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Durchblick im Heizungskeller

Endspurt für die Heiz-Checks der Verbraucherzentrale

Nach dem unerwarteten Frühjahrseinbruch soll der Winter in der zweiten Februarhälfte zurückkommen. Für die Energieberater der Verbraucherzentrale Thüringen beginnt dann der Endspurt bei den Heiz-Checks für Verbraucher.

Wenn die Heizung im zurückliegenden Winter immer warm war, ist das zwar schön, sagt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen. Leider heißt es aber nicht unbedingt, dass die Anlage auch sparsam und effizient läuft.

Tatsächlich verbrauchen, so Ballod, erschreckend viele Heizungsanlagen deutlich mehr Energie als notwendig – und bescheren ihren Besitzern dadurch unnötig hohe Kosten.

In einem typischen Einfamilienhaus kann es so schnell zu Mehrkosten von 150 Euro jährlich und mehr kommen.

Glücklicherweise reicht es aber oft, das Zusammenspiel der Anlagenkomponenten zu überprüfen, um Ansatzpunkte für eine deutliche Verbesserung zu finden, erklärt Ballod. Das leisten unsere Berater bei einem Heiz-Check.

Allerdings ist der Heiz-Check nur bei kalten Außentemperaturen möglich, wenn die Heizungsanlage unter realen Bedingungen läuft.

Für diesen Winter gehen wir also jetzt in die letzte Runde, sagt Ballod.

Der Heiz-Check besteht aus zwei Terminen an aufeinanderfolgenden Tagen. Zwischen den Besuchen des Energieberaters zeichnen Messgeräte wichtige Systemtemperaturen auf. Zudem werden der Dämmstandard von Rohren und Armaturen überprüft und Daten wie Alter und Dimensionierung des Systems, der Verlauf der Raumtemperatur und der Vorjahresverbrauch erfasst. Schließlich werden alle Komponenten der Anlage, etwa Kessel, Warmwasserspeicher, Mischer und Ventile, in Augenschein genommen.

Wenig später erhält der Verbraucher per Post einen Bericht mit der Gesamteinschätzung zum Heizsystem und Empfehlungen, wie es sich optimieren lässt. In manchen Fällen kann auf Basis der Heiz-Check-Ergebnisse auch der Austausch einzelner Komponenten oder der kompletten Anlage naheliegen. Der Heiz-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die z.B. einen Gas- oder Ölheizkessel, eine Fernwärmestation oder eine Wärmepumpe zuhause haben.

Alternativ bietet die Verbraucherzentrale einen Gebäude-Check an. Dieser ist für Eigentümer und Vermieter, gegebenenfalls auch für Mieter, die Einfluss auf entsprechende Sanierungsmaßnahmen nehmen können, gedacht. Hier begutachtet der Energieberater vor allem die Gebäudehülle (Außenwände, Fenster, Türen, Dach) sowie die Heizungsanlage (Wärmeerzeuger und Verteilsystem) unter energetischen Aspekten. Dabei wird auch geprüft, ob der Einsatz erneuerbarer Energien prinzipiell möglich und sinnvoll ist.

Termine für die Angebote Heiz-Check und Gebäude-Check können unter der kostenlosen Nummer 0800 – 809 802 400 gebucht werden. Eine Terminvereinbarung ist auch möglich unter 0361 – 555140. Die Kostenbeteiligung beträgt 20 Euro (Gebäude-Check) bzw. 30 Euro (Heiz-Check), für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist die Beratung kostenlos. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Energieexperte

    „für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist die Beratung kostenlos.“

    Ich vermute diese Haushalte haben auch keine finanziellen Mittel um eine Erneuerung der Heizungsanlage zu finanzieren! Da ist es sicherlich effizienter mit etwas Mehrverbrauch bei den Brenstoffkosten zu kalkulieren!!!

    Frau Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen, was meinen Sie zu dieser Überlegung?

