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Spannende Wettkämpfe mit den Hubschraubern

Das unverkennbare Geräusch der Helikopter lag gut eine Woche über dem Flugplatz Kindel. Von Freitag bis Sonntag fanden dort die 13. Offenen Deutschen Hubschraubermeisterschaften statt. 35 Teams aus Großbritannien, Österreich, der Schweiz, Russland, Frankreich, der Ukraine und Deutschland gingen in vier Disziplinen an den Start.
Freitag stand der Navigationsflug auf dem Programm der Meisterschaften. Vom Kindel aus machten sich die Teams in Richtung Mihla Treffurt auf den Weg. 90 Kilometer mussten geflogen, verschiedene Punkt erkannt werden. Erst kurz vor dem Start gab es die Flugunterlagen. Im Ziel mussten die Besatzungen dann zwei Sandsäcke zielgenau abwerfen und einen Kegel (an einem Seil) in eine Dachluke ablassen.
Am Samstag ging es mit dem Präzisionsflug und der Präzisionslandung weiter. Dabei mussten die Teams auf dem Flugplatz einen abgesteckten Hoverparcours meistern.
Weiter ging es mit dem Fender Rigging: Die Besatzungen sollten einen am Seil befestigten Eimer (30 cm-Durchmesser, 7,5 kg) in drei Tonnen versenken.
Sonntag wurde der Slalom geflogen. Ein Wassereimer (6,5 Liter) hängt an einem fünf Meter langen Seil und muss durch einen Stangenparcours manövriert werden. Zum Abschluss wurde der Eimer punktgenau auf einem Tisch abgesetzt.
Alle Disziplinen sind an Rettungseinsätze der Hubschrauber angelehnt: Lasten absetzen, Gegenstände aufnehmen, Bergung durch Seilwinde, Landen auf engsten Raum (Schiffe, Krankenhausdächern) usw.

Die rund 7000 Zuschauer sahen besonders am Wochenende spannende Wettbewerbe. Es ging um den Titel eines Deutschen Meisters, mit starker internationaler Beteiligung. Nach den vier Wettbewerben wurden am Sonntagabend im Wappensaal der Wartburg die Meister gekürt.
Holger Hoven aus Münster konnte mit seinem Co-Piloten Michael Schauff aus Landsberg/Lech auf einem Eurocopter 120 den Meistertitel dem Team Andreas Seyfert/Benno Schultz (Stralsund) abnehmen. Auf dem zweiten Rang flogen die österreichischen Offiziere Günther Kremlicka und Gerd Luxbauer mit ihrer Alouette III. Dritte wurden Prof. Dr. Martin Eigner und Thorsten Strohmaier aus Baden-Baden mit ihrer R22.
Die Damen-Wertung (vier Damenteams waren am Start) gewannen die Russinnen Lyudmila Kosenkova/Elena Prokofyeva mit einer MI 2.
Die Junioren-Wertung (wenig Flugstunden) gewannen Klaus Wiehe und Frank Rudolf aus Flachstöckheim mit der Schweizer 269.
Seitens der FAI, der internationalen Flugsportorganisation, wurde dem Deutschen Hubschrauberclub und dem Flugplatzbetreiber, als Ausrichter, großes Lob gezollt. Immerhin stellte diese Meisterschaft die Generalprobe für die Hubschrauber-Weltmeisterschaft 2008 in Eisenach dar.

Den Besuchern der Meisterschaften wurde neben den fliegerischen Leistungen der europäischen Spitze ein buntes Rahmenprogramm geboten.
Neben Schaustellern, Versorgern und Händlern gab es Angebote für Rundflüge mit Hubschraubern und Flugzeugen.
Der Förderverein des Rettungshubschraubers «Christoph 7» aus Kassel stellte sich vor. Stark gefragt war der Simulator in Fahrzeug des Vereines.

Das THW feierte an diesem Wochenende den 15. Geburtstag des Eisenacher Ortsverbandes und lud dazu Hilfs- und Rettungsorganisationen wie Johanniter, ASB, DLRG ein.
Die Polizei war stellte sich ebenfalls vor.
Zwei Hubschrauber der Bundeswehr durften die Besucher genau betrachten und sich einmal auf den Pilotensitz setzen.
Und die Fallschirmspringer ließen es sich nicht nehmen ihr Können zu zeigen.

Die Weltmeisterschaft findet vom 12. bis 18. August 2008 in Eisenach statt.

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Rainer Beichler |

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