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 | Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Beschreibung:
Bildquelle: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Zu wenig Durchschlagskraft im Angriff

Gute Abwehrarbeit allein reicht nicht – ThSV Eisenach unterliegt bei den Rimpar Wölfen mit 20:24 (11:12)

Im ersten Punktspiel nach der Länderspielpause unterlag der ThSV Eisenach in einer von beiden Abwehrreihen geprägten Partie bei den DJK Rimpar Wölfen mit 20:24 (11:12). Eisenachs Trainer Christopher Jauernik hatte im Vorfeld angesichts der Verletztenliste „keinen Bock auf Jammerstimmung“, doch das Fehlen von fünf Spielern machte sich schon bemerkbar.

Ohne den am Spielfeldrand mitfieberten Torjäger Matthias Gerlich fehlte der „Mann für die einfachen Tore“. Duje Miljak versuchte es aus dem rechten Rückraum, versenkte auch 6 Bälle, wurde von den über 100 mitgereisten stimmgewaltigen blau-weißen Fans mit Sprechchören gefeiert, „doch 20 erzielte Treffer waren einfach zu wenig“, bekannte Eisenachs Manager Karsten Wöhler, der seiner Mannschaft eine vorbildliche kämpferische Leistung bescheinigte, dem aber auch fehlende Wechselmöglichkeiten nicht verborgen blieben.

Uns fehlten die Optionen im Angriff, so der einstige kampfstarke Bundesligaspieler.

Olafur Bjarki-Ragnarsson sei nach langer Verletzungspause verständlicherweise noch nicht wieder in gewohnter Form.

© Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Foto: © Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

Foto 2: Tomas Urban  beim Torwurf von Rechtsaußen .

Eine enge Kiste, doch  die Durchschlagskraft im Angriff fehlte, konstatierte ThSV-Coach Christoph Jauernik.

Der Eisenacher Deckungsinnenblock  mit Duje Miljak, Daniel Luther und Marcel Niemeyer riegelte über weite Strecken ab, harmonierte bis eingangs der Schlussviertelstunde auch bestens mit Torhüter Stanislaw Gorobtschuk. Zwischen der 28. und 42. Minute ließen die Wartburgstädter keinen Gegentreffer zu, führten nach einer Miljak-Fackel mit 14:13 (42.). „Aufgrund unserer fehlenden Wechselmöglichkeiten wurde es auch eine Kraftfrage, wir wurden langsamer im Kopf und auf den Beinen“, konstatierte Duje Miljak.

Wir trafen nun mehrfach falsche Entscheidungen, entwickelten zu wenig Angriffsdruck. Nach Ballgewinnen zeigten wir zu wenig Mut zum Gegenstoß. Uns unterliefen im zweiten Abschnitt zu viele Fehler im Angriff, ging Rechtsaußen Tomas Urban in die Analyse.

„Wir bewahrten die Ruhe, als uns 12 Minuten nach der Pause kein Tor gelang. Auf unsere wiedergewonnene Abwehrstabilität war Verlass“, konstatierte Dr. Matthias Obinger, der Coach der Rimparer Wölfe. Diese hatten nun auch den Schlüssel gefunden, um Eisenachs Abwehr auszumanövrieren; über ihr bekanntes Kreisläuferspiel, aber nun auch mit erfolgreichen Würfen aus dem Rückraum (Steffen Kaufmann, Patrick Schmidt). Beim 21:17 (55.) schien eine Vorentscheidung gefallen, doch die Thüringen gingen in der S.Oliver-Arena in Würzburg volles Risiko, brachten den 7. Feldspieler und waren beim 22:20 (durch Marcel Schliedermann) wieder auf Tuchfühlung. Der ins ThSV-Gehäuse eingewechselte Jan-Steffen Redwitz parierte, doch gegen den Nachwurf von Patrick Schmidt war er machtlos (23:20, 58.). Die Eisenacher leisten sich einen Ballverlust und Steffen Kaufmann zirkelte das Leder zur Entscheidung ins leere Tor (24:20, 59.).

Einfach grandios, wie uns unsere Fans unterstützt, uns in schwierigen Phasen geholfen haben, wollte Duje Miljak unbedingt vermerkt wissen.

Die Anhängerschar aus Thüringen hatte wesentlichen Anteil an einem stimmungsvollen Handballabend…!

© Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

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Foto 3: Auch in der 2. Liga erstklassig – die Fans des ThSV Eisenach in der S.Oliver-Arena Würzburg.

