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SC Magdeburg gewinnt den Sparkassen-Handballcup

Die sechzehnte Auflage des Sparkassen-Handballcups ist mit einem spannenden Finale zwischen der HSG Wetzlar und dem SC Magdeburg zu Ende gegangen.

Der SC Magdeburg sicherte sich auf Grund der größeren Reserven und der besseren Leistung – vor allem im zweiten Abschnitt – den Turniersieg. Die Mannschaft von Frank Carstens besiegte den letztjährigen Sieger des Sparkassen-Handballcups mit 30:25 (13:13) vor 700 Zuschauern. Insgesamt kamen 7200 Zuschauer in den letzten fünf Tagen in die Halle.

Das Finale knüpfte vom sportlichen Wert her nahtlos an die gezeigten Leistungen in der Vorrunde und den Halbfinalbegegnungen an. Deshalb konnte Veranstalterin Heide Aust ein positives Fazit ziehen: «Sportlich sind wir sehr zufrieden mit der 16. Auflage. Die Rückmeldung der Mannschaften war durchweg positiv. Unser Ziel ist es für die Mannschaften eine möglichst optimale Vorbereitung zu ermöglichen und das ist durch die überwiegend ausgeglichenen Gruppen gelungen.»

Spannung war auf jeden Fall geboten in der Vorrunde. Zwar konnten Magdeburg und Wetzlar ihre Vorrunden souverän für sich entscheiden, wurden aber von ihren Gruppengegnern durchaus auf die Probe gestellt. In der Gruppe 3 in Felsberg kam es am letzten Vorrundentag zu einem Showdown zwischen Melsungen und Hannover und nicht zu toppen an Dramatik war die Gruppe 4. Dort entschied ein Tor über den Halbfinaleinzug. Punktgleich und mit gleicher Tordifferenz waren Weißrussland und der Bergische HC nach dem letzten Vorrundenspiel. Da Weißrussland aber mehr Tore erzielt hatte, schaffte das Team von Iouri Chevtsov den Sprung ins Halbfinale und lieferte dort zusammen mit Wetzlar einen wahren Handballkrimi ab, der mehr Zuschauer verdient gehabt hätte.
«Wir sind mit dem Zuschauerzuspruch an einigen Standorten nicht zufrieden und werden in den kommenden Wochen mit den Verantwortlichen auf allen Seiten sprechen und überlegen, wie man das verbessern kann», denkt Thomas Giesler von der Verantaltungsgemeinschaft schon ans nächste Jahr, in dem man wieder «Handball der Extraklasse» in Nordhessen und Thüringen zeigen möchte.
Den gab es dieses Jahr durchaus in allen Hallen zu sehen. In Eisenach überzeugte mit Magdeburg, der erster deutscher Champions-League-Sieger, und zog dementsprechend Publikum in die Halle. «Vor allem die Rückkehr von Magdeburg hat dem Turnier sehr gut getan», freut sich Thomas Giesler nach dem Finale, in dem Magdeburgs Torhüter Gerrie Eijlers erneut unter Beweis stellte, dass er zu Recht zum besten Torhüter des Turniers gewählt wurde.
Als wertvollster Spieler wurde Steffen Fäth gewählt, von dem nicht nur Gennadij Chalepo sagte, dass er ein überragendes Turnier gespielt habe. Der 21-Jährige möchte zusammen mit Wetzlar diese Saison wieder voll angreifen, um das von Geschäftsführer Björn Seipp ausgegebene Ziel «Klassenerhalt und was dann noch kommt ist Bonus», möglichst schnell zu verwirklichen.

Alle Mannschaften zeigten sich begeistert von den Möglichkeiten, die für die Vorbereitung geboten werden. «Wir haben die Vorrunde in Eisenach verbracht und konnten uns dort mit den Spielen aber auch mit den Trainingsbedingungen sehr gut auf die kommende Saison vorbereiten», zog Bennet Wiegert vom SC Magdeburg Bilanz zur Pressekonferenz an: «Bei so einem Turnier offenbart sich der wahre Charakter einer Mannschaft, wenn sie auch gegen Mannschaften antreten muss, die einem von der Papierform her unterlegen ist. Das Turnier war eine super Gelegenheit, um sich auf das internationale Geschäft in dieser Saison vorzubereiten.

Rainer Beichler | | Quelle:

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