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 | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

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Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Zu emotional aufgewühlten roten Teufeln

ThSV Eisenach würde bei der SG Leutershausen gar zu gern punkten / Olafur Bjarki Ragnarsson fehlt erneut  
Drei Niederlagen in Folge, zwei davon zuhause. Insbesonders die 23:24-Heimniederlage im Derby gegen den Dessau-Roßlauer HV ließ das blau-weiße Eisenacher Handballherz bluten. Sieben Siege (mit den Highlights der Auswärtserfolge in Aue und Nordhorn) und sieben Niederlagen im Kalenderjahr 2017 lösen unter der Wartburg keine Jubelstürme aus. Mit 16 Siegen, 2 Remis und 14 Niederlagen in der Gesamtbilanz rangiert der ThSV Eisenach auf dem 8. Tabellenplatz. Die Verletzungsmisere von Stammkräften im Rückraum konnte nicht ausbalanciert werden. Am vergangenen Doppelspiel-Wochenende fehlte nun auch noch Olafur Bjarki Ragnarsson (Rückenprobleme). Den im Saisonverlauf ohnehin stark belasteten Rückraumspielern Matthias Gerlich und Duje Miljak wurde zusätzliche Last auferlegt. Ohne Spielmacher fehlte zudem der Mann für die Auslösehandlungen der Aktionen zu den Außenpositionen.

Adrian Wöhler nun ein Routinier
Da hing auch Adrian Wöhler auf Linksaußen ziemlich in der Luft. Kaum zu glauben, er feierte am Mittwoch seinen 30. Geburtstag, gehört damit zu den Routiniers und ist nach Daniel Luther der Zweitdienstälteste. Vor über 16 Jahren kam er im C-Jugend-Alter aus dem heimatlichen Dingelstädt in das Nachwuchsprojekt des ThSV Eisenach, bezog seinerzeit Quartier im Vereinsinternat.

Ich habe in Eisenach meine Frau kennengelernt. Wir haben eine Familie gegründet, mit inzwischen zwei Kindern. Eisenach, dieses liebenswerte kleine Städtchen, ist inzwischen mein Zuhause, erklärte Adrian Wöhler jüngst zu seiner Vertragsverlängerung.

Er vermochte bisher nicht an seine starken Hinrunden-Auftritte anzuknüpfen.

SG Leutershausen will mit Heimstärke wuchern
Adrian Wöhler und seine Tramkollegen würden gar zu gern am Wochenende punkten. Sie werden aber wahrscheinlich erneut neben Daniel Luther und Marcel Schliedermann auf Olafur Bjarki Ragnarsson verzichten müssen und mit dem Aufgebot der Vorwoche  zum Improvisieren gezwungen sein. Die SG Leutershausen ist am Samstag, 29.04.2017 um 20.00 Uhr in der heimischen kleinen Heinrich-Beck-Halle Gastgeber für den ThSV Eisenach. Das Team aus der 6.500-Seelen-Gemeinde muss trotz bisher erreichter 26 Pluszähler noch um den Klassenerhalt zittern, rangiert punktgleich mit dem vom Ex-Eisenacher Stephan Just betreuten ASV Hamm-Westfalen auf dem 16. Tabellenplatz.

In dieser Saison werden wohl 32 Punkte für den Klassenerhalt benötigt, sinnierte in der Vorwoche Uwe Jungandreas, der Coach des Dessau-Roßlauer HV.

Bis dahin ist für die aktuell 26 Punkte aufweisende SG Leutershausen noch ein gehöriges Stück Weg. Die „Roten Teufel“, mit Marc Nagel als Trainer und Uli Roth als sportlichen Leiter, sind gerade emotional sehr aufgewühlt. Zunächst wurde Aufstiegsanwärter TV Hüttenberg mit 27:17 „weggeputzt“, um zwei Tage später bei einem weiteren Aufstiegsanwärter, der SG BBM Bietigheim, ganz unglücklich mit 24:25 zu unterliegen. Lange Zeit führte die SG Leutershausen. Dann flog Torjäger Stefan Saiger nach einer Tätlichkeit vom Platz. Turbulent die Schlussminute, als die SG Leutershausen nach dem 25:24-Führungstreffer der Gastgeber den schnellen Anwurf ausführen wollten. „Alexander Kubitschek wurde dabei klar umgerissen, das Spiel lief allerdings weiter. Wir haben unmittelbar nach der Partie Einspruch eingelegt“, informierte die SG Leutershausen. Das Ergebnis des Einspruches wird noch vor der samstäglichen Begegnung gegen den ThV Eisenach erwartet. Fehlen wird Stefan Saiger, der zu Rot auch noch Blau sah und damit gesperrt ist.

Ein Sieg gegen Eisenach ist Pflicht um, unsere Chancen auf den Ligaverbleib zu wahren, ließ die SG Leutershausen wissen.

Man wolle gegen die Thüringer seine Heimstärke untermauern. Bis auf Stefan Saiger und dem aufgrund eines Kreuzbandrisses schon lange fehlenden Kreisspieler Hannes Volk sei alles an Deck.

ThSV-Coach Jauernik fordert Abwehraggressivität mit Torhüterleistung
Mit dem nach der Saison zu Erstbundesligist HBW Balingen-Weilstetten wechselnden Valentin Spohn steht der 2. der Liste der Feldtorschützen der Liga (166 Treffer) im Aufgebot.

Sie entwickeln viel Druck aus dem Rückraum. Darauf müssen wir uns einstellen, so Christoph Jauernik, der Trainer des ThSV Eisenach.

Nur mit der nötigen Aggressivität der Abwehr im Zusammenspiel mit den Torhütern sei das Angriffsspiel der samstäglichen Gastgeber zu kontrollieren. In der Abwehr operiere die SG Leutershausen gern mit einem Positionsverteidiger gegen den Rückraum-Rechten auf der Gegenseite, könne aber ebenso mit einer 6:0-Abwehr abriegeln. Christoph Jauernik hofft für seine Angriffsgestaltung, dass der im Februar von der Zweiten der SG Flensburg-Handewitt gekommene Toms Lielais wieder ein glückliches Händchen habe. Die Optionen mit zwei Kreisläufern und einem Linkshänder auf der Rückraummitte-Position hat Christoph Jauernik erneut im Blick.

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Tickets an der Tageskasse
Auch kurzentschlossene Handballfreunde aus Thüringen erhalten am Samstag noch Tickets an der Tageskasse der Heinrich-Beck-Halle in Leutershausen-Hirschberg.

Titelfoto: Adrian Wöhler wurde am Mittwoch 30 und möchte mit seinen Teamgefährten am Samstag punkten.

Andrea T. | | Quelle:

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