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Christoph Jauernik mit energischen Worten und Gesten zu einer Auszeit | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung: Christoph Jauernik mit energischen Worten und Gesten zu einer Auszeit
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Ob der Sieg in Düsseldorf die Trendwende war, werden erst die nächsten Wochen zeigen

Die Führungsmentalität von Daniel Luther und Marcel Schliedermann ist ganz wichtig!

Vor dem Handball-Zweitbundesliga-Derby zwischen dem ThSV Eisenach und dem HSC Coburg (Freitag, 10.11.2017 in Eisenach, Werner-Aßmann-Halle) sprachen wir mit Christoph Jauernik, dem Coach des ThSV Eisenach:  
Wie schwer war der Stein, der Ihnen in der Vorwoche nach dem Sieg beim HC Rhein Vikings vom Herzen fiel?
Die Anspannung war gewaltig. Das ist nicht zu verhehlen. Umso schöner war der Erfolg, gerade in dieser ganz schweren Phase. Wir müssen natürlich ganz intensiv weiter arbeiten! Wie in Düsseldorf, die funktionierenden Sachen müssen zu einer Einheit zusammenfließen. Die enorme Anspannung bleibt!

Sie wiederholten es gerade, um Erfolg zu haben, muss alles Positive zusammenfließen. Das war in Düsseldorf der Fall?
Das war zum großen Teil so. Eine starke engagierte Abwehr, aus der wir – wie vorab abgesprochen – zu effizient abgeschlossenen Gegenstößen starteten. Im Positionsangriff wurden die taktischen Vorgaben, das Konzept, bestens umgesetzt. Mit aggressivem Auftreten, durch das die Gastgeber selbst nicht zum Umkehrspiel kamen.

Sie zeigten sich zur Pressekonferenz vom Ambiente im Castello ausgesprochen angetan…?
Die moderne Halle mit reichlich Nebengelass bietet ganz viele Möglichkeiten. Professionell geregelt, die Anfahrt, die Tiefgarage, die VIP-Räume, die Sitzmöglichkeiten für die Zuschauer, zuvorkommende Ordnungskräfte an vielen Punkten. Ein professionelles Ambiente, das ich schon als Spieler bei Gastspielen bei der einst hier beheimateten HSG Düsseldorf genießen durfte. Der Aufsteiger setzt auf ganz viel Professionalität in Zusammenarbeit mit der Stadt Düsseldorf.

Der ThSV Eisenach hat einen externen Leistungscoach verpflichtet. Was ist dessen Aufgabe?
Er hat in der spielfreien Zeit (und  punktuell darüber hinaus)– Gespräche mit den Spielern geführt,  dabei versucht, sie zu unterstützen, um ihr Leistungsvermögen auszuschöpfen, es in den mannschaftlichen Erfolg einzubringen. Ein Motto: Mit dem Blick von außen auf Schwerpunkte und Abläufe Hinweise geben. Sein Wirken trägt dazu bei, uns auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.

Sehen Sie die Partie zwischen dem im Tabellenkeller rangierenden ThSV Eisenach und dem nur Platz 10 belegenden Erstliga-Absteiger HSC Coburg als ein „Treffen der Enttäuschten“?
Der HSC Coburg und wir konnten die Erwartungshaltung nicht erfüllen. Beide sind von selbst formulierten Zielen entfernt. Wie akut die Enttäuschung in Coburg ist, das vermag ich nicht einzuschätzen. Der HSC Coburg wird alle Sinne für das Derby schärfen.

In den letzten Wochen haben sich ausgerechnet die nach monatelanger Verletzung zurückgekehrten Daniel Luther und Marcel Schliedermann als die Protagonisten gezeigt. War das zu erwarten?
Dass beide im gesunden und fitten Zustand unsere Mannschaft bereichern, das wussten wir. Auch ein Grund dafür, dass wir uns während ihrer monatelangen Verletzungspause zu ihnen bekannt haben. Mit zunehmender Wettkampfpraxis legen sie noch zu. Ihre Führungsmentalität innerhalb der Mannschaft ist ganz wichtig.

Sie wollen, so verkündeten Sie zur gut besuchten Pressekonferenz am Dienstag – gemeinsam mit Karsten Wöhler und Marcel Niemeyer – einen positiven Trend aufbauen?
Den vergangenen Spieltag stufe ich als Stoppzeichen für unseren Negativtrend ein. Wir werden weiter intensiv an unseren Abläufen arbeiten, um mit positiven Ergebnissen in die von uns allen gewünschte Richtung zu marschieren, Schritt für Schritt. Ob der Sieg in Düsseldorf die Trendwende war, das werden erst die nächsten Wochen zeigen.

Mal wieder ein Doppelspielwochenende, vielerorts – besonders in den Fanlagern – in der Kritik. Wie stehen Sie dazu?
Doppelspiel-Wochenenden sind eine Variante, um 38 Spieltage in ein kleines Zeitfenster von 8 ½ Monaten zu packen. Der Januar ist aufgrund internationaler Handball-Highlights punktspielfrei. Die andere Variante wären Mittwoch-Spieltage. Ob das die bessere Lösung wäre? Ich glaube nicht. Wir müssen es so nehmen, wie es ist und das Bestmögliche daraus machen.

Andrea T. | | Quelle:

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