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Fragen und Antworten zum Thema Dioxin

Zum aktuellen Dioxin-Skandal finden Verbraucherinnen und Verbraucher hier Antworten auf häufig gestellte Fragen. Das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit informiert:

Wie und was wird kontrolliert?
Sobald im Rahmen der Futtermittelüberwachung Erkenntnisse zu möglicherweise belasteten Futtermitteln vorliegen, die an Lebensmittel liefernde Tiere verfüttert wurden, werden die Behörden der Lebensmittelüberwachung informiert. Diese nehmen Ermittlungen in Bezug auf eventuell betroffene Lebensmittel auf und leiten entsprechende Maßnahmen ein. Insbesondere wird geklärt, welches Futtermittel an welche Tiere verfüttert wurde, wie hoch das Gefährdungspotential ist und ob eine Weiterverarbeitung zu einem Lebensmittel erfolgt ist. Ziel ist es, das Inverkehrbringen belasteter Lebensmittel zu verhindern und eventuell belastete Lebensmittel so schnell als möglich aus dem Verkehr zu nehmen.

Welche Maßnahmen wurden im aktuellen Fall ergriffen?
Alle Futtermittel- und Lebensmittelunternehmer, die im Freistaat Thüringen betroffen sein könnten, wurden und werden durch die zuständigen Futter- und Lebensmittelüberwachungsbehörden kontrolliert. Insbesondere werden dabei Vertriebswege ermittelt.
Landwirtschaftliche Betriebe, die möglicherweise kontaminiertes Futter an Schweine und Geflügel verfüttert haben, werden überwacht und deren Produkte werden erst frei gegeben, wenn zweifelsfrei erwiesen ist, dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden.
Werden Überschreitungen von Dioxin oder anderen Rückständen festgestellt, werden die entsprechenden Lebensmittel vom Markt genommen.

Kann ich erkennen, ob mein Lebensmittel mit Dioxin belastet ist?
Ein Verbraucher kann nicht selbst festzustellen, ob ein Lebensmittel mit Dioxin kontaminiert ist. Hierzu sind aufwändige Laboranalysen erforderlich.

Sind Bio-Eier im Augenblick die bessere Wahl?
Für Bio-Eier gelten die gleichen Grenzwerte wie für Eier aus konventionellen Haltungsformen. Seit dem Verbot der Käfighaltung in Deutschland sind das Eier aus Bodenhaltung und aus Freilandhaltung. Da es sich beim aktuellen Vorfall um Futter für konventionelle Hühner- und Schweinehaltungen handelt, sind ökologisch wirtschaftende Betriebe nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht betroffen.

Kann man die Dioxinkonzentration seiner Lebensmittel ermitteln lassen?
Die amtliche Lebensmittelüberwachung erfolgt risikobasiert. Das heißt, Proben werden aus genau den Betrieben entnommen, an die möglicherweise mit Dioxin belastetes Futter geliefert wurde. Untersucht werden also die Lebensmittel, für die das Risiko einer Dioxinbelastung vermutet wird. Die Laborkapazitäten zur Untersuchung auf Dioxine werden derzeit für die amtlich entnommenen Proben aus den möglicherweise betroffenen Betrieben benötigt.
Die Erzeugnisse betroffener Betriebe sind bis zum Vorliegen eindeutiger Untersuchungsergebnisse gesperrt. Aus Kapazitätsgründen ist es derzeit nicht realisierbar, zusätzlich Proben von Verbrauchern in einem angemessenen Zeitrahmen amtlich zu untersuchen. Jedoch bieten private Untersuchungslabore Dioxin-Analysen an.

Welche Symptome treten nach Verzehr Dioxin-belasteter Lebensmittel auf?
Selbst wenn im Einzelfall betroffene Lebensmittel verzehrt werden würden, wären in Anbetracht der bisher bekannten Untersuchungsergebnisse keine akuten Auswirkungen wie z.B. Durchfall, Erbrechen oder sonstige wahrzunehmende Beeinträchtigungen zu befürchten. Keine der 16 Proben von Eiern, die 2009 und 2010 in Thüringen entnommen wurden, wies eine Dioxinbelastung über dem geltenden Grenzwert auf. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat eine Bewertung der Gesundheitsgefahr durch Dioxin-belastete Eier veröffentlicht. Eine umfangreiche wissenschaftlich fundierte Zusammenstellung von Informationen über Dioxine ist ebenfalls beim Bundesinstitut für Risikobewertung zu finden.

Wurden in Thüringen kontaminierte Eier in den Verkehr gebracht?
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden in Thüringen keine Legehennenbetriebe, die Konsumeier für den Lebensmitteleinzelhandel produzieren, mit den belasteten Futtermitteln beliefert. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sind auch keine belasteten Eier aus anderen Bundesländern nach Thüringen gelangt.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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