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SG Bad Langensalza/Merxleben – FSV Eintracht Eisenach 5:1 (2:0)

Mit einer 5:1-Niederlage kehrten die Eisenacherinnen von ihrem zweiten Spiel in Thüringens höchster Spielklasse heim. Das letztlich deutliche Resultat spiegelt aber nur bedingt die Kräfteverhältnisse auf dem Platz wieder.
Mit einer zusätzlichen Sechserposition wollte Trainer Frank Walenta den Viererketten in Mittelfeld und Abwehr mehr Stabilität verleihen und sein Schachzug erwies sich als goldrichtig. Die Eisenacherinnen fanden sofort ins Spiel, zahlreiche Ballgewinne landeten immer wieder bei den flinken Spitzen Marijana Busch und Desire Pohl, die sich mehrfach gegen ihre Gegenspielerinnen durchsetzen konnten, jedoch an der starken Langensalzaer Keeperin scheiterten.
In der 7. Min. gelang ein erneuter Ballgewinn bereits in der gegnerischen Hälfte, den Marijana Busch zu Mittelfeldakteurin Julia Keßler weiterleitete, die knapp am langen Pfosten vorbeizog.
Der Verbandsliganeuling aus Eisenach war in dieser Anfangsphase mehr als ebenbürtig. Die Langasalzaerinnen wurden erst in der 20. Min. gefährlich, dann aber gleich richtig. Mit einem Pfostentreffer deuteten sie ihr Potential ein erstes Mal an.
Es entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem es hin und her ging. Desire Pohl drängte zweimal in den Strafraum, konnte aber im letzten Moment gestoppt werden. Der Gegenzug der Gastgeberinnen in der 24. Min. konnte nur auf Kosten eines Freistoßes an der Strafraumgrenze unterbunden werden. Den nutzen sie zur 1:0-Führung, als sich der Ball über die Mauer hinweg unhaltbar ins Tor senkte.
Vier Minuten später schlugen sie erneut zu – nach dem Ballgewinn in der eigenen Hälfte ging es rasch in die andere Richtung und die aufgerückten Eisenacherinnen waren nicht mehr rechtzeitig zur Stelle, um Torfrau Christiane Lautenschläger entscheidend zu unterstützen.
Beim 2:0 blieb es auch bis zur Halbzeitpause.

Mit neuem Mut ging die Eintracht in die zweiten 45 Minuten – hatte man doch gesehen, dass man durchaus auf Augenhöhe war. Mit Anja Waßmann kam neuer Schwung ins linke Mittelfeld. Sie leitete auch den Ball zu Marijana Busch, die Gegenspielerin und Torhüterin umkurvte und dann aus spitzem Winkel am Pfosten scheiterte – den Abpraller konnte sie erneut ergattern doch diesmal fischte die Keeperin der SG den Ball noch aus dem langen Eck (48.).
Die Gäste aus der Wartburgstadt versuchten alles. Einen Einwurf von Daniela Klein leitete Marijana Busch an die Strafraumgrenze zu Katharina Berndt weiter, doch ihr Abschluss ging übers Tor.
In der 68. Min. legte die frisch ins Spiel gekommene Clara Stenzel für Marijana Busch auf, die jedoch wieder an der super reagierenden Keeperin scheiterte. Die anschließende Ecke brachte zunächst nichts ein. Doch in der 75. Min. war nach erneutem Eckstoß und Durcheinander im Strafraum der SG Langensalza/Merxleben Anja Waßmann zur Stelle, die auf 2:1 verkürzte.
Hochmotiviert wollten die Eintrachtmädels nun mehr – doch eine Unachtsamkeit nutzen die Gastgeberinnen sofort im Gegenzug zum 3:1, als der Ball unhaltbar im Winkel landete.
Dennoch wollten sich die Gäste nicht geschlagen geben. Mit Nadine Amthor kam eine weitere Offensivkraft, um weiter Druck zu entfachen.
Doch beim 4:1 in der 78. Min. als ein abgefälschter Schuss erneut unhaltbar einschlug, war die endgültige Entscheidung gefallen. Enttäuscht über die liegen gelassenen Möglichkeiten musste man dann auch noch das 5:1 hinnehmen. Symptomatisch landete dabei der Ball am Innenpfosten und dann im Tor.
Phasenweise zeigten die Eintrachtdamen ansprechenden Fußball, was für die nächsten Spiele hoffen lässt.
Dieses Wochenende steht die 2. Pokalrunde im Landespokal an. Unsere Damen müssen beim Spitzenteam der Landesklasse Süd, Silvester Bad Salzungen, antreten.

Aufstellung: C. Lautenschläger – J. Hofmeister (76.min Amthor), M. Brückmann, D. Klein, A. Burkhardt, C. Werner, J. Keßler (68.min C. Stenzel), M. Radloff (45.min A. Waßmann), D. Pohl, K. Berndt, M. Busch

Rainer Beichler | | Quelle:

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