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Frühwarnsystem am Erdfall in Tiefenort an die Gemeinde übergeben

Nach Abschluss der Erprobungsphase wird das erweiterte Frühwarnsystem am Erdfall in Tiefenort zur dauerhaften Nutzung an die Gemeinde übergeben. Das Frühwarnsystem besteht aus sieben Erdfallpegeln vor den Gebäuden in direkter Erdfallnähe, die mit jeweils einer Warneinrichtung (Hupe, Rundumleuchte) in der Frankenstein- und Kantstraße verbunden sind. Erdfallpegel bestehen aus Gewichten, die in Bohrungen in ca. 50 Meter Tiefe eingebaut werden. Bewegen sich die Gesteine im Untergrund, rutschen auch die Gewichte nach und lösen die Warneinrichtung aus. Durch die frühzeitige Warnung soll den Anwohnern ermöglicht werden, das Gefährdungsgebiet rechtzeitig zu verlassen.

Ergänzend zu den Erdfallpegeln haben bereits im Februar Erschütterungssensoren in vier weiteren Bohrungen den Testbetrieb aufgenommen. Sie dienen vor allem der Überwachung des weiteren Umfeldes des Erdfalls. Die Übergabe dieser Einrichtungen an die Gemeinde zur dauerhaften Nutzung ist für Juni dieses Jahres vorgesehen.

Jederzeit steht die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie der Gemeinde Tiefenort für die fachliche Beratung zur Verfügung.

Im Januar 2010 kam es zum wiederholten Mal zu einem Nachbruch des Erdfalls in Tiefenort. Das 2005 installierte Frühwarnsystem konnte die betroffenen Einwohner rechtzeitig vor der herannahenden Gefahr warnen. Infolge dieses bisher größten Nachbruchs waren fünf Häuser in der direkten Umgebung des Erdfalls betroffen und können seit mehr als einem Jahr für Wohnzwecke nicht genutzt werden. Die zur Koordinierung aller Vorhaben gebildete Regierungskommission hatte den Geologischen Landesdienst der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie unter anderem mit der Erweiterung des Frühwarnsystems beauftragt.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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