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ThSV mit 5. Saisonniederlage

Im 7. Saisonspiel setzte es die 5. Niederlage für den ThSV Eisenach. Die neugegründete Spielgemeinschaft Handball-Regio (HBR) Ludwigsburg bezwang die Wartburgstädter vor 800 Zuschauern mit 31:26 (15:12). «An der Niederlage tragen wir die alleinige Schuld», resümierte ein enttäuschter Timo Meinl nach dem Abpfiff. Mit 18 abgewehrten Bällen, darunter einen Siebenmeter, war auf den ThSV-Schlußmann über 60 Minuten erneut Verlass. Seine Teamkollegen verteilten acht Wochen vor dem Weihnachtsfest indes fleißig Geschenke. Mit 18 Technik- und Regelfehlern servierten die Eisenacher den Hausherren das Leder zu Tempogegenstößen. «Eisenachs hohe Quote technischer Fehler gab den Ausschlag. Wir brauchten nur auf die Ballverluste warten, kamen zu den sogenannten einfachen Toren. Im Positionsspiel gab es zwischen beiden Teams kaum Unterschiede», so die prägnante Einschätzung von Henk Groener, dem Ludwigsburger Coach. ThSV-Kollege Zdenek Vanek pflichtete dem bei. «Wir verkürzten mehrfach auf drei Treffer. Statt näher auf Tuchfühlung zu kommen, stellten wir uns mit Ballverlusten immer wieder selbst ein Bein», so ein frustrierter Eisenacher Trainer. Die Hausherren rissen nämlich wahrlich auch keine Bäume aus, durften sich aber der Eisenacher Präsente erfreuen. In ihrer Spielanlage fehlten den Eisenachern Überraschungsmomente, fand kaum ein Spiel über die drei Kreispositionen statt. Die Ludwigsburger agierten da ein Stück variabler. Bei ihnen fiel kaum ins Gewicht, dass ihr Regisseur Andreas Rönnberg wegen eines Lehrgangs der finnischen Nationalmannschaft nicht zur Verfügung stand.

Entgegen der Vorankündigung musste der ThSV Eisenach verletzungsbedingt mit Andrej Kastelic und Zbynek Vesely erneut auf beide Stammaußen verzichten. Der torgefährliche Routinier Andrej Kastelic wurde schmerzlichst vermisst. Youngster Adrian Wöhler enttäuschte als Ersatz auf Linksaußen jedoch keineswegs! Der zuletzt heftig in der Kritik stehende Krisztian Szep-Kis zeigte sich deutlich aktiver und mit Drang zum Tor. Dafür klemmte dieses Mal im linken Rückraum die Säge. Kilian Kraft und Till Riehn vermochten die defensive Ludwigsburger Abwehr kaum ins Schwitzen zu bringen. Der in der Halle weilende derzeit an einer Verletzung laborierende ehemalige Eisenacher Stefan Kneer jetzt bei Erstligist HBW Balingen-Weilstetten) zündete auf dieser Position noch in der Vorsaison den Turbo. «Brotlose Ballstafetten» der Rückraumreihe schreckten die Hausherren nicht auf. Kein finaler Pass zu einem sich freilaufenden Spieleram Kreis! Die Ludwigsburger suchten und fanden mehrfach den Torerfolg über den Kreis, setzten ihre Haupt-Nadelstiche freilich über Konter mit Ausgangspunkt Torhüter und Kapitän Tobias Heger, der mit präzisen Steilvorlagen seine Tempogegenstoßspezialisten auf die Reise schickte.

Blieb nach dem Abpfiff Stefan Kneer nur, seinen ehemaligen Teamkollegen und Gefährten aus gemeinsamen ThSV-Internatszeiten Trost zu spenden. Ziemlich ratlos kauerten sie am Spielfeldrand. Mit 3:11 Punkten sitzen sie im Tabellenkeller fest. Das Aufeinandertreffen mit Concordia Delitzsch am Samstag, 04.11.06 um 19.30 Uhr in der Werner-Aßmann-Halle wird dadurch zum «Kellerderby». Soll der Baum nicht schon lange vor dem Fest brennen, müssen zwei Pluszähler her.

Am Dienstag, 31.10.06 gilt es im DHB-Pokal gegen Erstbundesligist Eintracht Hildesheim erst einmal achtbar zu bestehen (Anwurf 18.00 Uhr Werner-Aßmann-Halle).

Rainer Beichler | | Quelle:

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