    • Gast

      @“Energieexperte“: Gerade bei einkommensschwachen Haushalten dürften Einsparungen bei den Heizkosten besonders willkommen sein. Wahrscheinlich erhält man auch Tips, wie man die Heizkosten ohne große Investionen reduzieren kann. Durch richtiges Lüften oder anpassen von Raumtemperatur und Heizzeiten. Bei manchen Heizungen laufen im Keller die Wärmepumpen auch dann und produzieren Stromkosten, wenn gar keine Wärme abgefragt wird. Mancher heizt Tag und Nacht volle Pulle, ein anderer lässt die Räume zu sehr auskühlen und verbraucht dann fürs Wiederaufheizen um so mehr Energie. Oder das Warmwasser wird permanent auf 70 Grad aufgeheizt, um dann per Mischhebel durch Zufuhr von Kaltwasser wieder auf 40 Grad Auslasstemperatur am Wasserhahn abgekühlt zu werden. Oder es zieht irgendwo – dann kann man auch die Zugluft verringern und empfindet dann die gleiche Raumtemperatur dennoch als wärmer. Solche Geschichten.

      • Energieexperte

        Ihre Antwort klingt auch nach „Experte“!!!

        Ich bin mir nicht sicher ob in Eisenach und Umgebung so viele „einkommensschwache Haushalte“ eine Wärmepumpe als Wärmeerzeuger in Ihrem Haus installiert haben. Dies passt doch eher zu einem Neubau aus den letzten Jahren. Und eine Warmwassertemperatur von „70°) mit einer Wärmepumpe zu erzeugen, dies scheint mir doch etwas zweifelhaft! Was meinen Sie als Experte?

        • Gast

          Ich meine, Sie wollen eher um des Meckerns willen meckern, statt eine Diskussion in der Sache zu führen. Kann mich aber auch täuschen, bin kein Experte.

  • Felix Berg

    Eine etwas merkwürdige Anregung zum Energieverbrauch in Thüringen. Vermieter sanieren Energetisch durch Mietpreiserhöhungen, Eigenheimbauer sind auf dem neuesten Stand. Mieter nach SGB 2 leben sorglos, nur Wohneigentum Eigner unter SGB2 haben den schwarzen Peter, hier gilt ein Pauschbetrag, ein Glück wenn der Winter mild ist für den Eigner, ist er dagegen hart ist es ein Glück für das Land, die in den letzten Jahren explodierten Energiepreise konnten so eingespart werden. Das zu beschließen war schmutzige Politik mit vielen Befürwortern, aber ein kleiner Holocaust für einst fleißige Bürger. Geld zum energetischen Sanieren hat dieser Personenkreis nicht, da nutzt auch keine Beratung. Eingeführt wurde diese Regelung unter Christdemokraten aus Thüringen, wovon nur wenige begriffen haben was sie beschließen als Volksvertreter, denn sie streiten ihre Tat ab. Ob es in kalten Wintern der letzten Jahre Opfer gab ist öffentlich nicht bekannt , würde auch nicht zur schön klingenden Gesetzgebung passen. Meteorologisch gehört Thüringen mit zur kältesten Region – das nur nebenbei. Energieberater sollten das wissen, aber ob sie darüber reden ? Der einzige der dazu kurz Stellung bezog war Schröder als Kanzler, ein Fehler sei unterlaufen- den wir aber bis Dato mit Wonne weiter ausführen.

    • Beobachter

      Eine etwas merkwürdige Anregung zum Energieverbrauch in Thüringen.
      Erstaunlich wie Linksextremisten alles in die ihnen genehme Richtung biegen und auch noch auf Fehler anderer (hier Alt-Kanzler Schröder) zurückführen!
      Der Text gehört hier hin – pardon.

      • Felix Berg

        Es hat weder etwas mit Links zu tun noch spezifisch anderen Gruppierungen, es geht einzig um ein Spiegelbild der Realität und wem dies nicht passt und Verantwortung mitgetragen hat, der hätte anders handeln müssen, bzw. für das Allgemeinwohl besseres leisten müssen. So gehört der Text schon dazu. Die Spaltung der Gesellschaft hat nicht der Bürger auf den Weg gebracht sondern einzig die Politik und jene hat ihren Pfad verlassen für wen sie zu streiten hat, nach meiner Meinung.

  • Beobachter

    Eine etwas merkwürdige Anregung zum Energieverbrauch in Thüringen.
    Erstaunlich wie Linksextremisten alles in die ihnen genehme Richtung biegen und auch noch auf Fehler anderer (hier Alt-Kanzler Schröder) zurückführen!

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