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«Gut Ei und Kikeriki!» Eisenacher Sommergewinn 2009 im MDR

Nur zwei Jahreszeiten kannten unsere Vorfahren – die kalte, entbehrungsreiche, und die warme, fruchtbringende – den Winter und den Sommer. Und der wird pünktlich zu Frühlingsanfang in Eisenach «gewonnen» – beim größten Frühlingsfest Deutschlands, in einem phantasievollen Umzug, den über 1000 Mitwirkende gestalten.
Beim traditionellen Sommergewinn zieht Eisenach alle Frühlingsregister und begrüßt jährlich zehntausende Besucher. 1897 war das erste Fest, an dem nur zwei Wagen auffuhren – der von Frau Sunna und der von Herrn Winter. Ihr Streitgespräch – der Höhepunkt des Geschehens, das sich durch die ganze Innenstadt zieht. Dann weht Frühlingssehnsucht mit Macht durch die Straßen und Gassen. Für die Bewohner der Eisenacher Georgenvorstadt, die schon im 17. Jahrhundert den Winter mit alten Bräuchen austrieben, galt das ganz besonders, denn sie wohnten in ärmlichen, engen Katen, der Sommer verhieß ein etwas leichteres Leben. Vom Stiegk kommen viele der Aktiven des Sommergewinns, die das ganze Jahr über das große Fest vorbereiten. Jeder von ihnen kennt die Sommergewinns-Symbole ganz genau – Hahn, Brezel und Ei stehen für den Verkünder des Lichtes, die Unendlichkeit des Naturkreislaufs und die Fruchtbarkeit.
Und am Ende – schmilzt der Winter dahin im Sonnenfeuer. Der MDR berichtet umfassend über alle Facetten der Sommergewinns-Tradition.

Rainer Beichler | | Quelle:

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