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 | Bildquelle: Th. Levknecht

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Bildquelle: Th. Levknecht

ThSV Eisenach mit 32:17-Testspiel-Erfolg bei MHV-Oberligist HSV Apolda

Mit „schweren Beinen nach harter Trainingsbelastung“ bestritt das neuformierte Team des Handball-Zweitbundesligisten ThSV Eisenach sein erstes offizielles Testspiel. In der neuen schmucken Dreifelder-Halle in Apolda sahen über 400 Zuschauer einen 32:17 (15:10)-Erfolg der Wartburgstädter über den in der Mitteldeutschen Oberliga spielenden Lokalmatadoren HSV Apolda. Für einen überaus kurzweiligen Handballabend wurden beide Teams mit ganz viel Beifall verabschiedet.

Marcel Niemeyer: Unser Coach sorgt für abwechslungsreiches Training
Marcel Niemeyer, Neuzugang vom TBV Lemgo, ebenso wie Adrian Wöhler (seit 2001 beim ThSV Eisenach) mit je 5 Treffern erfolgreichster Werfer der Eisenacher, hatte zwei verschiedene Halbzeiten gesehen. „Wir hatten uns viel vorgenommen, wollten das im Training Erarbeitete eigentlich umsetzen, doch das gelang nicht im gewünschten Maß. Besonders im ersten Abschnitt haben wir nicht zu Ende gedeckt, dann doch den Wurf zugelassen. Nach dem Seitenwechsel waren wir dominierend, setzten aus einer verbesserten Abwehr zu Tempogegenstößen an. Treffen höherklassige auf unterklassige Teams ist das oft so“, befand der Kreisspieler am Samstagmorgen, vor der ersten Trainingseinheit des Tages. „Wir arbeiten hart, doch unserer Trainer sorgt mit viel Kreativität dennoch für Freude“, ergänzt der Teilnehmer an Jugend-Welt- und Europameisterschaften. Christoph Jauernik, gemeinsam mit Arne Kühr das neue junge Trainergespann beim ThSV Eisenach bildend, schlug im Resümee unmittelbar nach Spielende überwiegend kritische Töne an. Auch er bemängelte, dass Vorgaben nur phasenweise eingehalten worden seien. „Im Abwehrbereich fielen wir in alte Strickmuster zurück, gestatteten den Gastgebern im ersten Abschnitt einige Tore zu viel.“ Da bezog er sich insbesondere auf Anspiele zum Kreis und Schlagwürfen. Im Abwehrbereich müsse konstanter agiert werden. „Wir müssen den Kontrahenten in uns genehmen Situationen bringen“, erläutert der junge A- Lizenz-Inhaber Aber auch im Angriff sah Christoph Jauernik tüchtig Luft nach oben. „Bei hohem Lauftempo und bei der schnellen Mitte unterliefen uns zu viele technische Fehler. Doch das ist nicht der Hauptkritikpunkt.“

Längere Einsatzzeiten für Youngster Jonas Richardt
Bis auf den angeschlagenen Willy Weyhrauch (Neuzugang von den Füchsen Berlin) kamen alle Spieler zum Einsatz. Dem jungen aus der eigen A-Jugend aufgerückten Linkshänder Jonas Richardt wurden lange Einsatzzeiten eingeräumt. „Da müssen einem solch jungen Mann Fehler zugestanden werden. Nur durch Einsatzzeiten kann er sich weiter entwickeln“, betonte der aus dem Urlaub angereiste ThSV-Manager Karsten Wöhler. Jonas Richardt ließ sich durch Fehler nicht entmutigen, setzte 4 Bälle in den Apoldaer Kasten.

Frank Ihl (HSV Apolda): Uns fehlt noch die Breite im Kader
„Eine erste Standortbestimmung für beide Teams. Ein normales Ergebnis. Mehr nicht. Jeder hat zudem andere Ziele. Wir wollen in der Mitteldeutschen Oberliga mit Kampf und Einsatzbereitschaft aufwarten. Dem ThSV Eisenach wünsche ich in der Vorbereitung und natürlich auch in den Punktspielen in der 2. Bundesliga viel Erfolg“, erklärt Frank Ihl, der Ex-Eisenacher auf dem Trainerstuhl des HSV Apolda, beruflich als Objektmanager im Sportzentrum Apolda. „Die Partie hat gezeigt, uns fehlt die personelle Breite, um über 60 Minuten konstant mitzuhalten. Wir müssen auf dem Transfermarkt unbedingt aktiv werden“, betonte der inzwischen 46-jährige Frank Ihl. Am Morgen des Testspieles hatte sich mit Sebastian Triller (im Jugendbereich beim ThSV Eisenach und dort im Sportinternat) ein Rückraumkanonier in Richtung SV Hermsdorf verabschiedet, die Sorgenfalten bei Frank Ihl größer werden lassend.

