen Mitspieler war ein Sieg in der heimischen Werner-Aßmann-Halle ein völlig neues Gefühl, beschreibt Marcel Schliedermann, der kampfstarke Rückraumspieler des ThSV Eisenach, die Gefühlswelt nach dem 29:22-Erfolg über den VfL Eintracht Hagen.

Im 7. Anlauf wurde der Bann gebrochen.

Zweifellos ein ganz wichtige Spiel, doch weitere ganz wichtige folgen, hatte Eisenachs Trainer Christoph Jauernik schon im Vorfeld erklärt.

Die Lage beim Traditionsverein ist nach wie vor prekär. Mit nur 6 Punkten belegt der ThSV Eisenach einen Abstiegsplatz; fernab von der Zielstellung eines Platzes unter den ersten Sechs. „Nachlegen“ will der ThSV Eisenach nach dem ersten Heimsieg der Saison. Am Freitag, 25.11.2017 ist der im Stimmungs- und Leistungshoch befindliche TUSEM Essen um 19.30 Uhr in der Halle „Am Hallo“ Gastgeber. Der TuSEM belegt Tabellenplatz 12, mit der doppelten Anzahl an Pluszählern als der ThSV Eisenach.

Foto: © Fotostudio Gräbedünkel / ThSV Eisenach • Marcel Schliedermann will seine arteigenen Qualitäten auch am Freitagabend einsetzen.

Ex-Nationalspieler Michael Hegemann ist zurück auf dem Parkett
TuSEM Essen will den 5. Sieg in Serie einfahren.  Das Comeback des 40-jährigen ehemaligen Nationalspielers Michael Hegemann hat zu diesem Höhenflug nicht unmaßgeblich beigetragen.

Er verleiht insbesondere der Abwehr eine hohe Stabilität, so Eisenachs Trainer Christoph Jauernik, um 7 Jahre jünger wie Michael Hegemann.

Im Ruhrpott ist der Herbst mit all seinen Fassaden eingezogen. Doch vom miesen Wetter lässt sich der TUSEM aktuell nicht die Laune verderben, denn nach vier Siegen in Folge scheint über der Mannschaft von der Margarethenhöhe gefühlt die Sonne. Im Entspannungsmodus ist das Team um Kapitän Jonas Ellwanger allerdings noch lange nicht:

Bis zur Winterpause stehen uns noch sechs harte Spiele bevor. Dabei müssen wir in jeder Partie an unser Limit gehen, um weiter erfolgreich zu sein. Die Siegesserie tut uns allen gut und wir sind heiß, den Lauf noch möglichst lange auszubauen, zeigt sich Jonas Ellwanger weiterhin voll fokussiert auf die bevorstehenden Aufgaben.

Neben Christoph Reißky (Wadenbeinbruch) und Luca Witzke (Bänderanriss im Sprunggelenk) muss der TUSEM gegen Eisenach auch auf Carsten Ridder verzichten. Der Rückraumspieler kugelte sich in der Schlussphase gegen EHV Aue den Zeigefinder aus. Bei den Untersuchungen wurde glücklicherweise weder ein Bruch noch eine Bänderverletzung festgestellt. Sicherheitshalber muss Carsten aber mindestens eine Woche pausieren.

Matthias Gerlich und Justin Mürköster trugen das TuSEM-Trikot                                                                    
Der Gast aus der Wartburgstadt soll nicht unterschätzt werden, sei seine Qualität weitaus höher als der Tabellenplatz, ist aus dem TuSEM-Lager zu vernehmen. Für zwei Eisenacher ist der Freitagabend die Rückkehr an eine einstige Wirkungsstätte. Rückraumspieler Matthias Gerlich trug von 2009 bis 2011 das Trikot vom TuSEM. Kreisläufer Justin Mürköster lief noch bis zum Sommer für die Handballer des Turn- und Sportvereines Essen- Margarethenhöhe auf. In drei Jahren schaffte er hier den Sprung vom Jugend- zum Zweitbundesligaspieler.

Foto: © Fotostudio Gräbedünkel / ThSV Eisenach • Eisenachs Rückraumspieler Matthias Gerlich trug in jungen Jahren das TuSEM-Trikot.

„Wir haben auch in Essen eine Chance, um zu gewinnen.“

In den Spielen bis zum Jahreswechsel ist für uns immer was drin, gibt sich Eisenachs Spielgestalter Marcel Schliedermann optimistisch. Wir sind nicht Außenseiter, aber auch nicht Favorit, fügt der 27-Jährige hinzu, der nach einem schweren Autounfall im Januar dieses Jahres und langer Handballpause immer mehr zu alter Stärke zurückfindet. Auch in Essen haben wir eine Chance, um zu gewinnen, fügt er hinzu.

Vermeiden wollen die Eisenacher möglichst eine verkorkste Startphase, wie in den letzten drei Spielen (0:6, 3:8, 2:7). Im modernen Handball seien solche Phasen aber nichts Ungewöhnliches, die schnell verändert, schnell korrigiert würden. Argumentiert Christoph Jauernik.

Wir müssen an unsere Angriffseffektivität vom Heimsieg anknüpfen, möglichst noch verbessern, befindet Marcel Schliedermann. Unsere Abwehrstabilität müssen wir konservieren, fügt Christoph Jauernik hinzu.

Beim Heimsieg über Eintracht Hagen besetzte er die Torwartposition mit Jan-Steffen Redwitz und Sebastian Brand, die beide überzeugten. Denkbar, dass am Freitagabend aus dem Torwartduo ein Trio wird, sich auch Stanislaw Gorobtschuk hinzugesellt. Auf dem Spielprotokoll ist Platz für 16 Namen. Das Eisenacher Trainerteam Christoph Jauernik/Arne Kühr kann personell aus dem Vollen schöpfen. Alle Spieler sind an Deck. Ob ihnen das „Nachlegen“ gelingt, der Freitagabend wird es zeigen.

Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich, auch für kurz entschlossene Handballfans aus Thüringen.

Andrea T. | | Quelle:

Werbung

Die Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft und sofern sie unseren Richtlinien entsprechen, freigegeben.

Top