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Deponierung von Abfällen in Thüringen

Seit dem Inkrafttreten einer neuen gesetzlichen Regelung* bei der Abfallentsorgung im Jahr 2005, nach der nur noch vorbehandelte Abfälle auf Deponien verbracht werden dürfen, verringerte sich die an Thüringer Deponien** gelieferte Abfallmenge kontinuierlich. Wurden im Jahr 1996 noch rund 3 Millionen Tonnen Abfall abgelagert, sind es nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik seit dem Jahr 2006 jährlich durchschnittlich 300 Tausend Tonnen.

Der größte Teil der Abfälle wird in Thüringen einer Verwertung zugeführt. Nur ca. 6 bis 7 Prozent der jährlich erfassten Abfallmenge wurde seitdem auf die Deponien des Freistaates gebracht.
Im Jahr 2009 wurden nach vorläufigen Angaben auf 18 Deponien** des Freistaates rund 320 Tausend Tonnen Abfall abgelagert. Das waren fast 62 Tausend Tonnen bzw. 16,1 Prozent weniger Abfall als im Jahr zuvor.

Mehr als die Hälfte, knapp 173 Tausend Tonnen bzw. 54,0 Prozent des gesamten Abfallaufkommens in Deponien, stellten im Jahr 2009 die Abfälle aus anderen Behandlungsanlagen (2008: 198,6 Tausend Tonnen). Es folgten mit einem Anteil von 24,8 Prozent bzw. 79,5 Tausend Tonnen die Bau- und Abbruchabfälle sowie die Abfälle aus thermischen Prozessen mit einem Anteil von 13,7 Prozent (43,8 Tausend Tonnen).

Als Folge des Ablagerungsverbotes von nicht vorbehandelten Abfällen spielt die Deponierung von Siedlungsabfällen keine nennenswerte Rolle mehr (2,7 Prozent). Deponiert werden fast nur noch mineralische Siedlungsabfälle (überwiegend Boden und Steine), die keiner Vorbehandlung bedürfen.

* Abfallablagerungsverordnung
** einschließlich betriebseigene Deponien

Rainer Beichler | | Quelle:

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