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Ohne vier Stammkräfte gegen Erstbundesligisten

Mit einer 28:31 (12:12)-Niederlage gegen Erstbundesligist TSV Dormagen verabschiedete sich der ThSV Eisenach aus der 14. Neuauflage des Handball-Sparkassencups in Hessen und Thüringen. Der TSV Hannover-Burgdorf, der Erstbundesligaaufsteiger, konnte alle Vorrundenbegegnungen in Eisenach siegreich gestalten und zog ins Halbfinale ein. Die gastgebenden Wartburgstädter, für die dieses Turnier ein Baustein in der Vorbereitungsetappe war, blieben nach Niederlagen gegen die Erstligisten Hannover-Burgdorf und Dormagen sowie den polnischen Spitzenclub Wisla Plock ohne Pluszähler, enttäuschten jedoch keineswegs. Die Erkenntnis im Lager des ThSV Eisenach verfestigte sich; fallen Stammkräfte aus, kann das Niveau nicht gehalten werden!
Aufgrund von Schulterverletzungen fehlten gegen Dormagen erneut Christoph Jauernik und Daniel Luther. Abwehrspezialist Till Bitterlich (Rückenprobleme) und Girts Lilienfelds (Verletzung an der Ferse) mussten kurzfristig passen. Damit standen ThSV-Coach Maik Handschke vier Stammkräfte nicht zur Verfügung. Kai Wandschneider und Thomas Dröge, Trainer und Team-Manager des TSV Dormagen, hatten ihre etatmäßigen Kreisspieler Kjell Landsberg und Sebastian Lindner verletzungebedingt nicht zur Stelle, doch der 20-jährige Kai Wittig (4 Tore) vertrat sie am Kreis bestens. Mit Flügelflitzer Max Holst (6 Tore) machte ein weiterer Youngster auf sich aufmerksam. Dormagen hatte seine griechischen Asse Spyros Balomenos und Dinos Chantziaras ebenso zur Stelle wie Regisseur Nils Meyer (6 Treffer) und den torgefährlichen Rückraumspieler Christoph Schindler (7 Tore).

«Wir haben mit reduziertem Kader lange mitgehalten. Durch das Fehlen von Girts Lilienfelds kam nicht der gewohnte Spielfluss im Aufbaubereich zustande. Abstimmungsprobleme mit Krisztian Szep-Kis waren da hinderlich. Daran gilt es zu feilen. Unübersehbar, die zweite Reihe fabrizierte, wie am Vortag gegen Wisla Plock, einfache Fehler», bilanzierte Maik Handschke. Der ThSV-Coach notierte zudem, «in der ersten Halbzeit agierten wir in der Abwehr auf den Außenpositionen ohne Tadel. Mit den Veränderungen zu Beginn der zweiten Halbzeit auf den Außenpositionen war das nicht mehr der Fall. Es muss uns gelingen, auf den Außenpositionen in der Abwehr vernünftig zu stehen». In der ersten Hälfte spielen Alexander Schiffner (links) und Martin Hoffmann (rechts) auf den Außenpositionen, in den zweiten dreißig Minuten Adrian Wöhler und Nick Heinemann.

Nach einer torreichen ersten Minute mit drei Trefffern (2:1 nach 50 Sekunden) sparten beide Teams dann bis zur Halbzeitsirene mit ihrer Torausbeute (12:12). Dormagen attackierte frühzeitig Eisenachs torgefährlichen Rückraumspieler Tomas Sklenak, schirmte Kreisspieler Benjamin Trautvetter ganz eng ab. Marschierte selbst erfolgreich gen ThSV-Kasten (2:5). Eisenachs Spiel in Angriff und Abwehr verbesserte sich deutlich, wozu der junge Torhüter Stanislaw Gorobtschuk mit acht abgewehrten Bällen beitrug. Schnelle Ballpassagen führten zum 7:6 (20.); Krisztian Szep-Kis hatte auf Benjamin Trautvetter abgelegt (20.). In punkto Torgefahr aus dem Rückraum hatte Dormagen Vorteile. Eisenachs Tomas Sklenak war aus dem Rückraumbereich zu oft auf sich allein gestellt, zündete aber immer wieder in der für ihn typischen Art den Turbo, wie zum 8:7 (24.). Mit zunehmender Spieldauer ließ sich Benjamin Trautvetter am Kreis nicht mehr stellen, lochte zum 10:10 (29.) ein.

Eine Augenweide, wie Benjamin Trautvetter selbst unter Bedrängnis sich das Leder am Kreis angelte und dem erfahrenen Vitali Feshanka im Dormagener Gehäuse keine Chance ließ (14:13, 33.). Die Ballstafetten zu «Benne» sind stets eine Handballdelikatesse! Doch zu viel lastete beim Torwurf auf Benjamin Trautvetter und Tomas Sklenak, die zusammen 19 der 28 ThSV-Treffer markierten. Da war der Erstbundesligist freilich besser aufgestellt, der zudem Eisenacher Patzer im Vorwärtsgang gnadenlos bestrafte, vom 16:15 (Prokopec, 37.) zum 18:22 (Schindler nach Tempogegenstoß, 45.). Treffer fielen in Sekundenabständen (20:25, 47.). Doch die Gastgeber fighteten vorbildlich, von über 500 Zuschauern unterstützt. Alexander Schiffner rückte in den Aufbaubereich, der 19-jährige Paul Lipsky kam für Abwehraufgaben. Spektakulär, wie Benjamin Trautvetter im Fallen zum 24:27 einlochte (52.). Dann tauchte Eisenachs «Küken» Philipp Lindner völlig frei vor dem nahezu doppelt so alten Dormagener Keeper Vitali Feshanka auf. Der Oldie (35 Jahre) blieb Sieger. Benjamin Trautvetter verkürzte dann vom Punkt auf 25:27 (53.). Spannend wurde es auch nach dem energischen Einsatz von Adrian Wöhler zum 26:28 (54.) nicht, weil der Erstbundesligist bei Ballbesitz blitzschnell Youngster Max Holst per Steilvorlage fütterte, der zum 26:30 (57.) vollendete.

Test gegen Punktspielkontrahent HSC Coburg
Ein weiterer Test steht für den ThSV Eisenach am Donnerstag, 20.08.09 an. Die Wartburgstädter empfangen an diesem Tag um 19.00 Uhr in der heimischen Werner-Aßmann-Halle Punktspielkontrahent HSC Coburg. Eintrittskarten zum Preis von 6,00 € (Jugendliche 4,00 €) sind ausschließlich an der Tageskasse erhältlich.

Statistik

ThSV Eisenach: Gorobtschuk (1. HZ), Musil (2.HZ); Hoffmann, Trautvetter (12/2), Lipsky, Sklenak (7/2), A. Wöhler (1), Blezinger, Schiffner (1), Lindner (1), Heinemann (1), Prokopec (3), Szep-Kis (2)

TSV Dormagen: Feshanka, Vortmann (n.e.); Holst (6/1), Schindler (7), Plaz, Balomenos (2), Meyer (6), Dmytruszinsky (3), Wittig (4), Mahe (1), Chantziaras (1), Lochtenbergh (1/1)

Siebenmeter: Eisenach 5/4; Dormagen 2/2
Zeitstrafen: Eisenach 2 x 2 Min.; Dormagen 3 x 2 Min.
Schiedsrichter: Dassler/Günther (Zwönitz)

Rainer Beichler | | Quelle:

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