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 | Bildquelle: ThSV Eisenach

Beschreibung:
Bildquelle: ThSV Eisenach

ThSV Eisenach unterliegt dem HSC Coburg mit 28:30

In der Hörselberghalle in Wutha-FDarnroda, der Austragungsstätte der Vorrundengruppe 2 der 19. Auflage des Sparkassencups im Handball, schlugen die Wellen hoch. Im Aufeinandertreffen zwischen den vorjährigen Punktspielkontrahenten ThSV Eisenach und HSC Coburg war richtig viel Pfeffer drin. Insbesondere die Franken agierten ausgesprochen bissig. Die Unparteiischen Andreas Jacob/Maik Kuss hatten alle Mühe, die Partie in geordneten Bahnen zu halten. Sie verhängten 30 Strafminuten (davon 20 gegen den HSC Coburg), zückten zwei rote Karten (je Team eine). Der ThSV Eisenach unterlag vor 525 Zuschauern am Ende mit 28:30 (12:17).
Eine durch eine Deckungsumstellung ausgelöste Aufholjagd nach dem 17:24 (44.), im Angriff insbesondere geprägt von den Wurfqualitäten ihres jetzt explodierenden Neuzugangs Azat Valullin, ließ den ThSV Eisenach zum 26:27-Anschlußtreffer einnetzten (55.), die Franken antworteten aber in den Schlussminuten prompt. „Ein Vorbereitungsspiel gegen einen harten Gegner“, leitete Velimir Petkovic sein Resümee ein. „Der HSC Coburg ist ein Team mit großen Zielen, wollte sich an einem Erstbundesligisten messen. Wir sind Erstligaaufsteiger, arbeiten jedoch mit einer völlig neuformierten Mannschaft. Wir lieferten eine katastrophale erste Halbzeit, in Angriff und Abwehr. Es spricht für die Moral, dass wir trotz eines 7-Tore-Rückstandes bis zum Anschlusstreffer verkürzten. In den letzten beiden Minuten hatte wir gleich zwei Mal die Chance zum Ausgleichstreffer“, fuhr der Coach des ThSV Eisenach fort. Seine Schützlinge vermochten vielfache Überzahlsituationen nicht effektiver zu nutzen. Im Positionsangriff gibt es noch ganz viel Arbeit. Das ist bei 9 Neuzugängen freilich verständlich. „Diese Partie mit viel Emotionen war für beide Teams ein ausgesprochen gutes Vorbereitungsspiel“, bilanzierte Jan Gorr, der Coach des HSC Coburg. Auch die Franken verzeichnen sechs Neuzugänge. „In vielen Phasen lief es bei uns ganz gut, gegen die offensive Deckung der Eisenacher im Schlussabschnitt griffen die Rädchen noch nicht wie gewünscht ineinander“, befand Jan Gorr. In Adrian Harmandic und dem Ex-Eisenacher Till Riehn hatte der HSC Coburg zwei sich gut ergänzende Spielgestalter, die ihren erstligaerfahrenen Rechtsaußen Florian Bilek (8 Treffer) und Kreisspieler Dominic Kelm (4) bestens in Szene setzten. Girts Lilienfelds, ein weiterer Ex-Eisenacher, kam nur sporadisch zum Einsatz, markierte jedoch drei Treffer. Der ehemalige Eisenacher Philipp Seitle wechselte in die Schweiz, zu GC Amicitia Zürich, steht ebenso wie der Ex-Eisenacher Konstantin Singwald (jetzt HSC Bad Neustadt) nicht mehr im Kader des HSC Coburg.

ThSV Eisenach: In Angriff und Abwehr noch Sand im Getriebe
Durch zwei von Steffen Cossbau verwandelte Siebenmeter ging der HSC Coburg mit 2:0 in Führung, behauptete die Führung bis zum Spielende. Der ThSV Eisenach, ohne die verletzten Olafur Ragnarsson, Patrik Hruscak, Benjamin Trautvetter und dem angeschlagenen Daniel Luther nur auf der Bank, kam einfach nicht ins Rollen. Gefahr drohte dem im ersten Abschnitt von Oliver Krechel gut gehüteten Franken-Kasten zunächst, wenn Bogdan Criciotoui aus dem rechten Rückraum abzog. Blitzschnelles Umkehrspiel prägte den Auftritt des HSC Coburg. Bei einem dieser Gegenstöße eilte Eisenachsa Keeper Svewtislav Verkic aus seinem Kasten, kollidierte mit dem Angreifer und sah daraufhin die rote Karte (8. Min.). Jan-Steffen Redwitz übernahm bis zum Spielende die Aufgabe im Eisenacher Tor. Der HSC Coburg konterte weiter, traf durch ein Doppelpack von Florian Bilek zum 4:8 (12.). Doch auch die Eisenacher lochten durch Dirk Holzner und Tomas Urban per Gegenstoß ein. Azat Valullin verkürzte zum 8:10 (17.). Mit einer geschickt die Lücken schließenden Abwehr und gut strukturierten Angriffszügen zog der HSC Coburg gar auf 9:15 (22.) davon. Personelle und taktische Wechsel beim ThSV Eisenach, Azat Valullin übernahm zwischenzeitlich von Marcel Schliedermann die mittlere Aufbauposition, fruchteten nur wenig. Da war ordentlich Sand im Getriebe. Eisenachs Branimir Koloper vermochte sich zum Ende der ersten Halbzeit am Kreis besser zu behaupten, konnte nur auf Kosten eines Siebenmeters gestoppt werden (Nick Heinemann versenkte schnörkellos) oder vollendete selbst. Beim HSC Coburg verzückte Florian Bilek mit seinen Wurfqualitäten von Rechtsaußen zum 12:17-Pausenstand.

