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Präsident ruft zur Abgabe von Bewerbungen für ZDF-Fernsehrat auf

Landtagspräsident Christian Carius ruft gesellschaftliche Verbände und Organisationen aus dem Bereich „LSBTTIQ (Lesbische, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queere Menschen)“ mit Sitz in Thüringen dazu auf, bis zum 07. März 2016 ihr verbindliches Interesse an einem Sitz im ZDF-Fernsehrat gegenüber dem Thüringer Landtag zu bekunden. Der Freistaat Thüringen entsendet einen Vertreter aus dem genannten gesellschaftlichen Bereich in den ZDF-Fernsehrat. Die fristgerecht eingegangenen Bewerbungen dienen dem Landtag als Grundlage für das Auswahlverfahren.

Das Bundesverfassungsgericht hatte gefordert, dass Personen mit möglichst vielfältigen Perspektiven und Erfahrungshorizonten aus allen Bereichen des Gemeinwesens dem ZDF-Fernsehrat angehören. Die neue Zusammensetzung stellt die Kontrolle des ZDF auf ein breiteres gesellschaftliches Fundament, wodurch der öffentlich-rechtliche Rundfunk insgesamt gestärkt wird. Der Thüringer Vertreter aus dem Bereich „LSBTTIQ“ wird erstmals die Vielfalt der Identitäten jenseits der heterosexuellen oder zweigeschlechtlichen Norm repräsentieren und die Interessen von Menschen wahrnehmen, die Bestandteil unserer heutigen gesellschaftlichen Vielfalt sind.

Hintergrund:
Mit Ablauf des 5. Juli 2016 endet die Amtszeit des derzeitigen ZDF-Fernsehrats. Welche Institutionen und Organisationen Vertreter in den kommenden Fernsehrat entsenden werden, ist mit dem 17. Rundfunkänderungsstaatsvertrag neu geregelt worden. Unter anderem entsendet jedes Land einen Vertreter aus einem zugeordneten gesellschaftlichen Bereich.

Andrea T. | | Quelle:

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  • vigilando ascendimus

    Ich bin sehr froh, das unsere Gesellschaft heute so tolerant geworden ist. Die überbordenden Quotenregelungen in der Bundesrepublik Deutschland für die Besetzung öffentlicher Ämter halte ich jedoch für falsch! Grundsätzlich sollten Eignung, Fähigkeiten/Fachverstand und Vorbildung die Auswahlkriterien für die Besetzung öffentlicher Ämter sein.

    • Felix Berg

      Ich halte es für gut, denn gerade die neuen Länder haben doch reichlich Erfahrung mit Unqualifizierten Personen in Ämtern. Gerade jene die nach der Wende einen Aufstieg, trotz nicht Qualifikation, hinlegten möchten dies heute für ihre Mitbürger unterbinden. Des weiteren hängt eine Qualifikation heute nicht daran ob man einer Minderheit angehört, wenngleich man dies möchte, Lehrer und Ingenieure in Hartz klingen als Unqualifiziert eben cool und helfen ein Trugbild per Exe Lance zu erstellen.

      • VOLKER+

        Irrtum, dass war vor der friedlichen Revolution 1989 in den neuen Ländern, als Nomenklaturkader die Rathäuser, Rat der Kreise und die „sozialistischen volkseigenen Betriebe“ beherrschten.

    • Thüringer

      Tolerant? Und warum werden dann Heterosexuelle Thüringer auf Grund ihrer sexuellen Orientierung von der Besetzung dieser Stelle ausgegrenzt? Schonmal das AGG gelesen?

      • vigilando ascendimus

        Genau das war doch meine Kritik! :-)

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