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Zum Leserbrief von Stadtrat Levknecht zur Stadionsanierung

Herrn Levknecht scheint in seinem Leserbrief die politische Aussage wichtiger zu sein, als der sportliche Aspekt. Er täuscht die Leser, wenn er schreibt, es würden 6 Kurzstreckenbahnen 100 Meter und 6 Kurzstreckenbahnen 110 Meter Hürden entstehen. Jeder sportinteressierte weiß, dass beide Disziplinen auf ein und derselben Anlage gelaufen werden. Lediglich der Start verschiebt sich um 10 Meter. Auf der von Herrn Levknecht beschriebenen «Wettkampfanlage (!!)» sind kaum Wettkämpfe durchführbar. Es reicht ja nicht einmal für einen Dreikampf. Eine Kugelstoßanlage wird nur optional erwähnt, was auch den Schulsport nur eingeschränkt ermöglicht.
Man kann auch nicht von einem Forderungskatalog sprechen, wenn die Leichtathleten die Anlagen gerne so hätten, wie sie bisher vorhanden waren. Lediglich der Ausbau von derzeit 6 auf 8 Kurzstreckenbahnen wäre eine Erweiterung. Dafür könnten dann aber auch Landesmeisterschaften ausgetragen werden, was die Stadt Eisenach aus sportlicher Sicht aufwerten würde.

Außerdem dient diese Anlage nicht allein den Leichtathleten. Sie wird in der Saisonvorbereitung u.a. auch von den Handballern und den Fußballern genutzt.
Es ist nicht nachvollziehbar, wenn man in guten Zeiten kein Geld für die Sanierung übrig hat, aber in schlechten Zeiten mit neuen Schulden (Konjunkturpaket II) an einer Sparversion herumbastelt. Es käme in diesen Tagen keiner auf die Idee, die Werner Assmann Halle aus Kostengründen zu schließen, um den Handballern zu sagen, sie müssten auf der Wettkampfanlage in der Jahnsporthalle spielen.

Wenn man das Stadion saniert, dann sollte man das auch für künftige Generationen tun und nicht für die nächste Wahlperiode. Es wäre schön, wenn die Leichtathleten bei Beratungen zum Thema Wartburgstadion auch mit einbezogen würden. Auch eine Diskussionsrunde vor Ort mit den Leichathleten wäre wünschenswert.

Rainer Beichler |

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