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 | Bildquelle: Thomas Levknecht

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Bildquelle: Thomas Levknecht

ThSV Eisenach will im Heimspiel gegen den VfL Gummersbach Rettungszipfel ergreifen

Noch zehn Spieltage absolviert die DKB Handball-Bundesliga. An der Spitze scheint alles auf einen Titelgewinn für den Rekordmeister THW Kiel zuzulaufen. Im Tabellenkeller bleibt es spannend; lediglich für den TV Emsdetten ist als Tabellen-Letzter mit nur sieben Pluszählern die Rückkehr in die 2. Liga vorgezeichnet. Der ThSV Eisenach hat als Tabellen-Vorletzter mit elf Pluspunkten noch Hoffnung. Der Aufsteiger von der Wartburg muss fünf Zähler zum ersten Nichtabstiegsplatz aufholen, den derzeit mit dem Bergischen HC der dritte Aufsteiger vom Sommer 2013 innehat. Auch noch im Abstiegskampf befindet sich Altmeister VfL Gummersbach, der nach drei Niederlagen in Serie mit 16 Pluszählern wieder zittern muss. Am Samstag, 08.03.2014 treffen der ThSV Eisenach und der VfL Gummersbach in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle aufeinander (Anwurf 19.00 Uhr).
Die Oberbergischen sprechen von einem sogenannten Vier-Punkte-Spiel. Für die Thüringer lautet die Losung «Verlieren verboten». Mit einem Doppelpunktgewinn wollen die Wartburgstädter dem zarten Hoffnungspflänzchen Klassenerhalt Dünger geben. «Wir brauchen nun 9 bis 10 Punkten zum Erreichen unseres utopischen Zieles», fomulierte Adalsteinn Eyjolfsson zur turnusmäßigen Pressekonferenz „Es ist nie einfach in Eisenach zu spielen. Für sie ist es eine der letzten Chancen, um den Anschluss nicht zu verlieren, daher erwarte ich einen hochmotivierten Gegner. Aber auch wir wissen alle, worum es am Samstag geht. Wir werden alles dafür tun, um uns mit einem Sieg Luft im Abstiegskampf zu verschaffen“, betonte Emir Kurtagic, der Coach des VFL Gummersbach, der bis auf die langzeitverletzten Jan-Lars Gaubatz (Kreuzbandriss), Tobias Schröter (Operation nach Knorpelschaden) und Philipp Jaeger (Reha) auf alle Profis seines Kaders zurückgreifen kann. Adalsteinn Eyjolfsson, der Trainer der Wartburgstädter, der gerade seinen Vertrag beim thüringischen Traditionsverein um ein Jahr verlängerte, unabhängig von der Spielklasse, muss weiterhin auf die verletzten Rückraumspieler Hannes Jon Jonsson und Daniel Luther verzichten. Der Isländer erlebte in der vergangenen Woche eine völlig ungewohnte Situation, hatte fünfzehn Spieler im Training zur Verfügung. Eine nicht endenwollende Langzeitverletztenliste erschwerte die Herkulesaufgabe für den Aufsteiger doch ganz erheblich. Linkshänder Girts Lilienfelds brach sich gleich zwei Mal den rechten Arm. In der Vorwoche, im Auswärtsspiel beim TuS Nettelstedt-Lübbecke feierte der lettische Auswahlspieler sein Comeback. Mit ihm soll das spielerische Moment auf der rechten Angriffsseite belebt werden. Auf die so unterschiedlichen Qualitäten von Dener Jaanimaa und Girts Lilienfelds im rechten Rückraum setzt der ThSV Eisenach am Samstag und in den anstehenden Partien. «Für Girts hat sich der Wunsch 1. Handballbundesliga erfüllt, er wird jetzt Vollgas geben», ist sich Adalsteinn Eyjolfsson sicher. Er wünscht sich mehr Explosivität, mehr Aggressivität, ein Team mit Feuer und Flamme. «Wir appellieren an unsere Anhängerschar, eine große und stimmgewaltige Kulisse als Rückendeckung für unser Team zu bilden», unterstrichen ThSV-Präsident Gero Schäfer und ThSV-Marketing-Geschäftsführer Karsten Wöhler.
Der VfL Gummersbach hat alle seine Asse an Deck. Das Torwartduo bilden der 170-fache Nationalspieler Carsten Lichtlein und der erst vor drei Wochen von Ligakonkurrent HBW Balingen-Weilstetten gekommene Matthias Puhle. Den Rückraum besetzen die erfahrenen Barna Putics, Christoph Schindler und Mark Bult. Auf Linksaußen ist Shootingstar Raul Santos erste Wahl.
Der lockere 30:24-Erfolg des VfL aus der Hinrunde ist Geschichte. Für beide Teams. Bei der Neuauflage steht für beide ganz viel auf dem Spiel. Wer kommt mit dem Druck am besten zurecht? Das wird eine ganz entscheidende Frage sein.

Th. Levknecht

Rainer Beichler | | Quelle:

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