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 | Bildquelle: Fotostudio Gräbedünkel

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Bildquelle: Fotostudio Gräbedünkel

Willy Weihrauch wechselte von den Füchsen Berlin zum ThSV Eisenach

Ein junger Rechtsaußen will durchstarten
„Mein Vater hat in der DDR-Liga Handball gespielt, mein älterer Bruder spielt Handball, derzeit beim HSV Bad Blankenburg, da war es nahezu logisch, dass auch der Jüngste in der Familie Handball spielt“, erklärt Willy Weihrauch, Eisenachs Neuzugang auf der Rechtsaußenposition. Der Linkshänder wechselte von den Füchsen Berlin in die Wartburgstadt. Der 22-Jährige wurde mit dem Nachwuchs des Hauptstadtklubs 4-mal Deutscher Meister. Auf seiner Vita stehen im Männerbereich Klubweltweltmeister und Europapokalsieger. Nun will Willy Weihrauch beim ThSV Eisenach durchstarten, „persönlich weiter entwickeln, mit längeren Einsatzzeiten“. Der Wechsel von der Großstadt Berlin in die Kleinstadt Eisenach falle ihm nicht schwer. „Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen, kenne Vor- und Nachteile einer Klein- und Großstadt, fühle mich in beiden wohl“, argumentiert Willy Weihrauch. Mit seiner aus Berlin unter die Wartburg gekommenen Freundin bezog er eine kleine Wohnung in nicht großer Entfernung der Werner-Aßmann-Halle. Wichtig für den Wohlfühlfaktor!

Strenges Reglement im Nachwuchsprojekt der Füchse Berlin
Mit 5 Jahren schloss er beim MBSV Belzig Bekanntschaft mit dem kleinen runden Leder. Erste Übungsleiterin, Katrin Wiede, die Mutter des aktuellen Nationalspielers Fabian Wiede von den Füchsen Berlin. Im C-Jugend-Alter wechselte er zum SC Magdeburg und auf die Rechtsaußenposition. Bis dahin spielte er auf Rückraum Mitte. „Athletik, Schnelligkeit, Technik und Dynamik faszinieren mich an der Mannschaftssportart Handball“, erläutert Willy Weihrauch. „Mal Handballprofi zu werden, davon habe ich geträumt. Das es Realität wird, war zunächst nicht abzusehen. Ein Wunsch hat sich erfüllt“, so der Linkshänder. Ein ganz strenges Reglement galt es ab 2013 bei den Füchsen Berlin einzuhalten. „Sportliche und schulische Ausbildung harmonierten. Der Alltag war zwischen Schule und Training geregelt. Im Sportinternat wurde alles kontrolliert, auch sportgerechte Ernährung, das Einhalten der Ruhezeiten. Für Disco-Besuche blieb keine Zeit. Alles war dem Leistungsgedanken untergeordnet“, berichtet Willy Weihrauch. „Sportlich und persönlich konnte ich mich bei den Füchsen Berlin optimal entwickeln“, ergänzt der Neu-Eisenacher.

„Ein junges Trainerteam passt zur Dynamik dieser jungen Mannschaft.“
In Berlin trug er die Rücken-Nummer 20. Die war beim ThSV Eisenach schon vergeben (an Tomas Urban). Willy Weihrauch entschied sich für die 94, seinem Geburtsjahr. Die ersten Trainingstage unter dem Trainergespann Christoph Jauernik/Arne Kühr seien sehr anstrengend gewesen. „Sie hatten es in sich“, so der junge Rechtsaußen. „Der Leistungsgedanke in der Mannschaft ist deutlich spürbar. Es wurde für mich sofort klar, wir arbeiten gemeinsam auf ein Ziel hin. Ein junges Trainerteam mit eine junger Mannschaft, das ist optimal, entspricht meinem Naturell. Das junge Trainerteam passt zur Dynamik der Mannschaft. Sicher von Vorteil, Christoph Jauernik kennt den Verein, das Umfeld und die Stadt“, findet Willy Weihrauch nach der ersten Trainingswoche, kurz vor der Abfahrt ins Trainingslager. „Im Team steckt noch viel Potential, das noch lange nicht ausgeschöpft ist, wir gemeinsam entwickeln“, fügt der 22-Jährige hinzu.
Die 2. Liga kenne er freilich kaum. Durch die Eingleisigkeit der 2. Liga sei das Leistungsniveau hoch. Der Frage, welcher Tabellenplatz für den ThSV Eisenach möglich sei, weicht er aus verständlichen Gründen noch aus. „Wir wollen möglichst jedes Spiel gewinnen und eine bestmöglichste Platzierung erreichen.“ Zu spüren, lange in der 2. Liga möchte er, der Europapokalsieger, nicht spielen.
Mit einem kontinuierlich gewachsenen Team will der ThSV Eisenach in naher Zeit den Blick nach oben richten. Ganz nach dem Ansinnen des aus Berlin gekommenen jungen Rechtsaußen, dessen derzeitige Wohnung auch nicht weit entfernt vom vorgesehenen Standort der neuen voll umfänglichen erstbundesligatauglichen Halle ist…

 

Fotostudio Gräbedünkel

Foto: Fotostudio Gräbedünkel

A. Ziehn | | Quelle:

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