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Die Top 10 der Krankschreibungen in Thüringen

Nur zehn Diagnosen verursachen ein Drittel aller Krankentage in Thüringen. Das Ranking wird von drei ärztlichen Befunden deutlich angeführt: Grippe/Erkältungen, Rückenschmerzen sowie depressive Episoden. Dies ergab eine Auswertung aller Krankschreibungen aus 2016 von rund 100.000 erwerbstätigen Versicherten der BARMER in Thüringen (siehe Tabelle). Auch Darmerkrankungen sowie Verletzungen an Bandscheibe, Knie und Schultern schafften es in die Top 10. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt fällt vor allem auf, dass psychische Diagnosen in Thüringen für weniger Fehlzeiten sorgen als organische Erkrankungen.

Die Auswertung der BARMER ergab darüber hinaus, dass rund 62 Prozent aller Erwerbspersonen in Thüringen im vergangenen Jahr mindestens einmal krankgeschrieben wurden. Im Schnitt dauerte jede Krankschreibung 13,9 Tage. In Summe fehlte jeder Arbeitnehmer über das Jahr gerechnet 21,3 Tage am Arbeitsplatz aufgrund einer Erkrankung.

Krankenstand in Thüringen auf neuem Höchstwert
Bezogen auf sämtliche Erkrankungen in Thüringen erreichte der Krankenstand 2016 einen neuen Rekordwert. In einem Betrieb mit 100 Beschäftigten waren an jedem Tag im Durchschnitt 5,85 Mitarbeiter krankgeschrieben – im Jahr 2010 waren es erst 4,71 Prozent. „Wir sehen einen Anstieg der Krankschreibungen auf breiter Front. Und ein Ende der Entwicklung ist derzeit nicht absehbar. Das Durchschnittsalter der Arbeitnehmer in Thüringen und die Belastungen steigen“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER. Gerade kleine und mittelständische Betriebe müssten verstärkt in Gesundheitsförderung und Prävention am Arbeitsplatz investieren, da hier über 90 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt sind. Laut einer Studie des Instituts der Wirtschaft Thüringens bieten nur 45 Prozent der Unternehmen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung an. Um die Unternehmen dabei zu unterstützen, hat die BARMER im April 2017 das Modellprojekt „Gesund arbeiten in Thüringen“ aufgelegt. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) werden Angebote speziell für diese Unternehmen entwickelt (www.gesund-arbeiten-in-thueringen.de).

Foto: © BARMER Landesvertretung Thüringen

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Die obige Aufstellung kommt gut hin. Meteorologisch gehört Thüringen mit zur kältesten Region in D. Die Heizkosten waren in Thüringen auch mit die höchsten von D – analog den Benzinpreisen. Hinzu kommt das Unsachgemäße heizen mit Festbrennstoffen (Holz) , richtig betrieben tränen dem Nachbarn nicht die Augen. Das depressive dürfte seine Ursachen im Überlebenskampf vieler Thüringer haben und die permanente Unsicherheit morgen auf der Straße zu liegen. Die Rückenschmerzen kommen oft durch den vorgegebenen Tagt der zu bestückenden Automaten, – schnell und einseitig. Natürlich gibt es dafür Verantwortliche, aber jene geben sich gelassen, nichts wissend und unschuldig.

    • Mitti

      Da haste Dich verkuckt, mein lieber Felix. Das Depressive kommt nach der obigen Statistik in Thüringen seltener vor als in der Gesamtrepublik. Das dürfte dann mit Sicherheit daran liegen, dass das Eisenacher Trinkwasser sehr viel gesünder ist als zum Beispiel diese Berliner Brühe.

      • Felix Berg

        oder ein Großteil der nicht benötigten Lebensmasse geht nicht zum Arzt. Die Jugend – einst nach Bawü und BY exportiert hinterlässt in Thüringen und EA ein Loch in dem sich vorwiegend viele Alte tummeln. Stellen Sie sich vor die würden alle noch hier sein, die Statistik würde bersten vor unnützer Lebensmasse die dann Depressiv sind.

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