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ThSV: Franzosen mit dem besseren Ende

Wechselseitige Führungen bestimmten den internationalen Handballvergleich zwischen dem Zweitbundesligisten ThSV Eisenach und dem französischen Erstligisten US Creteil. Vor knapp 300 Zuschauern in Mühlhausen zeigten sich, die im laufenden Europapokalwettbewerb stehenden, Gäste letztendlich cleverer, verließen als 22:25 (11:13) Sieger das Parkett der Sporthalle des Berufsschulzentrums. «Es war eine willkommene Trainingseinheit in Spielform zwischen zwei Pflichtspielen. Leider zeigten wir uns in puncto Disziplin nicht verbessert. Wir vermochten erneut nicht, eine Führung durch disziplinierte und angriffsorientierte Spielweise bis zum Schlusspfiff zu behaupten», legte Runar Sigtryggsson, der Spielertrainer des ThSV Eisenach, der sich ausschließlich auf seine Trainerrolle beschränkte, den Finger in die Wunde. Hatten die Wartburgstädter doch nach 45 Minuten mit 19:16 in Führung gelegen. Auch beim 21:20 (Göhl, 50.) und 22:21 (Kneer, 55.) lagen die Eisenacher, auch wenn nur hauchdünn, vorn. Mit einer Pressdeckung gegen die Rückraumakteure Stefan Kneer und Krisztian Szep-Kis nahm Creteil den Eisenachern jeglichen Wind aus den Segeln. Ungeordnet, aufgescheucht produzierten die ThSV-Mannen Fehler, die die Gäste dankend zur Spielentscheidung zu ihren Gunsten nutzten.
Mit temposcharfen Angriffszügen hatten sich die Eisenacher ein 10:6 (20.) erspielt. Stefan Kneer unterstrich seine Torgefahr aus dem Rückraum. Danjiel Grgic suchte immer wieder Havard Augensen am Kreis. Doch das ging mehrfach schief. Im Gegenteil. Zuspielversuche waren Ausgangspunkt für schnelle Tempogegenstöße der Franzosen, die diese zur 11:13-Halbzeitführung verwerteten.
Gestützt auf einen guten Karsten Lehmann im Kasten schienen die Eisenacher nach Wiederanpfiff das Zepter zu übernehmen. Einen 12:14 Rückstand (33.) verwandelten sie in eine 16:14-Führung (37.). Ronny Göhl feierte nach seiner Fingerverletzung die Rückkehr auf die Spielfläche. Kurzzeitig wurde es haarig. Frederic Louis brannten die Sicherungen durch. Die Unparteiischen Jacob/Fischer schickten den Hitzkopf zum vorzeitigen Duschen (Rot, 41.). Runar Sigtryggsson brachte entsprechend des Testspielcharakters alle Spieler zum Einsatz. Die Gäste zeigten sich letztendlich cleverer…..!
ThSV Eisenach: Lehmann, Jerkovic (n.e.); Kneer (7), Augensen (3), Szep-Kis (3), Sigtryggsson (n.e.), Grgic (1), Kastelic (5/1), Göhl (1), Weiß, Ehrhardt, Riehn, Latchimy (2)
Siebenmeter: Eisenach 1/1 – Creteil 5/5
Zeitstrafen: Eisenach 3 x 2 Min. – Creteil 5 x 2 Min. (Rot Louis 41. nach der 3. ZS)
Schiedsrichter: Jacob/Fischer (Vieselbach/Gräfentonna)

ThSV Eisenach II mit unerwarteter Niederlage
Im Vorfeld standen sich in einem freundschaftlichen Vergleich Landesligist VfB TM Mühlhausen und Oberligist ThSV Eisenach II gegenüber. Die engagiert diesen Test bestreitenden Gastgeber feierten am Ende einen unerwarteten 35:33 (16:15) Erfolg und wurden vom einheimischen Publikum mit viel Beifall bedacht. Die Youngster des ThSV Eisenach II hingegen wirkten lustlos, enttäuschten nahezu auf der ganzen Linie. Selbst eine 31:28-Führung (50.) Minute wurde nahezu emotionslos aus der Hand gegeben. Die unterklassigen Mühlhäuser, die in der zweiten Halbzeit ihren Torschützen vom Dienst Sivio Sack (7 Tore in der 1. HZ) auf der Bank ließen, allen Spielern längere Einsatzzeiten einräumten, nutzten die Gunst der Stunde, um mit einem Erfolg über den höherklassigen ThSV Eisenach II (auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war) Werbung in eigener Sache zu machen und Selbstvertrauen für die anstehenden Punktspiele zu tanken.
ThSV Eisenach II: Nositschka (1. HZ), Herold (2. HZ); Weiß, Wöhler (3), Hartmann (4/2), Ladyguine (3), Pickardt (2), Stegner (5), Ehrhardt (8), Emmelmann (4), Riehn (4)
Zeitstrafen: Mühlhausen und ThSV II je 3 x 2 Min.
Siebenmeter: Mühlhausen 7/5 – ThSV II 4/2

Rainer Beichler | | Quelle:

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