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ThSV: Mit Pokalschwung Punktekonto ausgleichen

Souverän löste der ThSV Eisenach die Aufgabe in der 2. DHB-Pokal-Hauptrunde. Beim Regionalliga-Spitzenteam HSV Coburg-Neuses feierten die Wartburgstädter einen 31:41 (16:20) Erfolg im Stil eines Start-Ziel-Sieges. Die Gastgeber, im Sommer bei einem Testspiel an gleicher Stelle das neuformierte Eisenacher Team nach einem strapaziösen Trainingslager mit 9 Toren Differenz besiegend, waren hoch motiviert, den Erstbundesligaabsteiger im Pokalwettbewerb zu stoppen.

Nahezu 1000 Zuschauer bildeten eine heißblütige Kulisse, von einem in der Wortwahl nicht wählerischen Einpeitscher als Hallensprecher ständig angeheizt. Da zeigten sich selbst die Schiedsrichter beeindruckt. Die Eisenacher, obwohl personell arg gebeutelt, zeigten sich indes über die gesamte Distanz unbeeindruckt. Ausdruck der Personalnot nach Verletzungsausfällen (Schwurack, Karbe, Mellack, Augensen, Vilaniskis füllen die Krankenstation) und berufsbedingtem Fehlen (Ludwig, Emmelmann), Physiotherapeut Martin Münzberg musste kurz vor der Abfahrt seinen Spielerpaß holen. Zu einem Comeback nach 6 Jahren in der ersten Mannschaft des ThSV Eisenach kam es allerdings nicht, auch wenn sich die Plätze neben Trainer Zlatko Feric in der zweiten Halbzeit nach roten Karten für Kisztian Szep-Kis (38.) und Stefan Kneer (43.) mächtig lichteten. Vom überragenden Kapitän Danijel Grgic (11 Tore) angeführt, behielten die Eisenacher kühlen Kopf. In Unterzahl zogen sie vom 21:24 (39.) auf 23:30 (47.) davon, schraubten in einem Torefestival beider Mannschaften die eigene Trefferausbeute bis zum Abpfiff noch auf eine 10-Tore-Differenz.
Mit schwungvollem Angriffshandball verschafften sich die Thüringer sofort Respekt. Mit risikovollem fehlerbehafteten Angriffsspiel kamen die Coburger ihren Gästen entgegen. Listig luchsten Grgic & Co. ihnen das Leder ab. Besonders Ronny Göhl beeindruckte als pfeilschneller und kaltblütig vollender Konterspezialist (5:8, 11.Min, 14:19, 28.). Endlich traf auch Krisztian Szep-Kis aus dem rechten Rückraum. Runnar Sigtryggsson nahm überwiegend die Kreisposition ein, traf zum 10:13 (20.). Andrej Kastelic ( 7 Tore) deutete an, welch wertvoller Spieler er sein kann, wenn er in die Angriffshandlungen einbezogen wird. „Teilweise wurden wir wie auf einem Bierdeckel ausgespielt“, erklärte Coburgs Trainer mit süßsaurer Mine nach dem Abpfiff. Zlatko Feric, der Trainer des ThSV Eisenach, war nach zwei Punktspielniederlagen in Folge mit anschließender Schelte sichtlich aufgekratzt. „Diese Leistung müssen wir nun auch gegen die HSG Gensungen/Felsberg anbieten, um Meisterschaftszähler einzufahren.“
Das ist die Aufgabe für den Freitagabend. Ab 19.30 Uhr in der heimischen Werner-Aßmann-Halle will der ThSV Eisenach mit einem vollen Erfolg erst einmal sein Punktekonto (derzeit 2:4) ausgleichen. Einen weiteren Punktverlust können sich die Eisenacher nicht leisten. Mit der HSG Gensungen/Felsberg kommt eine routinierte Zweitligamannschaft mit Siegermentalität. Am vergangenen Spieltag wurde immerhin die TSG Ludwigsburg-Oßweil in die Schranken gewiesen. „Mit dem Schwung vom Mittwoch lösen wir die Aufgabe“, strahlt auch Ronny Göhl Optimismus aus. Er und seine Teamkollegen hoffen indes auch, trotz der Punktspielenttäuschungen in Oßweil und Leutershausen, auf die Hilfe der eigenen Anhängerschaft von den Traversen.
Eintrittskarten sind ab 18.15 Uhr in allen Preiskategorien an der Abendkasse erhältlich.

Die Pokalstatistik
ThSV: Jerkovic, Lehmann; Sigtryggsson (3), Kneer (5), Riehn (1/1), Latchimy (2), Grgic (11/2), Kastelic (7), Göhl (8), Szep-Kis (4/1). Münzberg (n.e.)
Siebenmeter: Coburg 4/4 – Eisenach 4/4
Zeitstrafen: Coburg 2 Min. – Eisenach 18 Min. (Rot für Szep-Kis 38. N. 3. ZS, Rot für Kneer
nach Foulspiel 43.)
Zuschauer:1000

Rainer Beichler | | Quelle:

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