Mit 6:0-Variante zu mehr Abwehrgeschlossenheit
Der ThSV Eisenach, beginnend mit Dirk Holzner auf Links- und Tomas Urban auf Rechtsaußen, Matthias Gerlich im linken und Duje Miljak im rechten Rückraum, Olafur Bjarki Ragnarsson als Regisseur, Nicolai Hansen am Kreis und Stanislaw Gorobtschuk im Tor, traf durch Dirk Holzner per Gegenstoß zur 3:0-Führung (5.). Duje Miljak verwertete eine Ragnarsson-Vorlage zum 6:2 (11.). Doch die 5:1-Abwehrformation wirkte löchrig. Die Hausherren um ihren leichtfüssigen und spielintelligenten Regisseur Norbert Ban nutzten dies zu Treffen durch Oldie Jörg Heinemann vom Kreis. Beim Stand von 8:7 (17.) nahm ThSV-Coach Christoph Jauernik taktische und personelle Änderungen vor. Mit einer 6:0-Variante wurde die Abwehr verdichtet. Der eingewechselte Kapitän Daniel Luther schmetterte zum 11:7 ein (22.). Die Eisenacher überrumpelten die Hausherren mit ihrer schnellen Spieleröffnung. Nicolai Hansen und Jonas Richardt trafen zur 15:10-Pausenführung.

Viele Tempogegenstöße
Dem Charakter der Partie entsprechend, wechselten beide Teams nach Wiederanpfiff der sicher amtierenden Unparteiischen Hauke/ Lindig, die auf ein Praktizieren des neuen Regelwerkes verzichteten, kräftig durch. Marcel Niemeyer besetzte beim ThSV Eisenach die Kreisposition, Adrian Wöhler und Nick Heinemann die Außenpositionen, Jan-Steffen rückte ins Tor. Die Eisenacher waren nun klar dominierend. Marcel Niemeyer, Matthias Gerlich und der vor Spielfreude strotzende Adrian Wöhler netzten zum 20:12 ein (42.). Beim HSV Apolda feierte der Ungar Bence Zsiga seinen Einstand. Die Rückraumspieler Florian Dejmek und Vasil Miterski fanden noch die eine oder andere Lücke im Eisenacher Abwehrverband. Nach einer Redwitz-Parade verwerte Routinier Nick Heinemann eine Steilvorlage des Eisenacher Keepers zum 24:14 (48.). Selbst in Unterzahl führten zwei Ballgewinne zu zwei Treffern von Nick Heinemann zum 27:14 (52.). Bei hohem Tempo wurde aber, wie es Christoph Jauernik bemängelte, vielfach gepatzt, fehlte noch die Präzision. Allerdsings rollte Gegenstoß auf Gegenstoß in Richtung des Gastgeber-Kastens. Daniel Luther, Adrian Wöhler, Marcel Niemeyer und Jonas Richardt netzten zum 32:16 ein (59.). Vasil Miterski besorgte mit seinem Torerfolg in den letzten Sekunden den Endstand.

Test in Hermsdorf gegen dänischen Erstligisten
Am Mittwoch, 03.08.2016 sind die Wartburgstädter in Hermsdorf zu Gast. In der dortigen Werner-Seelenbinder-Halle ist ab 19.00 Uhr Sydhavesoerne A/S aus der 1. Division Dänemarks Testspielpartner. Die Dänen halten sich gerade zur Saisonvorbereitung in Thüringen auf. Eintrittskarten für dieses Testspiel mit internationalem Flair sind an der Abendkasse in Hermsdorf erhältlich.

Teilnahme am Internationalen Anhalt-Cup in Köthen
Der ThSV Eisenach gehört zum Teilnehmerfeld des am Samstag, 06. und Sonntag, 07. August 2016 in Köthen (Heinz-Fricke-Sporthalle) ausgetragenen Internationalen Anhalts-Cups um den Pokal der HG Köthen. Das Teilnehmerfeld besteht aus dem HC Meshkov Brest (Meister Weißrusslands und Achtelfinalteilnehmer der Champions League 2015/16), Sydhavesoerne (1. Division Dänemarks) und Alpla HC Hard (1. Liga Österreich, Meister 2014/15, Dritter 2015/16) sowie aus der 2. Handballbundesliga dem ThSV Eisenach, aus der Oberliga Mitteldeutschlands der TuS 1947 Radis (3. Platz in der zurückliegenden Saison) und dem Gastgeber HG 85 Köthen (Mitteldeutsche Oberliga). Die erste Partie des Turniers wird am Samstag um 11.00 Uhr angepfiffen. Der ThSV Eisenach greift erstmals um 12.45 Uhr (gegen Gastgeber HG Köthen) in das Turnier ein. Tickets, Einzel- und Turnierkarten, sind an der Tageskasse erhältlich.

A. Ziehn | | Quelle:

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