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ThSV Eisenach gewinnt Testspiel in Bernburg

Erstmals mit allen Stammspielern bestritt der ThSV Eisenach ein Testspiel. Die Rückraumspieler Danijel Grgic und Evars Klesniks standen nach Auswahlverpflichtungen wieder zur Verfügung. Die Wartburgstädter gewannen Dank einer Steigerung in der zweiten Spielhälfte beim Siebten der 2. Bundesliga Nord, SV Anhalt Bernburg, mit 31:26 (15:16). Mit der Abwehrleistung in den ersten 30 Minuten zeigte sich Zlatko Feric nicht zufrieden. «16 Gegentore innerhalb 30 Minuten sind einfach zuviel», so viel Zuversicht ausstrahlende ThSV-Coach. Seine Mannen legten nämlich im zweiten Abschnitt deutlich zu.
Die Defensivabteilung mit dem eingewechselten Schlussmann Karsten Lehmann stand kompakt. Allerdings, in der Chancenverwertung waren noch deutliche Reserven. Technische Schnitzer stoppten den eigenen Spielfluss. Daran soll, nun mit Regisseur Danijel Grgic, in den nächsten Tagen gearbeitet werden. Das Fitnessprogramm der letzten zwei Wochen trägt offensichtlich erste Früchte. Nach hinten raus kann immer noch ein höherer Gang eingelegt werden. «Wir sind zweifellos auf dem richtigen Weg», waren sich Zlatko Feric und die mitgereiste Eisenacher Anhängerschar beim Fachsimpeln nach dem Abpfiff einig.

Die Eisenacher, mit Gintautas Vilaniskis zunächst überraschend im rechten Rückraum, Philipp Karbe auf Linksaußen. Till Bitterlich am Kreis und Sergio Casanova im linken Rückraum erwischten in der torreichen Auftaktphase den besseren Start, lagen mit 5:2 (6.Min.) vorn. Die von Ex-Auswahl- und SCM-Trainer Lothar Doering betreuten Bernburger erreichten Gleichwertigkeit. Ihre Erstliga erfahrenen Haudegen Sven Liesegang und Uwe Mäuer (beide Magdeburg) und Dimitri Filippow (Wuppertal) zogen ein spieltechnisch vorzügliches Angriffsspiel auf, rissen immer wieder Löcher in die Eisenacher Abwehr, kamen über alle Kreispositionen zum Torerfolg und zum 8:8 Ausgleich (13.). Ausgelassene Tormöglichkeiten und Abspielfehler der Thüringer bestraften die Gastgeber vor nur 200 Zuschauern, darunter der jetzt für Magdeburg auflaufende Ex-Eisenacher Stephan Just, um seinerseits mit 16:11 (26.) in Führung zu gehen. Mit der Hereinnahme von Karsten Wöhler nahm die Geradlinigkeit im Eisenacher Angriffsspiel zu. Moustapha Taj spielte seine Schnelligkeit bei Tempogegenstößen aus. Danijel Grgic setzte zu unverhofften Torwürfen an. ThSV-Keeper Karsten Lehmann kaufte Bernburgs Oldie Dimitri Filippow einen Siebenmeter ab. Beim Gang in die Kabinen war wieder Tuchfühlung hergestellt (16:15 für Bernburg).
Elanvoll ging es in den zweiten 30 Minuten weiter. Der stämmige Uwe Mäuer blieb bei Bernburg auf der Bank, Nachwuchsmann Klaus Luther bekam am Kreis eine Chance. Mit Gintautas Vilaniskis im linken Rückraum wurde die Torgefahr wesentlich erhöht. Auch wenn noch nicht alles klappte, Danijel Grgic verblüffte mit traumhaften Anspielen, mogelte sich auch selbst an den Kreis und traf zum 21:21 (40.). Vilaniskis, Taj, und Klesniks legten zum 25:22 nach (47.). Bernburgs Angriffsbemühungen endeten bei der Eisenacher Abwehr. Eine Tippvorlage von Danijel Grgic verwertete Till Bitterlich zum 28:23 (53.). Ein Vilaniskis-Kracher bedeutete das 29:24 (55.). Karsten Wöhler setzte mit seinen Treffer zum 31:26 unmittelbar vor der Sirene den Schlusspunkt.
STATISTIK
SV Anhalt Bernburg: Ziemer (1.-30.), Pajung (31.-60.); Dreibrodt (3), John (1), Krause (4), Lux (2), Liesegang, Gutowski (4), Filippow (4/3), Stoukaline (4), Mäuer (2), Luther (2)

ThSV Eisenach: Jerkovic (1.-25.), Lehmann (25.-60.), Henkens (n.e.); Taj (8/3), Kneer, Wöhler (3), Karbe (2), Augensen, Vilaniskis (6), Ameddah, Bitterlich (3), Klesniks (2), Grgic (5), Göhl, Casanova (2), Sehovic (n.e.)

Rainer Beichler | | Quelle:

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