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Tom Kreutzer erwies sich als universell einsetzbar | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung: Tom Kreutzer erwies sich als universell einsetzbar
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Wir hätten was reißen können!

Dreijährige Jugendbundesligazeit endet für den ThSV Eisenach
Mit Jonas Bogatzki, Jan Minas, Luca Baur, Noah Streckhardt und Thomas Bobe kamen gleich fünf Spieler aus der aktuellen A-Jugend im Zweitbundesligateam des ThSV Eisenach zum Einsatz. DHB-Anschlusskader Pascal Küstner hätte sicherlich auch dazu gehört, doch ihn stoppte eine langwierige Verletzung. Auch das ein Beleg für die Aussage der 17/18-jährigen Talente und des Trainerteams Karsten Knöfler und Uli Enke, dass Platz 6 oder besser in der Jugendbundesliga und damit die direkte Qualifikation für die Saison 2017/2018 – trotz eines kleinen Kaders – ein realistisches Ziel gewesen war. Verlustpunktfrei hatte das Team – noch mit Christoph Jauernik und Uli Enke als Trainer – im Sommer 2016 die Qualifikationsrunden zur höchsten deutschen Nachwuchshandball-Spielklasse gemeistert, startete hoffnungsvoll in die Punktspielsaison  Die Siege gegen den TV Gelnhausen (32:30) und in Wiesbaden (32:25) waren ein Beleg für die begründete Hoffnung.  Das spielerische und kämpferische Highlight, der 39:23-Auswärtserfolg in Leutershausen.

Wir hätten was reißen können, sind  sich Trainer Karsten Knöfler, Kapitän Luca Baur und das gesamte Team sicher.

Die Verletztenmisere in den eigenen Reihen (Küstner, Bobe, Manys), die Rückkehr von Joshua Holzschuh zu seinem Heimatverein  sowie die Langzeitverletztenmisere im Zweitbundesligateam blieben nicht ohne Einfluss auf die Leistungen und Ergebnisse in der Jugendbundesliga.

Doppelbelastungen kosteten notwendige Frische
Die A-Jugend stand vielfach vor Doppelschichten am Wochenende, Jugendbundesliga und Thüringenliga Männer. Nicht selten mit Einsatzzeiten jeweils über 60 Minuten.  Ohne Frische, ja ausgelaugt, präsentierten sich die ThSV-Talente in der Rückrunde der Jugendbundesliga-Saison 2016/2017. „Tiefpunkt“,  die 21:24-Niederlage beim Schlusslicht TV Hüttenberg. Nicht einmal 24 Stunden zuvor bestritten die A-Jugendlichen ein 60-minütiges Kampfspiel in der Thüringenliga Männer gegen die HSG Werratal,  hatten bei den Hessen im Finish nichts mehr zuzusetzen. Zwei Punktspiele mussten sogar abgesagt werden. Eine B-Jugend-Auswahl mit einigen wenigen A-Jugendlichen ging Anfang Dezember mit 27:50 bei der TVG-Junioren-Akademie unter. Zur Partie Anfang März in Hanau wurde die eingesprungene B-Jugend (allerhöchster Respekt zur Übernahme dieses Himmelfahrtskommandos!) mit 5:46 überrollt. Ein erneuter Nichtantritt hätte den sofortigen Ausschluss zur Folge gehabt. Den 11-Pluszählern bis zum November  konnten nur noch 2 weitere, durch ein 31:29 über Eintracht Wiesbaden,  hinzugefügt werden. Das Feuer im Team war aus Enttäuschung verloschen. Unterm Strich blieb Platz 9 und damit  keine direkte  Qualifikation für die Jugendbundesliga 2017/2018. Eine dreijährige Jugendbundesligazeit endete (vorerst).  Das nahmen einige A-Jugend-Talente (Maximilian Staib, Joel Schwarz) zum Anlass, den ThSV Eisenach zu verlassen. Auch Trainer Karsten Knöfler bricht nach nur einem Jahr sein Zelt unter der Wartburg ab. Der 40-jährige A-Lizenz-Inhaber übernimmt das Sagen beim Frauen-Bundesligisten HC Rödertal. Eine Rückkehr in die Jugendbundesliga bleibt allerdings auf der Agenda des ThSV Eisenach.

