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 | Bildquelle: Yury Zap - Fotolia.com

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Neuer Radweg zwischen Eisenach und Stockhausen

Der ADFC Wartburgkreis freut sich über den neuen Radweg nach Stockhausen. Schon jetzt – vor der offiziellen Eröffnung am 19.11.2016 – wird die Strecke rege von Radfahrern und Fußgängern genutzt. Der ADFC kritisiert jedoch die Streckenführung in besonders aus östlicher Richtung kommend, in der Ortslage Stockhausen. Weil hier die Radfahrer am Anfang des Radweges zwischen “Zum Leimberg” und “Am Schinderrasen” die stark befahrene B84 in kurzem Abstand zwei Mal überqueren müssen. Die Stelle ist außerdem vollkommen unübersichtlich.

Die Verkehrsführung erstaunt uns umso mehr, als in der AG Radverkehr, einem regelmäßigen Treffen zwischen dem ADFC Wartburgkreis und der Stadtverwaltung, bei jedem Thema das „zehnjährige Kind“ als Maßstab dafür angeführt wird, was möglich ist. Nach unserer Einschätzung ist ein zehnjähriges Kind an dieser Stelle sehr gefährdet – zumal die PKW dort auch eine Geschwindigkeit von mindestens 50 km/h fahren. Hier sehen wir dringenden Verbesserungsbedarf. Der ADFC Wartburgkreis will erreichen, dass der linke, südöstliche Gehweg an dieser Stelle erweitert wird und die Radfahrer (in beiden Richtungen) auf dem Gehweg fahren können.

Zur Eröffnung wird der ADFC Wartburgkreis drei Routen vorstellen, die durch den Radweg nach Stockhausen erst möglich wurden.

Andrea T. | | Quelle:

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  • HUKL

    Meine besondere Achtung gilt den fleißigen
    Mitwirkenden am schon sehr (kosten-) aufwendigen Bau dieses Weges!
    Mich stört allerdings der ständige Vergleich zum „10 – jährigen
    unbegleiteten Kind“ an den beiden Gefahrenstellen der
    Zwangsüberquerung der B 84!

    Unsere Behörden hätten vielleicht
    genau in diesem gefährlichen Bereich, wo u.a. auch eine 85 –
    jährige Oma mit ihrem Ur-Urenkel im Kinderwagen unterwegs sein
    könnte, anstelle der geschickt und versteckt in der Ortsmitte
    installierten Messsäule nach festgestellter
    Geschwindigkeitsübertretung als hervorragende Einnahmequelle,

    ein Achtungszeichen setzen müssen!

    Wie es aber in der Praxis leider häufig
    so ist, werden die übersehenen Fehler bei der Planung vermutlich
    erst dann korrigiert, wenn es hier zu „unerwarteten Ereignissen“
    gekommen ist……..

    • Stadtbewohner

      Unbegleitete zehnjährige? Was für ein theoretischer Ansatz ist das denn? Das ist Verletzung der Aufsichtspflicht durch die Erziehungsberechtigten und dürfte dementsprechend eigentlich gar nicht vorkommen.

      • Jakuff

        Kinder werden älter. Und irgendwann müssen sie auf eigenen Beinen stehen, in diesem Fall „auf eigenen Rädern“. Schon 7 bis 8jährige Kinder haben entscheidende Entwicklungsschritte gemacht, die sie zum Fahrradfahren auch außerhalb von Muttis Garten befähigen. Die StVO geht davon aus, dass Kinder bis zum 8. Lebensjahr die Teilnahme am Straßenverkehr gewissermaßen „üben“, indem sie auf dem Gehweg fahren, statt auf der Straße. Bis zum 10. LJ dann dürfen sie noch weiterhin auf dem Gehweg radeln. In vielen Schulen machen die Kinder in der dritten Klasse eine „Fahrradprüfung“. In diesem Alter fahren schon einige Kinder mit dem Rad zur Schule. Das ist übrigens nicht zwingend gefährlicher, als wenn Mutti sie morgens mit dem Auto zur Schule fährt, geschehen doch auch auf diesem „Schulweg“ häufig Unfälle, bei denen die Kinder verletzt werden, wenn Mutti vielleicht zu viel Gas gibt und das Kind nicht auf dem Kindersitz sitzt, wenn’s kracht. Man kann also nicht generell sagen, dass es eine „Aufsichtspflichtverletzung“ sei, wenn Erziehungsberechtigte ihr 10jähriges Kind allein mit dem Fahrrad auf die Straße lassen. Vielmehr sollten Eltern mit ihrem Kind die Teilnahme am Straßenverkehr ausgiebig und sorgfältig üben, auf die lauernden Gefahren aufmerksam machen und – Vorbild sein. Ok, viele fahren selbst ohne Helm, kreuz und quer auf dem Gehweg und die Einbahnstraßen in falscher Richtung, nicht gut. Aber jedenfalls muss irgendwann jedes Kind mal allein durch das Verkehrschaos. Und dazu muss man irgendwan mal anfangen. Freilich lauern überall Gefahren. Vor allem für Kinder. Und da ist es schon sehr schade, wenn beim Bau eines neuen (!) Radwegs nicht die üblichen Standards eingehalten werden, auf die der ADFC hier verweist. Ok, wir haben so viele Ecken, die nicht optimal sind, aber eben mal sind wie sie sind, bis man sie vielleicht mal irgendwann umbaut. Aber bei einem Neubau ist es schon überhaupt nicht verständlich, dass man es wenigstens dann nicht besser macht. Tadel.

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