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Steigendes Bauinteresse im Wohnungsbau 2016

Baunachfrage erreicht erstmals wieder das Niveau des Jahres 2000

Die Thüringer Bauaufsichtsbehörden haben im Jahr 2016 mit insgesamt 5.340 Anträgen für Bauvorhaben im Hochbau insgesamt 7.611 Wohnungen genehmigt. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 45,6 Prozent bzw. 2.384 Wohnungen mehr als im Jahr 2015.

Die Baunachfrage erreicht damit erstmals wieder das Niveau von vor 16 Jahren (Jahr 2000: 7 955 Wohnungen), so der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz, weiter.

Im Wohnungsbau insgesamt werden 7.359 Wohnungen dem Wohnungsmarkt zugeführt, davon 2.475 Wohnungen die durch bauliche Veränderungen an bestehenden Wohngebäuden (+ 1.230) z.B. durch Umbau-, Ausbau-, Erweiterungs- oder Wiederherstellungsmaßnahmen entstehen sollen und 4.884 Neubauwohnungen (+ 1.192).

Neuer Wohnraum wird in 1.931 Einfamilienhäusern und 176 Wohnungen in Zweifamilienhäusern entstehen. In neuen Gebäuden mit 3 und mehr Wohnungen (einschl. Wohnheime) wurden 2.777 Wohnungen genehmigt, 1.203 Wohnungen mehr als im Jahr 2015. Ermittelt wurde dieser Zuwachs an genehmigten neuen Wohnraum sowohl in Mehrfamilienhäusern (+ 881 Wohnungen) als auch in Wohnheimen (+ 322 Wohnungen). 642 neue Wohnungen wurden 2016 in Wohnheimen geplant. Wohnheime sind Wohngebäude, die primär den Wohnbedürfnissen bestimmter Bevölkerungskreise dienen (z.B. Studentenwohnheim, Seniorenwohnheim, Flüchtlingsunterkünfte). Die Bewohnerinnen/Bewohner von Wohnheimen führen einen eigenen Haushalt.

Der Anteil der Wohnungen in Einfamilienhäusern an allen genehmigten neuen Wohnungen lag im Jahr 2016 bei 39,5 Prozent. Trotz kontinuierlichen zahlenmäßigen Zuwachses seit 10 Jahren ist dies der tiefste anteilige Wert seit 1996. Im Geschossbau (einschl. Wohnheime) stieg der Anteil der Wohnungen an allen genehmigten neuen Wohnungen auf 56,9 Prozent. Damit dominiert erstmals seit 1997 diese Gebäudeart den Wohnungsneubau.

Von den 4.884 Wohnungen in neuen Wohngebäuden wurden 2.528 Baugenehmigungen an private Haushalte als Bauherren erteilt. An Unternehmen als Bauherr neuer Wohngebäude gingen 1.785 Genehmigungen und an Öffentliche Bauherren (einschließlich Organisationen ohne Erwerbszweck) 571 Wohnungsbau-Genehmigungen.

Im territorialen Vergleich der Stadt- und Landkreise in Thüringen wurden in der Stadt Jena (969) die meisten neuen Wohnungsbauvorhaben genehmigt, gefolgt von der Landeshauptstadt Erfurt (564), der kreisfreien Stadt Weimar (337) sowie dem Wartburgkreis (312) und dem Landkreis Gotha mit 311 Bauvorhaben. Schlusslicht sind die kreisfreien Städte Eisenach mit 37 und Suhl mit 22 gemeldeten Baugenehmigungen im Wohnungsneubau.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Diese Zahlen spiegeln die Stärke einer Region dar. Wartburgkreis mit 312 und die Stadt Eisenach mit 37 privaten Bauvorhaben. Beide nahezu Schlusslichter. Verwunderlich ist das nicht, denn da wir alle nun einmal mit der Agenda leben hat jene natürlich Auswirkungen auf Bauliche Maßnahmen im privaten Bereich. Wer baut ist der Verlierer im System. Diese Altersvorsorge löst sich in Luft auf sobald man aus der Systemrelevanz heraus geschleudert wird, Krank, Arbeitslos usw.. Die Agenda fördert nur jene die ihr verdientes Geld sofort verprassen, Urlaub, Auto, Miete usw. Diese zusammengerechnet 349 sind entweder übertrieben Mutig oder Beamte. Selbst wer z.B. mit 55 Schuldenfrei ist verliert alles außer er hat beim Bau die qm von der Agenda nicht überschritten. Bleibt für die Region bzw. Thüringen nur der soziale Wohnungsbau oder Firmen. So von Armut ( im Verhältnis zur Zeit) gebeutelt war die Region noch nie.

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