Schlussspurt nach 7-Tore-Rückstand ohne Happyend
Mit veränderter Formation, Adrian Wöhler auf Links- und Nick Heinemann auf Rechtsaußen, Duskoi Celic, Marcel Schliedermann und Bogdan Criciotoui im Rückraum sowie Nicolai Hansen am Kreis startete der ThSV Eisenach in den zweiten Abschnitt. Auch Coburgs Trainer Jan Gorr wechselte durch. Sein Shooter Mathias Gerlich, einst Rhein-Neckar-Löwen und DHfK Leipzig, scheiterte per Siebenmeter an ThSV-Keeper Jan-Steffen Redwitz. Die blau-weiße Anhängerschar hoffte, der ThSV Eisenach möge nun das Kommando übernehmen. Die alles andere wie zimperlich zu Werke gehenden Franken behielten jedoch das Zepter in der Hand, testen die Haltbarkeit der neuen Eisenacher Trikots. Beim ThSV Eisenach kehrte 2,07-Merter-Mann Azat Valullin auf das Parkett zurück. Doch die Franken kombinierten munter drauf los, narrten mit einem einstudierten Spielzug zur Kreismitte mehrfach die Eisenacher Abwehr. Nach einer Freiwurfablage schmetterte Till Riehn das Leder gar zum 17:24 ins Eisenacher Gehäuse (44.). Das Signal zum Eisenacher Schlussspurt! Marcel Schliedermann setzte die Segel auf Sturm. Azat Valullin operierte als vorgezogene Spitze einer offensiver und auf Ballgewinne orientierter Eisenacher Abwehr. Die Coburger kamen ins Straucheln, die Phonstärke unter den Zuschauern nahm zu. Marcel Schliedermann traf vom Kreis zum 23:25 (52.). Azat Valullin imponierte mit seinen Wurfqualitäten aus dem Rückraum, war nicht mehr zu bremsen, hämmerte zum 26:27 ein (55.). Florian Bilek (zum 26:28) und Girts Lilienfelds (zum 27:29) antworteten. Nick Heinemann versenkte von Rechtsaußen zum neuerlichen Anschlusstreffer (218:29, 58.). Eisenachs Branimir Koloper kassierte eine Zeitstrafe. Coburg unterlief ein technischer Fehler. Ballbesitz für den ThSV Eisenach. Auszeit von Velimir Petkovic. Doch seine Schützlinge verlieren durch einen Patzer das Leder. Die Franken spielen clever die Schlussminute herunter, nutzten eine Torgelegenheit zum 28:30-Endstand.

Statistik: ThSV Eisenach – HSC Coburg 28:30 (12:17)

ThSV Eisenach:
Verkic, Redwitz, Römer; Wöhler (1), Luther (n.e.), Celica (1), Schliedermann (1), Hansen (1), Urban (2), Holzner (3/1), Heinemann (3/2), Koloper (2), Valullin (8), Criciotouis (6), Seifert (n.e.)

HSC Coburg:
Krechel, Kulhanek, Krug; Kirveliavicius (3), Lilienfelds (3), Harmandic (2), Kelm (4), Gerlich (1), Kirchner (1), Vitek, Riha (1), Coßbau (4/1), Bilek (8), Riehn (3), Wucherpfennig, Hagelin,

Zeitstrafen:
ThSV Eisenach 5 x 2 Min. (Rot für Verkic, 8.Min.)
HSC Coburg 10 x 2 Min. (Rot für Kirveliavicius nach 3. ZS, 53.)

Siebenmeter:
ThSV Eisenach 4/3
HSC Coburg 6/4

Schiedsrichter: Jacob/Kuss

Zuschauer: 525 in der Hörselberghalle Wutha-Farnroda

Steffen E. | | Quelle:

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