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Neuzugang Dener Jaanimaa mit Torjägerqualitäten

Die Neuauflage eines Handballklassikers! In einem vom SV Einheit Bad Salzungen bestens organisierten Testspiel in der Kreisstadt des Wartburgkreises bezwang Erstbundesligaaufsteiger ThSV Eisenach den langjährigen Punktspielrivalen EHV Aue klar mit 30:16 (16:9). Bei tropischen Temperaturen hatten beide Teams nicht ihren kompletten Kader zur Stelle, boten den 420 beifallsfreudigen Zuschauern dennoch überaus ansehnliche Handballkost.

Bei den Wartburgstädtern pausierten die leicht angeschlagenen Aivis Jurdzs (Rückenprobleme) und Duje Miljak (Oberschenkelprobleme) sowie der erkrankte Nick Heinemann. Deren Einsatz beim am Mittwoch beginnenden Handball-Sparkassencup ist aber nicht gefährdet. Kapitän Benjamin Trautvetter, bei dem ein Ermüdungsbruch im rechten Mittelfuß ohne Operation, auf konservative Weise behoben werden soll, nahm zur Unterstützung mit auf der Bank Platz.
Beim EHV Aue fehlten die Rückraumspieler Janar Mägi und Ladislaw Brykner. Dabei waren Arni Sigtryggsson, der von der TSG Friesenheim gekommene Bruder von Coach Runar Sigtryggsson sowie Dadi Runarrsson, der 17-jährige Filius des EHV-Trainers.

Die Unparteiischen Luther/Jäger waren der Begegnung zwei umsichtige Leiter.

«Eine Steigerung gegenüber dem Testspiel in Bad Blankenburg», bilanzierte Eisenachs Trainer Adalsteinn Eyjolfsson. Er strich die gute Quote bei den Torwürfen aus dem 9-Meter-Bereich heraus. Neuzugang Dener Jaanimaa zeigte gegen seine alten Teamkollegen, er wechselte erst kürzlich vom EHV Aue zum ThSV Eisenach, wie er in der Vorsaison 199 Treffer markierte. Kreatives Angriffsspiel zur Kreismitte, wo sich Nicolai Hansen wuchtig behauptete, gehörte ebenso zu den positiven Erkenntnissen.

Das Konterspiel über die zweite Welle stufte Adalsteinn Eyjolfsson als verbesserungswürdig ein. Trotz der geringen Zahl von Gegentoren, gefiel ihm die «Unruhe in der Deckung auf den Halbpositionen» nicht. Insgesamt stufte der Eisenacher Trainer die Partie als «Schritt in die richtige Richtung» ein. Runar Sigtryggsson, der Coach des EHV Aue, hatte einen «Klassenunterschied» ausgemacht. Bei der Beurteilung müsse allerdings ins Kalkül gezogen werden, dass sein Team erst seit Wochenbeginn im Trainingsbetrieb stehe. Da habe der ThSV Eisenach Vorlauf.

«Trotz des klaren Rückstandes hat meine Mannschaft nicht aufgegeben, war bis zuletzt um eine Resultatverbesserung bemüht», konstatierte Runar Sigtryggsson, der im gleichen Atemzug nicht verhehlte, «auf uns wartet noch ganz viel Arbeit». Der EHV Aue muss schließlich den Weggang seines Toptorjägers kompensieren Nicht mehr im Kader stehen ebenso die Ex-Eisenacher Timo Meinl (Elbflorenz Dresden) und Zbynek Vesely (HC Einheit Plauen). Im Tor kann der EHV Aue auf Routinier Radek Musil bauen, der erst kürzlich mit dem ThSV Eisenach in die 1. Handballbundesliga aufstieg. Der 39-jährige Keeper musste schon beim Eintreffen vor der Werner-Seelenbinder-Halle in Bad Salzungen viele Hände schütteln.

Bjaki Elisson trifft zum 13:7
Für Raunen auf den Zuschauerplätzen sorgte am Beginn Dener Jaanimaa. Aus dem rechten Rückraum zog der knapp 24-jährige Blondschopf scharf und platziert ab, versenkte mit seinem fünften Treffer zum 6:3 (11.). Aufgrund der Sauna-Temperaturen achteten beide Trainer auf dosierte Einsätze in ihren Reihen. Beim ThSV Eisenach übernahm zuerst Hannes Jonsson, später Tomas Sklenak die Rolle des Spielgestalters. Girts Lilienfelds nutzte eine Steilvorlage zum 10:6 (16.). Nach einer Viertelstunde gab Eisenachs vierter Neuzugang Bjarki Elisson seinen Einstand. Der 23-jährige Linksaußen traf mit seinem ersten Treffer für seinen neuen Verein zum 13:7 (20.). Beim EHV Aue mühte sich Eric Meinhardt um Struktur. Manches gelang, manches nicht. Forcierten die Eisenacher das Tempo, waren die Erzgebirgler überfordert. Tomas Sklenak, auch im linken Rückraum aufgeboten, erhöhte auf 14:8 (23.). Der in der Schlussphase beider Halbzeiten ins Eisenacher Gehäuse eingewechselte 20-jährige Christian Trabert wusste zu gefallen, empfahl sich für weitere Einsätze.

