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Lebenserwartung nimmt in Thüringen weiter leicht zu

Die Lebenserwartung der Thüringer hat weiter zugenommen. Wie aus den Angaben der Sterbetafelberechnung für den aktuellen Zeitraum 2005/2007 durch das Thüringer Landesamt für Statistik hervorgeht, liegt sie jetzt für einen neugeborenen Jungen bei 75,7 Jahren und für ein neugeborenes Mädchen bei 81,8 Jahren. Das sind 5,7 bzw. 5,0 Jahre mehr als vor 15 Jahren (1990/92).

Gegenüber der vom Statistischen Bundesamt für Deutschland berechneten Lebenserwartung für neugeborene Jungen und Mädchen (76,9 bzw. 82,3 Jahre) liegt die in Thüringen um 1,2 Jahre (Jungen) bzw. 0,5 Jahre (Mädchen) darunter und damit gleichermaßen leicht unter dem Durchschnitt aller neuen Bundesländer (75,8 bzw. 82,0 Jahre). Auch im Vergleich zum früheren Bundesgebiet blieb der Abstand konstant (mit 1,5 Jahren für männliche und 0,5 für weibliche Neugeborene).

Die neueste Berechnung für Thüringen lässt auch bei den älteren Personen einen Anstieg der Lebenserwartung erkennen. So kann ein 65-jähriger Mann im Durchschnitt mit weiteren 16,2 Lebensjahren (3,2 Jahre mehr als 1990/92) und eine gleichaltrige Frau mit 19,6 Jahren (3,5 Jahre mehr als 1990/92) rechnen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist eine bedeutende theoretische Kennziffer der Sterbetafel und umfasst die durchschnittliche Zahl von zusätzlichen Lebensjahren, die ein Mensch auf Basis der für einen bestimmten Zeitraum (zumeist 3 Jahre) geltenden altersspezifischen Sterblichkeitsverhältnisse voraussichtlich noch leben würde. Sie wird sowohl für Neugeborene als auch für jedes bereits erreichte Alter als fernere durchschnittliche Lebenserwartung berechnet. Dabei hat das überstandene Risiko, vor Vollendung des nächsten Lebensjahres zu sterben, stets einen Gewinn an Lebenserwartung zur Folge.

Rainer Beichler | | Quelle:

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