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Bei sechs von zehn Neugeborenen in Thüringen waren die Eltern nicht miteinander verheiratet

Im Jahr 2015 kamen in Thüringen 17.934 Kinder zur Welt. Bei der Mehrheit der Neugeborenen sind die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt nicht miteinander verheiratet gewesen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag der Anteil der unehelich Lebendgeborenen im vergangenen Jahr bei 59,6 Prozent. Das bedeutet die Fortsetzung eines Trends, der in den letzten 10 Jahren zu beobachten ist. So waren 2006 die Eltern von 58,3 Prozent der Neugeborenen nicht verheiratet. Damit wuchs die Zahl der unverheirateten Eltern um über 1 Prozentpunkt.

Nach Landkreisen und kreisfreien Städten betrachtet ist festzustellen, dass bei den unehelich geborenen Kindern regional sehr große Unterschiede existieren und auch die Entwicklung in der jüngsten Vergangenheit sehr unterschiedlich ablief. Der katholisch geprägte Landkreis Eichsfeld hebt sich deutlich von den anderen Regionen ab. In den Jahren 2006 bis 2015 lag der Anteil der unehelich geborenen Kinder zwischen 38,5 Prozent im Jahr 2006 und 46,5 Prozent im Jahr 2014. Im Jahr 2015 betrug der Anteil der unehelich Geborenen 41,0 Prozent und lag damit nach wie vor deutlich unter dem Thüringer Durchschnitt (59,6 Prozent). Somit werden im Land der Stracke immer noch mehr Kinder innerhalb einer Ehe geboren als außerhalb, so der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz, weiter.

In allen anderen kreisfreien Städten und Landkreisen Thüringens hat die Zahl der unehelich Geborenen die der Neugeborenen von verheirateten Eltern teils deutlich überschritten. Den höchsten Anteil unehelich Geborener verzeichnete in den letzten 10 Jahren Ostthüringen. So wurden im Jahr 2015 im Altenburger Land 67,9 Prozent, im Landkreis Greiz 65,1 Prozent und in der kreisfreien Stadt Gera 69,5 Prozent aller Neugeborenen außerhalb einer Ehe zur Welt gebracht.

In Erfurt und Jena hingegen ist die Zahl unehelich Geborener in den letzten Jahren leicht rückläufig. So verringerte sich in der Landeshauptstadt der Anteil der Neugeborenen mit unverheirateten Eltern von 63,9 Prozent im Jahr 2006 auf 62,3 Prozent im Jahr 2015. In der Universitätsstadt Jena nahm im gleichen Zeitraum der Anteil von 56,3 Prozent auf 53,1 Prozent ab.

In der Stadt Eisenach stieg die Zahl der unehelichen Kinder von 55,5 Prozent 2006 auf 61,3 Prozent 2015 an.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Hmm

    Und was sagt uns diese Statistik jetzt? Nachdem man bereits seit den 1940er Jahren beobachten kann, dass immer weniger Paare heiraten (und sich immer mehr scheiden lassen), verwundert es nicht, dass auch immer mehr Kinder die Kinder unverheirateter Eltern sind. Trotzdem danke für die Information.

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