Keeper Rene Villadsen als Vorlagengeber
Kreativer Handball hieß auch im zweiten Abschnitt das Motto beim ThSV Eisenach. Hannes Jon Jonsson kommunizierte viel mit seinen Mitspielern, dirigierte und netzte insgesamt selbst sechs Bälle ein. Torhüter Rene Villadsen bediente mit Steilvorlagen den sprintenden Adrian Wöhler, der sich nicht abschütteln ließ und im Doppelpack zum 20:10 (40.) vollendete. Sehenswert die Ballstafetten zur Kreismitte. Wuchtig versenkte Nicolai Hansen die Zuspiele, wie zum 22:11 (43.) auf Vorlage von Daniel Luther. Vom rechten Rückraum passte Dener Jaanimaa das Leder zum Linksaußen lauernden Bjarki Elisson, der Radek Musil im Kasten des EHV Aue keine Chance ließ (24:11, 46.). Tomas Sklenak legte für den auf das Parkett zurückgekehrten Dener Jaanimaa auf, der zum 27:13 (49.) vollendete. Beim ThSV Eisenach besetzte inzwischen Tom Winner die Rechtsaußenposition, blieb «Abwehrspezialist» Branimir Koloper auch bei Ballbesitz auf dem Spielfeld, versenkte im Nachsetzen von der Kreismitte zum 28:14 (51.). Beim EHV Aue mühten sich vornehmlich Arni Sigtryggsson und Eric Meinhardt; insgesamt zu wenig, um den ThSV Eisenach – neben den tropischen Temperaturen – ins Schwitzen zu bringen. Hannes Jon Jonsson. Mit für ihn typischen Schlagwurf – und Branimir Koloper von der Kreismitte trafen zum 30:16-Schlußresultat, das bereits in der 55. Minute feststand.
Beide Teams wurden mit reichlich Beifall verabschiedet. Der ThSV Eisenach hatte beste Werbung in eigener Sache gemacht.

ThSV Eisenach ab Mittwoch in heimischer Halle beim Sparkassencup
Im Rahmen der Saisonvorbereitung gehört der ThSV Eisenach zum in dieser Woche stattfindenden Handball-Sparkassencup in Hessen und Thüringen. Die Eisenacher treffen vom Mittwoch, 31.07. bis Freitag, 02.08.2013 in einer Vorrundengruppe in der heimischen Werner-Aßmann-Halle auf die künftigen Punktspielkontrahenten TSV Hannover-Burgdorf und den SC Magdeburg sowie den ambitionierten Drittligisten HSC Coburg. Anwurf der Begegnungen ist jeweils um 18.00 und um 20.00 Uhr.
Tickets sind im Vorverkauf in Eisenach in der ThSV-Geschäftsstelle und der HME-Tankstelle (Langensalzaer Straße) sowie am Spieltag an der Tageskasse erhältlich. Erfreulich für alle Handballfans in Hessen und Thüringen, die Eintrittspreise wurden nicht erhöht!
Die Dauerkarte für alle (!) Turnierbegegnungen kostet 28 € (Jugendliche 13 €), die Tageskarte 13 € (Jugendliche 6 €).

Vorrundengruppe 2 in Eisenach
Mittwoch, 31.07.2013
18.00 Uhr: SC Magdeburg – HSC Coburg
20.00 Uhr: ThSV Eisenach – TSV Hannover-Burgdorf
Donnerstag, 01.08.2013
18.00 Uhr: TSV Hannover-Burgdorf – HSC Coburg
20.00 Uhr: ThSV Eisenach – SC Magdeburg
Freitag, 02.08.2013
18.00 Uhr: ThSV Eisenach – HSC Coburg
20.00 Uhr: SC Magdeburg – TSV Hannover-Burgdorf

Statistik Testspiel ThSV Eisenach – EHV Aue 30:16 (16:9)
ThSV Eisenach: Villadsen, Gorobtschuk, Trabert; Sklenak (3), Wöhler (3), Jonsson (6/1), Luther (2), Jaanimaa (6), Hansen (4), Winner, Lilienfelds (2), Koloper (2), Elisson (2)

EHV Aue: Petursson, Musil; Schäfer (1), Meinhardt (6/3), Roch, Roth (1), Hansen, A. Sigtryggsson (4/1), Sommer (2), Otto (1), Gunnarsson, Berthold, Kempe (1), Runarsson

Siebenmeter: ThSV Eisenach 1/1 – EHV Aue 5/4
Zeitstrafen: ThSV Eisenach 4 x 2 Min. – EHV Aue 5 x Min.
Schiedsrichter: Luther/Jäger
Zuschauer: 420 in Bad Salzungen

Rainer Beichler | | Quelle:

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