Foto: © Henning Tabbert / Thüringer Forstamt Marksuhl

Auge in Auge mit dem Luchs

Ein ungewöhnliches Erlebnis hatte kürzlich ein Jagdgast im Revier Kohlbach bei Gerstungen. Seine überdachte Kanzel war bereits besetzt. Ein Luchs hatte das trockene Plätzchen als Aussichtsplattform genutzt. Diese Verhaltensweise hat man schon bei Luchsen im Harz beobachtet. Beide „Jäger“ waren erschrocken und der Luchs suchte mit einem beherzten Sprung das Weite.

Wir freuen uns über den ersten Fotonachweis in unserem Forstamt, so Forstamtsleiter Ansgar Pape.

Die Vermutung, dass der Luchs im Revier anwesend ist, hatten die Forstleute schon länger. Rißfunde von Rehen oder auch Hinweise von Jägern gab es immer wieder. Es besteht ein enger Kontakt und Informationsaustausch zu dem „Arbeitskreis Luchs“ in Hessen, da die Einwanderung aus dem Bereich Kaufunger Wald bzw. Seulingswald am wahrscheinlichsten ist.

Die Anwesenheit des Luchses ist für den Forstamtsleiter ein weiterer Beleg, dass sich zahlreiche „Rote-Liste-Arten“, von der Gelbbauchunke bis zum Schwarzstorch, im bewirtschafteten Wald wohlfühlen. Großflächige Waldflächenstilllegungen bedürfe es für Artenvielfalt nicht!