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1. Halbjahr 2016: Einwohnerrückgang in Thüringen

Nur noch leichtes Zuzugsplus gegenüber dem Ausland, aber mehr Fortzüge in andere Bundesländer

Am 30. Juni 2016 hatte Thüringen 2.160.943 Einwohner, davon 1.069.027 Personen männlichen und 1.091.916 weiblichen Geschlechts. Damit verringerte sich nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik die Bevölkerungszahl im ersten Halbjahr 2016 um -9.771 Personen bzw. -0,5 Prozent. Im Vergleich zum 30. Juni 2015 nahm Thüringens Einwohnerzahl um 6.127 Personen bzw. 0,3 Prozent zu. Dies lag vor allem am deutlichen Einwohnerplus des zweiten Halbjahres 2015. Der Einwohnerverlust im ersten Halbjahr 2016 resultierte aus einem Sterbefallüberschuss von -5.503 Personen, welcher durch einen negativen Wanderungssaldo von -3.761 Personen verstärkt wurde. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 betrug der Sterbefallüberschuss -6.822 Personen und der Wanderungssaldo 4.777 Personen.

Von Januar bis Juni 2016 wurden in Thüringen 8.914 Kinder geboren. Im selben Zeitraum starben 14.417 Menschen. Im 1. Halbjahr 2015 kamen 8.113 Lebendgeborene in Thüringen zur Welt, während 14.935 Menschen starben. Der oben genannte Wanderungssaldo zum Halbjahr 2016 resultiert aus 26.776 Zuzügen und 30.537 Fortzügen über die Thüringer Landesgrenze. Von Januar bis Juni 2015 standen den 24.796 Zuzügen 20.019 Fortzüge gegenüber.

Die negative Wanderungsbilanz gegenüber den anderen Bundesländern wurde durch die positive Wanderungsbilanz gegenüber dem Ausland nur leicht abgeschwächt. In der Summe ergibt das für die Monate Januar bis Juni 2016 ein Nettowanderungsgewinn von 964 Personen gegenüber dem Ausland (1. Halbjahr 2015: 7.525 Personen). Dies ist das Ergebnis aus 14.027 Zuzügen aus dem Ausland (1. Halbjahr 2015: 13.111 Zuzüge) und 13.063 Fortzügen in das Ausland (1. Halbjahr 2015: 5.586 Fortzüge).

Bitte beachten: Unterjährige Auswertungen von Bevölkerungsstatistiken tragen grundsätzlich vorläufigen Charakter. Die Ergebnisse des 1. Halbjahres 2016 sind aufgrund methodischer Änderungen und technischer Weiterentwicklungen nur bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

Andrea T. | | Quelle:

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