Eisenach Online

Werbung
 | Bildquelle: Fotostudio Gräbedünkel

Beschreibung:
Bildquelle: Fotostudio Gräbedünkel

Wir müssen geduldiger spielen und weniger Fehler produzieren

Im Gespräch: Linkshänder Tomas Urban vom ThSV Eisenach

In der stärksten Liga der Welt zu spielen, das war für meine Logik der nächste Schritt,

begründet Tomas Urban seinen Wechsel von Tatran Presov nach Deutschland. In der Vita des 26-jährigen Slowaken stehen überaus beachtliche Einträge: Weltmeisterschaftsteilnahmen 2009 in Kroatien und 2011 in Schweden, die Europameisterschaft 2012 in Serbien, ungarischer Meister und Pokalsieger mit MKB Veszprem, 3-mal Meister und Pokalsieger in der Slowakei mit Tatran Presov. Seit dem Sommer trägt er das Trikot des ThSV Eisenach.

Tomas Urban, am 17.09.1989 in Kosice geboren, begann erst mit 12 Jahren wettkampfmäßig Handball zu spielen.

Basketball und Tennis waren meine sportlichen Betätigungsfelder,

erinnert er sich. Sein älterer Bruder habe ihn zum Handball mitgenommen – und er habe Spaß daran gefunden. In seinem Geburtsort, beim 1. MHK Kosice, startete er seine Handball-Laufbahn. Danach ging es zu WIWLAND MICHALOVCE. In jungen Jahren zog es ihn nach Ungarn, zu Tatabanya Carbonex. Eine Saison spielte er bei MKB Vezprem, wechselte danach zu Grundfos Tatabanya. Es schloss sich eine mehrjährige und ausgesprochen erfolgreiche Zeit beim slowakischen Club Tatran Presov an, die im Sommer endete.

Wir sprachen mit Tomas Urban, der sich schon ganz intensiv mit der deutschen Sprache beschäftigt hat.

  1. Sie wollten nach Deutschland. Warum zum ThSV Eisenach?
    Mein Traum, in der stärksten Liga der Welt zu spielen, nahm mit dem Angebot aus Eisenach konkreter Formen an. Während unserer Gespräche und auch der Vertragsunterzeichnung war der Aufstieg von der 2. in die 1. Liga noch nicht perfekt. Die Chancen standen aber gut. Ich wäre auch bei einem Nichtaufstieg zum ThSV Eisenach gekommen. Dann hätten wir es diese Saison gepackt. Der ThSV Eisenach unterbreitete mir ein gutes Angebot für einen 2-Jahres-Vertrag.
  2. Sie spielen auf Rechtsaußen. War das schon immer Ihre Stammposition?
    Anfangs meiner Laufbahn habe ich auf Rückraum Mitte gespielt. Warum? Wir hatten zu viele Linkshänder.
  3. Durch den Ausfall von zwei Linkshändern spielten Sie zuletzt beim ThSV Eisenach auch im rechten Rückraum…?
    Auf Rechtsaußen fühle ich mich am wohlsten. Aber auch bei Tatran Presov habe ich im rechten Rückraum ausgeholfen. Diese Aufgabe ist für mich also nicht neu.
  4. Sie übernahmen beim ThSV Eisenach auch schon Verantwortung beim Siebenmeter. Gibt es da eine Rangfolge, sind Sie die Nummer 2  hinter Dirk Holzner?
    So ist die generelle Absprache. Der Spielverlauf hat natürlich Einfluss. Dirk und ich sprechen uns ab. Die letzte Entscheidung liegt natürlich bei unserem Trainer.
  5. Sie sind mit Partnerin nach Eisenach gekommen?
    Ja, wir haben eine Wohnung unweit der Werner-Aßmann-Halle bezogen. Die derzeit wichtigste Aufgabe meiner Freundin ist das Erlernen der deutschen Sprache, um dann einen Job ergreifen zu können. Eisenach ist eine gemütliche Kleinstadt, wir fühlen uns wohl. Ich merke täglich, welche große Rolle der Handball hier spielt.
  6. Zwei Siege und ein Unentschieden, 5: 19 Punkte, das ist die aktuelle Bilanz des ThSV Eisenach in der DKB Handball-Bundesliga. Der ThSV Eisenach steht momentan auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Damit dies zum Saisonende auch so ist, wo muss nach Ihrer Meinung noch zugelegt werden?
    Unsere Abwehrarbeit muss besser werden. Mit 393 Treffern haben wir die meisten Gegentore aller Teams der Liga kassiert. Wir müssen in der Abwehr zulegen. Das geht aber nur, wenn wir zusammen spielen, zusammen funktionieren. Nicht individuell sondern als Mannschaft! Aber die Abwehr ist es nicht allein. Auch im Angriff sind Steigerungsraten unabdingbar. Das Auswärtsspiel in Leipzig hat es wieder gezeigt, uns unterlaufen zu viele eigene Fehler, die der Kontrahent  ausnutzt. Wir müssen im Angriff geduldiger spielen und unsere Fehlerquote senken.
  7. Sie sind einer von 9 (!!) Neuzugängen. Wie empfinden Sie das Klima in der Mannschaft?
    Mit dem besseren Beherrschen der deutschen Sprache wird es für jeden aus anderen Ländern gekommenen Neuling leichter. Das Klima im Team ist gut. Uns eint der innigste Wunsch, mit dem ThSV Eisenach die Klasse zu halten!

Titelfoto: Tomas Urban am Ball

Fotostudio Gräbedünkel

Foto: Fotostudio Gräbedünkel

Foto 2: Tomas Urban beim Siebenmeter

Fotostudio Gräbedünkel

Foto: Fotostudio Gräbedünkel

Foto 3: Tomas Urban im Zweikampf

Andrea T. | | Quelle:

Werbung

Die Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft und sofern sie unseren Richtlinien entsprechen, freigegeben.

Top