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Dezentral-regionale Energiekonzepte statt zentralistischer Netzplanung

BUND und Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen SuedLink starten Offensive gegen überdimensionierten Stromnetzausbau

Die Landesverbände des BUND in Niedersachsen, Hessen, Thüringen und Bayern haben gemeinsam mit dem Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen SuedLink (BBgS) eine gemeinsame Vereinbarung gegen die geplanten HGÜ-Leitungen unterzeichnet. Ihre Forderung: Dezentral-regionale Energiekonzepte müssen die zentralistische Netzplanung ersetzen. Vor allem die Querung der wertvollen Lebensräume wie die des Hainichs, der Rhön und des künftigen Nationalen Naturmonuments Grünes Band sind aus Sicht der BUND-Landesverbände nicht hinnehmbar.

Ein weiterer Ausbau des zentralistisch geplanten Stromnetzes ist ein Schritt in die falsche Richtung. Wir fordern eine Energiewende auf Basis einer bürger- und umweltfreundlichen Energiepolitik. Mit regionalen Energiekonzepten und dezentraler Stromerzeugung sind bereits sinnvolle Alternativen vorhanden. Diese gilt es jetzt umzusetzen, so Robert Bednarsky, Vorstandsmitglied des BUND Thüringen.

Nach Einschätzung des Verbandes hat der bisherige Protest gegen Freileitungen bewirkt, dass bei einigen Leitungen die Erdverkabelung nun gesetzlichen Vorrang hat. Aber auch Erdkabel haben erhebliche Auswirkungen auf Natur, Boden, Wald und Grundwasser. Dies trifft aus Sicht des BUND vor allem auf die Querung von Hainich, Rhön und dem künftigen Nationalen Naturmonument Grünes Band zu. Dort sind besonders schützenswerte Lebensräume und ihre Artenvielfalt akut bedroht.

Ob als Erdkabel oder Freileitung, SuedLink und die anderen geplanten HGÜ-Verbindungen sind Ergebnisse eines überdimensionierten Stromnetzausbaus, der dem Weiterbetrieb konventioneller Kraftwerke und dem transeuropäischen Stromhandel geschuldet ist, erläuterte Dr. Werner Neumann, Bundessprecher des Arbeitskreises Energie beim BUND. Energieeffizienz und Sektorenkopplung, Speichertechnologien wie Power-to-Gas, oder KWK-Anlagen, sind nur einige Stichworte für eine umweltschonende und verantwortungsvolle Energiepolitik.

Andrea T. | | Quelle:

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