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Jagdstrecke in Thüringen wenig verändert

Thüringens Jäger haben im vergangenen Jagdjahr die gesetzlichen Vorgaben der Abschusspläne erfüllt. In der Zeit vom 1. April 2002 bis zum 31. März 2003 haben die Jäger (Jagdpächter, Inhaber von Eigenjagdbezirken, Bedienstete der Landes- und Bundesjagdbezirke oder die Jagdgäste, die in den Jagdbezirken die Jagd ausüben) von den hier vorkommenden Schalenwildarten 5707 Stück Rotwild, 789 Stück Damwild, 1254 Stück Muffelwild, 24184 Stück Schwarzwild und 34200 Stück Rehwild erlegt. Die Jagdstrecke im abgelaufenen Jagdjahr liegt damit insgesamt auf einem vergleichbaren Niveau wie in den vorangehenden Jahren.

Hinsichtlich der Wildarten Rotwild, Damwild, Muffelwild konnte eine Steigerung um fast 6 Prozent erreicht werden. Dagegen gingen die Streckenergebnisse beim Rehwild um etwa 4,5 % zurück.

Einen noch deutlicheren Rückgang – nämlich um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ist bei der Schwarzwildstrecke zu verzeichnen, deren Ursache auf gesunkene Frühjahrsbestände zurückzuführen ist. Diese wildartenspezifische Entwicklung des Jahres ist positiv einzuschätzen. Aufgrund milder Winter und anderer günstiger Umweltbedingungen hatte sich das Schwarzwild in den vergangenen Jahren stark vermehrt. Durch die Anstrengungen der thüringischen Jäger konnte dieser Bestandeszuwachs erstmals etwas begrenzt werden. Trotzdem muss die Schwarzwildregulierung in diesem und in den kommenden Jagdjahren aus veterinärhygienischen und Wildschadensgründen mit Vehemenz weiterhin gewährleistet werden, da das Schwarzwild das größte Vermehrungspotential aller einheimischen Schalenwildtiere besitzt.

Des Weiteren wurden 2113 Feldhasen, 855 Wildkaninchen, 27849 Füchse, 1426 Steinmarder, 1901 Dachse, aber auch 1325 Waschbären und 11 Marderhunde, sowie 444 Fasane, 2176 Ringeltauben und 9321 Stockenten erlegt. Bei Dachs und Waschbär ist – wie in den vergangenen Jahren – ein weiterer Anstieg der Streckenergebnisse zu verzeichnen. Dass gerade die Streckenergebnisse bei den Prädatoren wie Fuchs, Dachs, Steinmarder, Waschbär und Marderhund so beachtlich sind, zeugt vom fach- und damit waidgerechten Verhalten der Jäger, da damit eine Vorraussetzung geschaffen wird, den Nutzwildarten wie auch nichtjagdbaren in freier Natur lebenden Kleintierarten eine Existenz- und Überlebenschance zu geben.

«Das Jagdstreckenergebnis 2002/2003 spiegelt die umfangreichen Anstrengungen der Jäger in Thüringen wider, den Aufgaben der Wildbewirtschaftung und damit der Umsetzung der landesjagdgesetzlichen Bestimmungen nachzukommen», sagte Umwelt-Staatssekretär Stefan Baldus.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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