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Italien weiterhin Thüringens Außenhandelspartner Nr. 1

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik war im November 2001 ebenso wie im Oktober 2001 der Wert der Ausfuhren geringer als im vergleichbaren Vorjahresmonat.
Der Zuwachs von Januar bis November 2001 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2000 betrug 535,6 Millionen Euro (1047,6 Millionen DM) bzw. 13,7 Prozent.

Italien war auch in den ersten elf Monaten des Jahres 2001 das wichtigste Abnehmerland Thüringer Waren. Seit 1997 blieb Italien für Thüringen der Handelspartner mit dem höchsten wertmäßigen Exportvolumen (Ausnahme 1999: Frankreich).
Italien bezog von Januar bis November 2001 aus Thüringen Waren im Wert von 544,4 Millionen Euro (1064,7 Millionen DM). Das war über ein Drittel mehr (36,8 Prozent) als im vergleichbaren Zeitraum 2000. Der Anteil Italiens an den Thüringer Gesamtausfuhren belief sich auf 12,2 Prozent.
Den zweiten Platz belegten die Vereinigten Staaten (Anteil 9,5 Prozent), die seit September 2001 Frankreich (8,9 Prozent) auf den 3. Rang verdrängten. Spanien fiel durch den Rückgang der Lieferungen um fast 33 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum vom 4. auf den 10. Platz zurück. Bedeutend höher lagen die Lieferungen in die Tschechische Republik und nach Polen (+ 36,4 bzw. 38,8 Prozent). Das drückte sich auch in der Verbesserung der Rangfolge von den Plätzen 10 und 11 auf die Plätze 8 und 9 aus.

Unter den zehn wichtigsten Exportländern befanden sich sechs Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Auf die EU-Länder entfielen über die Hälfte (50,6 Prozent) der Ausfuhren Thüringens.

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik weiter mitteilt, erreichten die monatlichen Einfuhren im November 2001 mit 499,1 Millionen Euro (976,1 Millionen DM) einen neuen Spitzenwert seit 1991. Die Steigerung gegenüber den ersten elf Monaten des Jahres 2000 betrug 362,6 Millionen Euro (709,2 Millionen DM) bzw. 11,3 Prozent.

Im Zeitraum Januar bis November 2001 erhöhte die Volksrepublik China mit einem Zuwachs von 11,2 Prozent (Anteil 9,0 Prozent an der Gesamteinfuhr) ihre Lieferungen auf 321,9 Millionen Euro (629,5 Millionen DM). Damit verdrängte die Volksrepublik China Spanien (8,6 Prozent), das von April bis Oktober 2001 Hauptimportland Thüringens war, auf den 4. Rang.
Die Niederlande waren in den Jahren 1999 und 2000 größter Importpartner Thüringens. Obwohl die Einfuhren von Januar bis November 2001 um 30,9 Prozent gegenüber den elf Vergleichsmonaten 2000 zurück gingen, lagen die Niederlande Ende November auf Platz 2. Deutlich verbesserten sich Österreich und die Vereinigten Staaten (Zuwachs 58,0 bzw. 53,1 Prozent). Hier betrugen die Anteile am Gesamtimport 6,5 bzw. 3,5 Prozent. Die Vereinigten Staaten waren im Jahr 2000 nicht unter den ersten zehn Einfuhrländern Thüringens.

Fünf Länder der Europäischen Union gehörten zu den zehn wichtigsten Importländern Thüringens. 45,5 Prozent der Einfuhren kamen aus diesen Ländern.

Rainer Beichler |

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