Angriff auf die vorderen Plätze wurde jäh gestoppt

Wir wollten die Tabellenplätze hinter den beiden Spitzenteams des SC DHfK Leipzig und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen attackieren, berichtet Karsten Knöfler, der erst unmittelbar vor der Saison zum ThSV Eisenach gestoßen war.

Das Team bestritt den Großteil der Vorbereitung noch ohne ihn. Als „klein, aber fein, eine Mannschaft mit universell einsetzbaren Spielern und ganz viel Potential“, bekam Karsten Knöfler seine Schützlinge von den Trainer-Kollegen übergeben. Zu den 11 Feldspielern und 5 Torhütern ist später noch Tom Kreutzer hinzugestoßen. Zunächst wurde auf die „alte“ Spielphilosophie einschließlich der einstudierten Spielzüge gesetzt, bevor die Handschrift des neuen Trainers nach und nach sichtbar wurde. „Ich setzte auf ein breites Spiel mit vielen Aktionen zu den Außen“, beschreibt Karsten Köfler sein Grundkonzept. „Trainer und Mannschaft kamen sich näher, nach den nicht unerwarteten Auftaktniederlagen gegen die beiden Titelfavoriten, dem Verinnerlichen der neuen Abläufe, waren wir allen Kontrahenten ebenbürtig“, führt der ThSV-A-Jugend-Trainer weiter aus. Doppelpunktgewinne waren der Beleg. „Als wir so richtig im Rollen waren, brach das Unheil über uns herein“, konstatiert Karsten Knöfler. Die Verletzungsmisere begann. Rückraumspieler Joel Schwarz machte den Anfang. Thomas Bobe musste verletzungsbedingt passen, fehlte letztendlich bis zum Saisonende. Mitte November zog sich Pascal Küstner im Nachholspiel in Hochheim am ohnehin lädierten Fuß eine folgenschwere Verletzung zu, die für ihn das Saison-Aus bedeutete. In einer bis zur 52. Minute völlig offenen Partie setzte es im Schlussgang eine 33:38-Niederlage. Einen derben Dämpfer brachte der Trip nach Friesenheim. Bei den „Jung-Eulen“ wurde nach einer 15:8- Halbzeitführung noch 26:33 verloren. Maximilian Manys, der torgefährliche Linksaußen, verletzte sich. Gleich zwei Mal. Kreuzbandriss hieß die niederschmetternde zweite Diagnose. Der Bundesliga-Anschlusskader für die nächste Saison befindet sich noch im Lazarett. „Mit Pascal Küstner, Thomas Bobe und Maximilian Manys fehlten uns die emotionalen Typen“, führt Karsten Knöfler in seinem Saison-Resümee aus. Die „jüngeren Spieler“ Daniel Bohrt und Maximilian Staib erhielten mehr Spielanteile, stellten ihren Qualitätszuwachs insbesondere in der Abwehrarbeit unter Beweis.

Ein besonderer Dank geht an Tom Kreutzer, der als universell einsetzbarer Spieler und nach Kräften unterstützt hat, möchte Karsten Knöfler herausstreichen.

Für den ThSV Eisenach waren in der Jugendbundesliga-Saison 2016/2017  am Ball:
Lars Kremmer, Julius Rein, Marius Noack, Daniel Gaier, John Martin, Jan Minas, Pascal Küstner, Jonas Bogatzki, Maximilian Manys, Luca Baur, Maximilian Staib, Joel Schwarz, Noah Streckhardt, Daniel Bohrt, Thomas Bobe, Joshua Holzschuh, Tom Kreutzer
Aus den Reihen der B-Jugend halfen aus: Adrian Wahrlich, Paul Iffert, Enno Beyer, Tim Heinze, Julius Brenner (mehrere Einsätze)Nico Knauß, Philipp Gornert, Wieland Schneider, Jonas Hennig, Elias Liebe (1 Einsatz gg Haunau)
Trainer/Betreuer: Karsten Knöfler, Ulrich Enke, Christian Roch, Benjamin Riemann

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Foto: Dreifach-Belastung: Der 18-jährige Jonas Bogatzki kam in der Jugendbundesliga, in der Thüringenliga Männer und in der 2. Handballbundesliga der Männer zum Einsatz.

Andrea T. | | Quelle:

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