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 | Bildquelle: Th. Levknecht

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Bildquelle: Th. Levknecht

Spielwitz und Intelligenz sind gefragt

ThSV Eisenach erwartet im zweiten Saisonheimspiel TUSEM Essen

An der Spielphilosophie will der ThSV Eisenach nach der unerwarteten 25:28-Heimniederlage gegen die HSG Nordhorn-Lingen nichts ändern. «Wir müssen die Ausführung verbessern», betont Trainer Adalsteinn Eyjolfsson. Auch in Drucksituationen dürfe die Marschroute nicht verlassen werden. Kribbelige Etasppen ausschließlich individuell zu lösen, wie in der Schlussphase gegen Nordhorn, sei der falsche Weg. «Die Mannschaft wird aus dieser Partie lernen», ist sich Adalsteinn Eyjolfsson gewiss. Spielwitz und Intelligenz, nicht nur Kraft, fordert der Isländer von seinen Schützlingen. Und das gleich im zweiten Saisonheimspiel am Samstag, 06.09.2014 um 19.30 Uhr gegen TUSEM Essen!

Der ThSV Eisenach wird jenes Aufgebot auf das Parkett der Werner-Aßmann-Halle schicken, das in Rostock sensationell hoch mit 36:25 siegte und eine Woche später unerwartet zuhause mit 25:28 gegen die HSG Nordhorn-Lingen unterlag. Auch Nicolai Hansen ist an Bord, der sich in der Vorwoche eine blutende Platzwunde an der Stirn zugezogen hatte, mit Verband die Partie dennoch beendete, nach dem Abpfiff im St. Georg-Klinikum getackert wurde. «Gemeinsam mit unseren Fans wollen wir den ersten Heimsieg der Saison», unterstreicht Adalsteinn Eyjolfsson. Manager Kasten Wöhler fordert «volle Konzentration über 60 Minuten». Wiedergutmachung heißt die Devise beim ThSV Eisenach. «Wir haben die Partie gegen Nordhorn genau analysiert, den Focus auf unsere Fehler gelegt und werden es gegen TUSEM Essen besser machen», ist sich Eisenachs Rückraumstratege Hannes Jon Jonsson sicher.
Mit TUSEM Essen gastiert zum 3. Spieltag der Saison ein echter Traditionsverein, der auf große Erfolge in der Vergangenheit verweisen kann: Deutscher Meister 1986, 1987, 1989, DHB-Pokalsieger 1988, 1991, 1992, EHF-Cup-Sieger 2005, EC Pokalsieger 1989 und City-Cup-Sieger 1994. Da wurden die Heimspiele noch in der legendären Gruga-Halle ausgetragen. Seit der Saison 2009/2010 backen die Handballer von der Essener Magarethenhöhe kleinere Brötchen, spielten vier Jahre in der 2. Liga, tragen ihre Heimspiele in der Sporthalle «Am Hallo» aus. Über Platz 2 in der 2. Liga zum Ende der Saison 2011/2012 gelang der Aufstieg ins Oberhaus. Dort hatte das blutjunge Team in den Duellen mit der Konkurrenz keine Chance: Platz 18 und der Abstieg. Im Vorjahr reichte es in der 2. Liga nur zu Platz 11. Ein personeller Umbruch in der Offensivabteilung stand im vergangenen Sommer an. Im Etat musste ein Rückgang von etwa 10 Prozent hingenommen werden. Mit Ex-Nationalspieler Michael Hegemann (vom Bergischen HC) konnte allerdings ein Leitwolf verpflichtet werden, der gemeinsam mit Rückkehrer (von GWD Minden) Paul Trodler das junge Team führen soll. Trotz seiner 37 Jahre überzeugte Michael Hegemann in den ersten beiden Punktspielen als torgefährlicher Spielgestalter (15 Treffer) Aus der 2. spanischen Liga kam kurz vor dem Saisonstart Torhüter Carlos Donderis Vegas. Mit Physiotherapeut und Athletiktrainer Tommy Zimmermann gehört ein ehemaliger Eisenacher zum Betreuerstab, der in Essen eine berufliche Perspektive gefunden hat.

TUSEM will über die Außenseiterrolle kommen
Der TUSEM Essen ging bei den bisherigen beiden Partien gegen Mannschaften, die um Plätze in der oberen Tabellenregion mitspielen, noch ohne Punktgewinn hervor. «Wir gehen gegen Eisenach als Außenseiter ins Spiel. Auf uns wartet eine erfahrene Mannschaft, die von einem lautstarken Publikum unterstützt wird. Trotzdem besteht auch in der Außenseiterrolle die Möglichkeit mit Kampf, Wille und mannschaftlicher Geschlossenheit etwas zu reißen. Die Jungs trainieren Tag für Tag unermüdlich und sind heiß auf jedes Spiel. Gegen Leipzig haben wir eine starke Abwehrleistung gezeigt und wenn wir unsere Angriffseffektivität steigern können, muss uns auch Eisenach trotz der Ausfälle vieler Leistungsträger erst einmal schlagen», beschreibt Trainer Mark Dragunski die Situation. Das Verletztenlager des TUSEM bleibt unverändert. Dennis Szczesny, Sebastian Bliß und Lasse Seidel werden der Mannschaft weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Lasse Seidel hat Ende der Woche eine weitere Untersuchung im Krankenhaus, welche den Heilungsprozess und die Chancen um eine baldige Rückkehr auf das Parkett aufzeigen werden. Pasqual Tovornik ist wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen und hofft der Mannschaft schnellstmöglich weiterhelfen zu können, wahrscheinlich schon in Eisenach.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf online unter www.thsv-eisenach.de sowie am Samstag ab 18.15 Uhr in allen Preiskategorien an der Tageskasse erhältlich.

Frank Bode | | Quelle:

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