ThSV-Keeper Stanislaw Gorobtschuk pariert 11 Bälle bis zum Seitenwechsel
Der ThSV Eisenach begann vor über 2.000 Zuschauern ausgesprochen couragiert. Keeper Stanislaw Gorobtschuk (parierte gleich einen Siebenmeter von Patrick Schmidt, 6.) war der große Rückhalt, wehrte bis zum Pausenpfiff 11 Bälle ab. Duje Miljak setzte Marcel Niemeyer in Szene, der zum 1:3 vollendete (7.). In Unterzahl brachte ThSV-Coach Christoph Jauernik einen zusätzlichen Feldspieler, Hannes Iffert traf zum 2:4 (9.). Eisenachs Kreisspieler Marcel Niemeyer sah sich stets gleich von mehreren Gegenspielern attackiert. Dem 3:5 (12.) folgten drei Eisenacher Fehler, die die Hausherren zu eigenen 6:5-Führung nutzten (16.). Einer Eisenacher Auszeit und der Einwechslung von Olafur Bjarki Ragnarsson folgten zwei Gorobtschuk-Glanzparaden sowie Treffer von Marcel Schliedermann und Tomas Urban zum 6:7 (19.). Eine Partie auf Augenhöhe! Mal ein schnelles Umschaltspiel, Adrian Wöhler versenkte von Linksaußen zum 7:9 (23.). Eine Überzahlphase nutzte der Hausherr zu zwei Treffern zum 10:9 (24.). Die Männer von der Wartburg ließen den Ausgleichstreffer folgen. Mit einer für die Rimpar Wölfe typischen Angriffsaktion im Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis besorgte Jan Schäffler die knappe 12:11-Halbzeit-Führung der Gastgeber.

© Frank Arnold • sportfotoseisenach / ThSV Eisenach

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Foto 4: Leidenschaftlich wie als Spieler: Eisenachs Manager Karsten Wöhler.

Zu zaghaft nach Ballgewinnen
Stanislaw Gorobtschuk blieb gegen den völlig frei vor im auftauchenden Jan Schäffler Sieger (32.), Duje Miljak hämmerte das Leder zum  12:12 in die Maschen, ein von Nick Heinemann provoziertes Stürmerfoul kann im Gegenzug zunächst nicht zum Eisenacher Führungstreffer genutzt werden, doch der gelingt dann Adrian Wöhler (12:13, 37.). Aber Ballgewinne werden nicht zum Tempogegenstoß genutzt!  Nach dem 13:14 (42.) treffen die Rimpar Wölfe aus dem Rückraum zum 15:14 (44.). Adrian Wöhler bekommt eine 2-Minuten-Strafe aufgebrummt. Vom 13:14 (42.) wird es ein 17:14 (47.). Christoph Jauernik stellt sein Team neu ein, bringt den 7. Feldspieler, Nick Heinemann markiert den 15. Eisenacher Treffer (49.). Doch nun wird plötzlich Max Brustmann im Rimparer Kasten ein Faktor, seine Vorderleute treffen zum 19:15 (51.). Die Eisenacher fighten, vom eigenen Anhang nach vorne getrieben. Beim 21:19 ist alles wieder offen. Doch dann eine Doppelstrafe gegen den ThSV Eisenach: Siebenmeter für Rimpar und 2-Minuten für Adrian Wöhler. Die Gastgeber machten den Sack zu.

ThSV Eisenach vor Doppelspielwochenende
Für den personell gehgandicapten THSV Eisenach steht ein Doppelspiel-Wochenende an: Freitag, 18.11.2016 um 19.30 Uhr Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen, Sonntag, 20.11.2016 um 17.00 Uhr beim Dessau-Roßlauer HV.

Statistik
DJK Rimpar Wölfe: Wieser, Brustmann; Kraus, St. Schmidt (1), Schörnig (1), Bohm, Börtsch (1), Schäffler (4), P .Schmidt (8/2), Kaufmann (5), Siegler (1), Bauer (1), Brielmeier (2)
ThSV Eisenach: Gorobtschuk, Redwitz; Iffert (2), Wöhler (4), Luther, Ragnarsson (1), Miljak (6), Schliedermnann (3), Urban (2/1), Heinemann (1), Niemeyer (1)
Zeitstrafen: DJK Rimpar Wölfe 3 x 2 Min. – ThSV Eisenach 4 x 2 Min.
Siebenmeter: DJK Rimpar Wölfe 3/2 –  ThSV Eisenach 1/1
Schiedsrichter: Kern/Kuschel
Zuschauer: 2.012

Titelfoto: ThSV-Linksaußen Adrian Wöhler contra Torhüter Max Brustmann.

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Foto 5: Nicht mithelfen zu können, das schmerzt; der verletzte Eisenacher Torjäger Matthias Gerlich fiebert mit.

Andrea T. | | Quelle:

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