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 | Bildquelle: sportfotoeisenach

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Bildquelle: sportfotoeisenach

ThSV Eisenach vor dem Heimspiel am Mittwoch gegen Frisch Auf! Göppingen

Die Würfel in Sachen Abstieg sind wohl gefallen. Der Bergische HC hat mit zwei Siegen in Folge wohl das rettende Ufer erhalten. Neben dem sich im Januar aus dem Spielbetrieb zurückziehenden HSV Handball müssen höchstwahrscheinlich der TuS Nettelstedt und der ThSV Eisenach die DKB Handball-Bundesliga verlassen.
Noch stehen für den ThSV Eisenach, der bereits intensiv an seiner neuen Mannschaft arbeitet, vier Punktspiele im Oberhaus an. Am Mittwoch, 18.05.2016 empfängt der ThSV Eisenach um 19.00 Uhr in der heimischen Werner-Aßmann-Halle Frisch Auf! Göppingen. Das Team um Michael Kraus ist noch auf internationaler Ebene (Finalspiele im EHF-Cup) am Ball, wegen Terminüberscheidung hat die DKB Handballbundesliga die Partie in der Wartburgstadt vom Samstag, 14.05.2016 auf Mittwoch, 18.05.2016 verlegt.

Hat der Bergische HC mit den Siegen über den SC Magdeburg und beim TuS Nettelstedt-Lübbecke die Entscheidung um den Klassenerhalt herbeigeführt? Der TuS Nettelstedt-Lübbecke und der ThSV Eisenach sind vor dem Gang in die 2. Liga wohl nicht mehr zu retten?
Mit dem Sieg des Bergischen HC über den SC Magdeburg war im Abstiegskampf mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Das waren zwei lebenserhaltende Punkte für den BHC. Dessen Sieg am Mittwoch beim TuS Nettelstedt-Lübbecke sorgte für endgültige Klarheit in Sachen Ligaerhalt und Abstieg. Theoretisch, rechnerisch ist in vier Spielen noch einiges möglich, aber wohl nur theoretisch.

Was bedeutet das für den ThSV Eisenach in den restlichen Spielen?
Es wartet noch ein hammerhartes Restprogramm, mit den Heimspielen gegen Frisch Auf Göppingen und dem THW Kiel sowie den Auswärtsaufgaben bei der SG Flensburg-Handewitt. Alles Kracher! Alle im Eisenacher Team sollten stolz sein, gegen solche Top-Klubs spielen zu dürfen. Sie sollten ohne Druck mit Freude und Lust in diese Begegnungen gehen! Auch das Eisenacher Publikum sollte die beiden Heimspiele genießen.

Welche Erkenntnis gewannen Sie während Ihrer kurzen Zeit in Eisenach? Ist die Mannschaft tatsächlich nicht erstligatauglich?
Über die Gesamtdistanz gesehen gilt zu konstatieren, es hat nicht gereicht. Die Tabelle gibt eine klare Auskunft. Für mich ergeben sich drei entscheidende Ursachen.
1. Die DKB Handball-Bundesliga, die stärkste Liga der Welt, ist eine finanzielle Sache. Der ThSV Eisenach hat den weitaus niedrigsten Etat.
2. Mit diesen arg beschränkten Mitteln wurde ein kompletter personeller Umbruch vollzogen, mit 10 (!) Neuzugängen. Ein riesiges Problem!
3. Im Kader stehen zu wenig Akteure mit Erstbundesliga-Erfahrung. Der Großteil der Neuzugänge kam aus fremden Ländern und fremden Kulturen nach Deutschland. Für sie war die DKB Handball-Bundesliga völliges Neuland.
Das sind aus meiner Sicht drei wichtige Kriterien, die zum erneuten postwendenden Abstieg, nach dem dritten Aufstieg, führen. Daraus muss gelernt werden, müssen die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden.

Was sind die Hauptschwachpunkte?
Die Abwehr im Zusammenspiel mit dem Torwart ist ein Riesenproblem. Eigentlich müssten wir zwei oder drei variable Abwehrformationen spielen können. Eigentlich!

Fehlt der Mannschaft ein Mann vom Schlag Victor Szilagyi?
Victor Szilagyi ist ein international erfahrener Spieler, mit 200 Länderspielen für Österreich, nationalen und internationalen Erfolgen mit dem THW Kiel. Er ist der Kopf des Bergischen HC, die absolute Respektsperson. Insbesondere in knappen Spielen reißt er die Zügel an sich, setzt selbst zum entscheidenden Wurf an. Ein solch erfahrener Erstbundesliga-Spieler fehlt beim ThSV Eisenach. Das ist die Realität.

Sie verzeichneten aber zuletzt auch Fortschritte, wo im Speziellen?
Letztendlich zählen die Punkte, deren haben wir nur Zwei unter meiner Leitung, zugegebenermaßen gegen vielfach hochkarätige Kontrahenten – geholt. Fortschritte zu erwähnen, fällt das schwer. Hauptsorgenkinds ist weiterhin die Abwehr. Im gebundenen Spiel nach vorn vollzogen wir einen Schritt nach vorn. Letztendlich, beim Blick auf die Tabelle, nur eine Randnotiz.

Wie gehen Sie die Heimaufgabe gegen Frisch Auf! Göppingen an?
Wir wollen versuchen, zwei annähernd gute Halbzeiten zu bieten. Frisch Auf Göppingen, nicht ohne Grund noch international im Rennen, ist eine mit Top-Spielern besetzte Mannschaft. Wir können ohne einen schweren Rucksack auf den Schultern aufspielen. Ohne jeglichen Druck! Wir können völlig entspannt in die Partie gehen, wollen gegenüber den letzten Spielen besseren Handball zeigen. Das sind wir auch unserem treuen Publikum verpflichtet!

Den Torhüter zugunsten eines Feldspielers auszuwechseln ist in Mode gekommen. Was halten Sie davon? Auch eine Option für Sie?
Eine gute Sache. Das beim ThSV Eisenach einzuführen, dazu fehlte mir die Zeit. Die Abläufe müssen vorher im Training erarbeitet werden. Mit der ab der nächsten Saison veränderten Regel wird es für den 7. Feldspieler noch einfacher, erhöht die Attraktivität.

Steffen E. | | Quelle:

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